Burk
Steilpass

Wehmut und Neubeginn

Der Kirchehrenbacher Meistertrainer startet mit dem FC Burk in die neue Saison der Kreisliga. Vor dem Auftakt gewährt Christian Martin etliche Einblicke.
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Christian Martin  Foto: Archiv
Christian Martin Foto: Archiv
Völlig unerwartet führte Christian Martin den TSV Kirchehrenbach in die Bezirksliga, hat nun aber das Traineramt beim 1. FC Burk in der Kreisliga 1 übernommen. Im Steilpass-Interview spricht der 48-Jährige über das Loslassen in Kirchehrenbach und die Ziele mit seinem neuen Verein.

Herr Martin, wer hat Sie angespielt?
Christian Martin: Der Pass kam von Christian Bergmann, der vergangene Saison noch Trainer bei der Gloria in Weilersbach war und nun das Traineramt in Mistendorf übernommen hat. Wir kennen uns schon lange, da wir eigentlich aus dem Bamberger Spielkreis stammen. Früher haben ich gegen seinen Vater gespielt. Die Konkurrenz zwischen Weilersbach und Kirchehrenbach ist ja groß, wir haben uns aber immer freundschaftlich ausgetauscht.

Ihr dreijähriges Wirken in Kirchehrenbach gipfelte vergangene Saison im nicht zu erwartenden Bezirksliga-Aufstieg. Wie schwer fiel es, die Zelte in Kirchehrenbach abzubrechen?
Das war enorm schwer. Die Zeit in Kirchehrenbach war fußballerisch mit die schönste, die ich bislang erleben durfte. Einen besseren Abschied als mit dem Aufstieg hätte es gar nicht geben können, das war die Krönung für alle im Verein.

Inwieweit haben Sie die beiden Auftritte ihres alten Vereins in der Bezirksliga bislang verfolgt?
Beim ersten Heimspiel gegen Lauf, das mit 0:5 verloren wurde, war ich am Platz und habe mit den Jungs mitgelitten. Die alte Verbundenheit ist natürlich noch da, mir hat da schon ein wenig das Herz geblutet, wenngleich meine komplette Aufmerksamkeit fußballerisch nun dem FC Burk gilt.

FC Burk, gutes Stichwort. Wie haben Sie sich bislang eingelebt?
Ich bin außerordentlich zufrieden, die Trainingsbeteiligung ist hoch, die Jungs haben Potenzial und ziehen voll mit. Der Kader ist im Durchschnitt älter als in Kirchehrenbach, mit erfahrenen Leuten, die zum Teil von außerhalb kommen. Da brauchen die Spieler eine andere Ansprache.

Vergangene Saison wäre Burk trotz starken Kaders beinahe abgestiegen. Mit welchen Zielen gehen Sie in die Saison?
Wir wollen eine ruhige Saison ohne Sorgen spielen und mit dem Abstieg nichts zu tun haben - so lautet das vorrangige Ziel. Wunderdinge kann ich auch keine vollbringen, in Kirchehrenbach hat es drei Jahre gedauert, bis wir zu diesem großen Erfolg mit dem Aufstieg gekommen sind.

Burk gastiert am Sonntag in Hallerndorf. Was erwarten Sie für ein Spiel? Und wer ist überhaupt der große Favorit auf den Titel?
In Hallerndorf wird es ein Kampf auf Biegen und Brechen, das wird nicht einfach. Mit Fabio Hegy fehlt uns ein ganz wichtiger Mann für lange Zeit, er hat sich schwer am Knie verletzt. Favorit auf den Titel ist für mich eindeutig der SV Buckenhofen, man muss sich nur mal anschauen, wie die sich verstärkt haben.

An wen passen Sie weiter?
Natürlich an einen Ex-Spieler aus Kirchehrenbach: Mit Philipp Eismann stehe ich weiterhin in Kontakt, ein junger Innenverteidiger, der sich enorm entwickelt hat. Nicht umsonst wurde er bei anpfiffin die Top-Elf der Liga gewählt - übrigens gemeinsam mit seinem Defensivkollegen Christian Städtler, das sind zwei großartige Typen. Weil ich aber nur einen anspielen kann, nehme ich Philipp Eismann.
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