Reuth
Infranken-Kick

Pretzfeld gewinnt Acht-Tore-Topspiel

Mit 6:2 triumphiert der SV im Spitzenspiel der Fußball-A-Klasse 3 ER/PEG bei der SpVgg Reuth - ein Sieg, der aber zu hoch ausgefallen ist.
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Schön war das Topspiel zwischen Reuth und Pretzfeld nicht immer anzusehen, hier packt SV-Spielertrainer Jörg Rösch die Sense gegen Bernd Kilcher aus. Am Ende gewann Pretzfeld mit 6:2.  Fotos: Sebastian Baumann
Schön war das Topspiel zwischen Reuth und Pretzfeld nicht immer anzusehen, hier packt SV-Spielertrainer Jörg Rösch die Sense gegen Bernd Kilcher aus. Am Ende gewann Pretzfeld mit 6:2. Fotos: Sebastian Baumann
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Dank des vierfachen Torschützen Michael Streibel und einer sehr guten Torwartleistung von Michael Dötzer hat sich Tabellenführer Pretzfeld in der A-Klasse 3 hochverdient gegen den Verfolger aus Reuth durchgesetzt.


SpVgg Reuth - SV Pretzfeld 2:6

Man könnte eine alte Radiomoderation aus dem WM-Finale 1954 hernehmen. "Unaufhörlich prasselt der Regen nieder. Bozsik, immer wieder Bozsik..." Doch im Gegensatz zu Radioreporter Herbert Zimmermann war es in Reuth Michael Streibel, der immer wieder im Dauerregen traf und seiner Mannschaft so einen verdienten Sieg ermöglichte.

Das Spiel fand auf dem schwer zu bespielenden A-Platz statt, der tief war und kein gutes Spiel ermöglichen sollte. Reuth begann stürmisch und hatte gleich durch Robert Schmitt eine Kopfball-Chance, den der Schlussmann aber sicher aufnehmen konnte. Kurz darauf klingelte es aber im Kasten der Gäste. Nach einer Hereingabe von der rechten Seite profitierte Goalgetter Marcel Frankenstein vom schmierigen Platz und brachte den Ball in der Kiste unter (6.). Postwendend fiel aber der Ausgleich. Nach einem langen Freistoß von Spielertrainer Jörg Rösch brachte erst Andre Krippner den Ball nicht im Kasten unter, dann war es Nico Gebhardt, der ebenso vergab, so dass der Ball bei Michael Streibel landete. Der Offensivmann machte einen Haken und setzte den Ball präzise ins lange Eck.


Deutlich effektiver

Reuth antwortete mit zwei Chancen: Erst vergab Max Kummer mit einem Kopfball, dann segelte Keeper Dötzer unter einem Ball durch und ein Angreifer setzte den Ball um Millimeter am Pfosten vorbei. Pretzfeld zeigte sich aber deutlich effektiver. Nach einem Porzelt-Freistoß hielt Michael Streibe nur noch die Rübe hin - 1:2 (22.). Reuth antwortete mit wütenden Angriffen, scheiterte aber entweder an den Platzverhältnissen oder am überragenden Dötzer im Kasten.

Die zweite Halbzeit begann erneut schwungvoll aus Reuther Sicht. Ein Angriff nach dem anderen rollte auf das Tor zu. In der 50. Minute hatte Bernd Kilcher seinen ersten guten Auftritt, doch die Flanke des Kapitäns setzte Frankenstein vorbei. Kurz danach war Kilcher frei vor dem Schlussmann und überlupfte diesen, der Ball blieb aber im Matsch liegen. In dieser Phase hatte Pretzfeld viel Glück, Reuth monierte ein Handspiel auf der Linie und wollte einen Elfmeter. Dann klingelte es im Kasten des SV. Ali Dayan hatte sich die Pille zurechtgelegt und ins linke obere Eck zum 2:2 (56.) gezirkelt.

Pretzfeld antwortete eiskalt. Per Freistoß besorgte Streibel zwei Minuten später das 2:3. Als Reuth eine Ecke hatte, erkämpfte sich Volkan Güla den Ball und spielte auf Michael Streibel. Der Zehner marschierte über den Platz und machte seinen vierten Treffer (66.). Die nie aufsteckenden Hausherren bekamen in der 72. Minute einen Elfmeter zugesprochen, den aber Keeper Dötzer parierte. Schließlich fiel die Vorentscheidung. Dieses Mal flankte Michael Streibel, dessen abgefälschter Ball von Volkan Güla ins Tor geköpft wurde - 5:2 (78.). Weil Güla noch ein weiteres Mal einnetzte (86.), wurde der 6:2-Sieg am Ende etwas zu deutlich.


Die Meinungen der Trainer

"Das war eine enge Kiste. Reuth hat gedrückt in der ersten Halbzeit und hatte gute Chancen. Wir wollten defensiv gut stehen und auf Konter spielen. In der zweiten Halbzeit sind wir ein bisschen mehr drauf, das hat dann gut geklappt. Das Spiel hätte auch 5:5 ausgehen können", sagte Gäste-Coach Jörg Rösch, während Sinan Tosun anmerkte: "Wir haben verdient verloren, weil wir viel zu viele Fehler im Aufbauspiel gemacht haben. Dann verstehe ich nicht, dass so ein Schiedsrichter zu so einem Top-Spiel geschickt wird. Das war ganz klar Hand auf der Linie, Rote Karte und Elfmeter."
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