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Diskussion

Stadträte sollen sensible Daten erheben

Im Rahmen eines sogenannten Vitalitätschecks muss Gräfenberger Daten zum Leerstand erheben. Einige Räte plagt ein mulmiges Gefühl.
 
von PETRA MALBRICH
Einen Vitalitätscheck sollen die Mitgliedsgemeinden des "Wirtschaftsbands A9-Fränkische Schweiz" durchführen. Das gilt neben Weißenohe, Igensdorf und Hiltpoltstein auch für Gräfenberg. Dabei sollen statistische Daten erfasst werden: Wo gibt es in den Gemeindegebieten Leerstände? Wo leben Menschen, die das 70. Lebensalter überschritten haben? Wo könnte ein Leerstand entstehen?

Um die zuständige Mitarbeiterin der Verwaltung zu entlasten, schlug Zweite Bürgermeisterin Sylvia Hofmann (FW) vor, dass die Stadträte in ihren Ortsteilen diese Aufgabe übernehmen und die Daten an die Verwaltung übermitteln. Diese Datenerhebung löste eine heftige Debatte aus. Ob das mit dem Datenschutz überhaupt zulässig sei, wollte Werner Wolf (FW) wissen. Zudem sei die Erfassung nur eine Momentaufnahme. "Wir haben doch keinen Einfluss darauf, wie lange die Leute leben. Außerdem hat jeder hat individuelle Zukunftsplanungen", sagte Wolf. Die Daten würden doch anonymisiert werden, warf Bürgermeister Hans-Jürgen Nekolla (SPD) ein.


Großes Unbehagen

Doch auch Antje Rammensee (SPD) hatte Bedenken: Man könne doch nicht von einem entsprechenden Leerstandrisiko reden, wenn Menschen über 70 Jahren in dem Haus leben. Nekolla dagegen hält die Daten hinsichtlich der Stadtentwicklung für wertvoll. "Es ist doch nicht so, dass wir die Daten verkaufen und dann Staubsaugervertreter herumschicken", sagte Nekolla.

Sylvia Hofmann (FW) lockte damit, dass helfende Stadträte für die Arbeit ein Sitzungsgeld erhalten sollten. Doch darum ging es den abgeneigten Räten nicht. Ihnen ging es um das Unbehagen, sensible Daten weiterzugeben.

Ob dieser Vitalitätscheck denn die Voraussetzung für künftige Förderungen sei, wollte Wolf wissen. Geklärt werden konnte diese Frage allerdings nicht. Damit endete die Debatte. Rund die Hälfte der Stadträte erklärte sich bereit, die Verwaltung zu unterstützen.
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