Forchheim
Empfang

"Überrascht von der Schönheit der Stadt"

Sechs Neubürger hat Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (SPD) begrüßt. Sie sprachen über ihre Motive, Forchheim als Wohnsitz zu wählen.
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Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (links)  empfängt neue Bürger der Stadt Forchheim.Pauline Lindner
Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (links) empfängt neue Bürger der Stadt Forchheim.Pauline Lindner
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Sechs Personen sind eine überschaubare Zahl. Aber mehr Neubürger haben die Einladung von Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (SPD) nicht angenommen. Gleichwohl repräsentieren sie die Motive, die Menschen ihren Wohnsitz in Forchheim wählen lassen.

Da ist Marcel Neumair mit Frau und Baby. Der Oberallgäuer kommt aus beruflichen Gründen. Er übernimmt zum 1. Oktober die freigewordene Notarstelle in Forchheim. Die Familie zieht aus Augsburg hierher und freut sich, dass die Uroma jetzt nicht mehr weit weg wohnt. "Das Einwohnermeldeamt habe ich schon gefunden", sagt Neumair über seine noch nicht vorhandene Ortskenntnis. Dass die Stadtverwaltung verstreut untergebracht ist, hat er dabei bemerkt. Der Oberbürgermeister weist ihm sozusagen den Weg in sein Dienstzimmer und wechselt dadurch zum Dauerthema Rathaus. Er persönlich sei froh, dass er das sein Büro in der Schulstraße bleibe, nahe bei den Mitarbeitern. Fürs Rathaus wünscht er sich 24 Stunden Betrieb und Angebote für viele Bürger.

Ein Mann in mittleren Jahren lebte bislang in Reichenschwand. Der Wohnort seines Freundes war für ihn der Umzugsgrund. Ob er nun einen weiteren Weg zu seinem Arbeitsplatz hat, dazu äußert er sich nicht. Drei neue Nachbarn sind gekommen. Sie wohnen in den neuen Häusern hinter dem BRK-Seniorenheim. Das Ehepaar wohnte zuletzt in Hemhofen und wollte aus familiären Gründen umziehen. "Bamberg und Forchheim standen zur Wahl; Forchheim ist es geworden", erläuterte der Ehemann. Die Frau wendet sich gleich an Kirschstein: "Die alten Bäume bleiben doch, wenn das Jahngelände bebaut wird?".

Das versichert Kirschstein und informiert die Zugezogenen, dass sich die Diskussion derzeit nur um den Teil nördlich der Jahnstraße dreht, der dem Verein gehört. Das Thema Emissionen aus dem Industriegebiet und von der Adenauerallee kommt zur Sprache. Und dass die südlichen Sportflächen städtisches Eigentum sind, es aber noch keine Pläne nach dem Ende des Sportbetriebs gäbe.

Der andere Nachbar ist aus Höfles bei Gräfenberg hierher gezogen. "Ich bin überrascht von der Schönheit der Stadt", bekennt er. Motiv für seinen Wohnungswechsel war die Pflegebedürftigkeit seiner Frau. Sie sollte im BRK-Heim unterkommen und er gleich nebenan. Doch sie starb vor dem Umzug. "Ich bin trotzdem hergezogen", sagt er und bereut offenbar seinen Entschluss nicht.

Dem gebürtigen Saarländer gefällt auch das Königsbad sehr. Er hat sich über die Probleme schon informiert und fragt nach den "Einnahmeverlusten trotz weiterer Ausgaben". Kirschstein bringt den laufenden Rechtsstreit ums Zahlen der nötigen Nachbesserungen ins Gespräch. Er rechnet damit, dass das Königsbad länger als die alljährliche Revisionszeit geschlossen werden muss. "Der Verursacher muss den Schaden zahlen, auch die Einnahmeausfälle", betont er. Dabei hofft er, dass die Reparaturen im Sommer stattfinden werden. So könne man vielleicht den Außenbereich offen lassen, vor allem um das Personal halten zu können.

Höflich macht sich die Stadtführerin bemerkbar, durchaus bereit, hier Wissenslücken der Neubürger zu schließen...
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