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Pokal: Heroldsbach verliert Aufsteigerduell

Die SpVgg hatte in der dritten Pokalrunde gegen Adelsdorf kaum eine Chance. Noch bitterer war der Abend für Bezirksliga-Schlusslicht Kirchehrenbach.
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Heroldsbach (li. Andreas Brandmeier) stolperte in der dritten Runde des Kreispokals über die Hürde Adelsdorf um Paolo Zagarella.  Foto: Sportfoto Zink
Heroldsbach (li. Andreas Brandmeier) stolperte in der dritten Runde des Kreispokals über die Hürde Adelsdorf um Paolo Zagarella. Foto: Sportfoto Zink
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Keine Überraschungen: Sowohl in der dritten Runde des Kreispokals ER/PEG als auch in der Bezirksliga setzten sich die Favoriten durch. Kurzen Prozess machte der FC Herzogenaurach mit dem Kreisligisten aus Röttenbach. Die Gastgeber traten mit einer gemischten Mannschaft an, um Kräfte für die Liga zu schonen, aber auch die "Pumas" gaben Nachwuchskräften Einsatzzeit. Im Duell der Aufsteiger setzte sich Bezirksligist Adelsdorf bei Kreisligist Heroldsbach durch. Neuling Kirchehrenbach bleibt nach einem 3:6 Schlusslicht der Bezirksliga.


Bezirksliga Mittelfranken Nord: TSV Kirchehrenbach - SpVgg Hüttenbach 3:6

Die Partie war bereits nach 37 Minuten gelaufen. "Natürlich waren die vier Tore in der ersten Halbzeit ausschlaggebend. Sie fielen ja in nicht mal 20 Minuten. Dann war es für Kirchehrenbach schwer, sich nochmal zu pushen", erklärte Gästetrainer Kevin Trauner. "In der zweiten Halbzeit haben wir etwas den Faden verloren und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch."
Nach einer torlosen Viertelstunde begann der Kirchehrenbacher Alptraum. Nico Elterleins Sonntagsschuss eröffnete den Torreigen, ehe es rekordverdächtig wurde. Lukas Mirsberger (34.), Thomas Grüner (35.) und Matthias Gruner (36.) bescherten Hüttenbach nach Balleroberungen drei Tore in nicht einmal 180 Sekunden. Kurz vor der Pause konterten die Hausherren, Christian Dorsch traf (39.).

Im zweiten Durchgang ließ der Favorit die Zügel schleifen, zur Strafe verkürzte der TSV, als Andreas Gruner einen Schuss ins eigene Netz abfälschte (49.). Auf der Gegenseite bügelte er sein Missgeschick mit dem 2:5 aus (54.). Matthias Gruner sorgte per Strafstoß für die Entscheidung (71.), Niklas Stelzner betrieb Ergebniskosmetik, als er einen Lattenschuss abstaubte (75.).

Der Platzverweis gegen Simon Postler fiel nicht ins Gewicht (80.). "Wir haben es uns durch die Gegentreffer etwas schwer gemacht, aber im Großen und Ganzen verdient gewonnen", sagte Trauner. mho


Toto-Pokal ER/PEG, Runde 3: SpVgg Heroldsbach  - SC Adelsdorf 0:2

"Wir mussten zwangsläufig rotieren, da wir einige Verletzte ersetzen mussten", erklärte Dirk Mideck. "Im Tor stand der Torwart von den Alten Herren. Er hat seine Sache aber sehr gut gemacht", sagte Heroldsbachs Abteilungsleiter. In ungewohnter Formation kamen die Hausherren schwer ins Spiel. Adelsdorf war vom Anpfiff weg spielbestimmend, die Spvgg über die gesamten 90 Minuten das reagierende Team. Da der Bezirksligist schon in den ersten Minuten aufs Gaspedal drückte, fiel das 0:1 früh. Joscha Reichold stand nach einer missglückten Klärung der Heimabwehr richtig und hatte wenig Mühe zu vollenden (18.).

Im weiteren Verlauf änderte sich wenig. Adelsdorf gab den Ton an, während die Hausherren nur zu vereinzelten Chancen kamen. Auch nach dem Wechsel sahen die Zuschauer dominierende Gäste. Heroldsbach war bemüht, hatte gegen den Favoriten aber wenig Mittel. Einzig Stefan Schleicher verpasste den Ausgleich per Kopf um Haaresbreite (80.). So brachte ein schöner Angriff über den Flügel die endgültige Entscheidung. Über mehrere Stationen kombinierte sich der SC in den Strafraum, ehe Kai Stummer einen Pass in den Rückraum einschoss (83.). "Es war ein verdienter Sieg für Adelsdorf in einem sehr fairen Spiel", resümierte Mideck das Duell der Aufsteiger. mho


TSV Röttenbach - FC Herzogenaurach 0:5

Die Heimelf versteckte sich nicht und kam gegen den Favoriten zu Möglichkeiten. Doch in der Chancenverwertung wurde der Klassenunterschied deutlich: Während dem TSV die Kaltschnäuzigkeit fehlte, war der Bezirksligist im Abschluss effektiv. 25 Minuten lang hielten sich die Röttenbacher schadlos, dann markierte Kevin Rockwell das 0:1. Jetzt ging es schnell: Sebastian Dörrich (36.) und Kim Scheller (43.) sorgten noch vor der Pause für klare Verhältnisse.

Spätestens als Rockwell kurz nach dem Seitenwechsel zum 0:4 traf (52.), war das Spiel entschieden. Herzogenaurach beschränkte sich vor allem darauf, den Vorsprung zu verwalten. Einmal jedoch schlug die FC-Offensive noch zu, Dörrich setzte den Schlusspunkt (76.). red
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