Forchheim
Triathlon

Platz 2 legt Maiwalds Urlaub für 2018 fest

Weil Andi Maiwald zum ersten Mal in seiner Karriere einen Wettkampf absagte, musste eine Ersatzveranstaltung her - mit überraschenden Folgen.
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Ausgerechnet bei Andi Maiwalds Lieblingsdisziplin ging fast alles schief: Wegen starkem Wind musste er langsamer fahren, zudem bekam er nicht die gewünschte Verpflegung.
Ausgerechnet bei Andi Maiwalds Lieblingsdisziplin ging fast alles schief: Wegen starkem Wind musste er langsamer fahren, zudem bekam er nicht die gewünschte Verpflegung.
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Die Saison mit Wettkämpfen in der Regionalliga für den SSV Forchheim war vorbei, Andi Maiwalds Triathlon-Jahr wird erstmals mit einem Nichtantreten enden, das war nach der wetterbedingten Absage bei der Walchsee-Challenge klar. "Die Veranstalter hatten die Schwimm- und Radstrecke aufgrund für September extrem niedriger Temperaturen stark gekürzt, das nahm dem Wettbewerb den Reiz", begründet Maiwald. Doch der 41-Jährige hatte in Absprache mit Frau Stephanie für Ersatz gesorgt: Zum ersten Mal nahm er die Halbdistanz auf Sardinien in Angriff - inklusive Badeurlaub.

Genau wie die italienische Mittelmeerinsel verlief die Challenge "Forte Village" für Maiwald mit Höhen und Tiefen. Beim Einchecken in der Wechselzone am Vortag beherrschte das Thema Wind die Diskussionen. Die Athleten mussten sich entscheiden, ob sie mit oder ohne Scheibenrad in die Pedale treten. "Durch die Scheiben ist man schneller, aber anfälliger für Wind" erklärt Maiwald, der den Wetterbericht studierte und sich nach Absprache mit dem ebenfalls teilnehmenden Profi-Triathleten Andreas Dreitz für die mechanische Hilfe entschied.


Scheibe war Fehlentscheidung

"Eine Fehlentscheidung", räumte der zweifache Vater ein. Denn die Böen setzten nicht wie angekündigt etwa drei Stunden nach dem Startschuss ein, als Maiwald längst auf der Laufstrecke sein wollte, sondern machten sich bereits beim Schwimmen in Form von Wellen bemerkbar. Seine ersten 1,9 Wettkampfkilometer im Meer überhaupt meisterte der seit zwei Jahren in Rosenheim wohnende Sportler dennoch gut, die zwei Runden mit zwischenzeitlichem Landgang absolvierte er wie geplant in einer halben Stunde.

Dann kam zwar Maiwalds Lieblingsdisziplin, doch die Ansage der Organisatoren, mit Scheibe bei zu starkem Wind aus dem 90 Kilometer langen Rennen genommen werden zu können, hinterließ Eindruck. "Da es ein Zusatzwettkampf war und der Urlaubsgedanke dominierte, konnte ich den Rückschlag verschmerzen", sagte der 41-Jährige mit Blick auf die um rund zehn Minuten verfehlte Plan-Radzeit von 2,5 Stunden.

Schuld war nicht nur die Scheibe, die ein Fahren in aerodynamischer Position zu gefährlich machte, sondern auch misslungene Kommunikation. Da Maiwalds Trinkflasche kaputtgegangen war, wollte er die Verpflegung an den Stationen wahrnehmen, doch die Helfer reichten ihm statt des verlangten Iso-Drinks stets nur Mineralwasser. So gab es erst in der zweiten Wechselzone wieder etwas Nahrhaftes.


Bester Halbmarathon

Nach dem Motto, nichts mehr zu verlieren zu haben, tauschte der Forchheimer den Drahtesel gegen die ungeliebten Laufschuhe. Und tatsächlich schaffte er mit 1,5 Stunden seine beste Halbmarathonzeit.

Der Freude über 4:43:36 Stunden und Platz 2 in der Altersklasse M40 folgte mit etwas Verspätung die frohe Kunde über die Qualifikation zur Challenge-WM 2018 im slowakischen Samorin. "Als wir wieder zu Hause waren, bekam ich eine E-Mail. Ich wusste gar nicht, dass man sich auf Sardinien für die qualifizieren konnte", berichtet Maiwald. Da der Termin in die Pfingstferien fällt, ist den Maiwalds die Entscheidung über den nächsten Familienurlaub leicht gefallen.
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