Dormitz
Fußball

Köhler beerbt Kramer beim FC Dormitz

Nicht Michael Köllner sondern Michael Köhler heißt der Nachfolger des überraschend beurlaubten Trainers beim Zweiten der A-Klasse 4 ER/PEG.
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Peter Kramer half beim FC Dormitz als Trainer aus, musste nun jedoch wegen Unstimmigkeiten mit dem Vereinsvorsitzenden vorzeitig gehen.  Fotos: anpfiff.info
Peter Kramer half beim FC Dormitz als Trainer aus, musste nun jedoch wegen Unstimmigkeiten mit dem Vereinsvorsitzenden vorzeitig gehen. Fotos: anpfiff.info
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Der FC Dormitz aus der A-Klasse 4 ER/PEG hat sich von seinem Aushilfstrainer Peter Kramer getrennt und mit Michael Köhler einen Nachfolger präsentiert. Bis dieser sein Amt Anfang Dezember antritt, übernehmen die Spieler Leonard Rehm und Thomas Hölter, die ihr Team bereits am Sonntag beim 5:1 gegen Ermreuth II einstellten. Es sei schon der dritte Anlauf, um Köhler als Spielertrainer an Land zu ziehen, verrät FC-Spielleiter Roland Prokopy. "Wir haben uns zwei Stunden in einem Gasthaus in Dormitz unterhalten und schon da hat er mir zu 90 Prozent zugesagt. Mittlerweile hat er uns seine endgültige Zusage gegeben und wird ab 1. Dezember übernehmen", sagt Prokopy.


Köhler hat Bezirksliga-Erfahrung

Der 34-Jährige stieg 2004 mit dem TSV Neunkirchen in die Bezirksliga auf und zog dort Jahre lang im Mittelfeld die Fäden. Ein kurzes Intermezzo folgte beim Baiersdorfer SV in der Bezirksoberliga. Seine Laufbahn in der Ersten der Brandbachkicker hat der technisch versierte Kicker nach der Saison 2014/15 beendet, stand in der laufenden Runde jedoch regelmäßig für die Zweite des TSV auf dem Feld. Dort traf Köhler unter anderem auf den FC Dormitz und hat gegen seine zukünftigen Schützlinge deswegen bereits gespielt - und mit 3:2 gewonnen, jedoch ohne eigenes Tor.

"Wir haben ihm ausdrücklich gesagt, dass er bei uns keinen Druck hat, aufsteigen zu müssen", versichert der Spielleiter. Der Trainerneuling soll in aller Ruhe seine Arbeit verrichten und sich in seine neue Rolle hineinfinden. In der A-Klasse 4 steht Dormitz trotz des kürzlich verlorenen Spitzenspiels beim FC Röthenbach auf dem zweiten direkten Aufstiegsplatz und hat beste Chancen auf die direkte Rückkehr in die Kreisklasse.


Auch mit Platz 3 zufrieden

Sollte das nicht gelingen, würde beim bodenständigen FCD die Welt nicht untergehen. "Wenn wir Dritter oder Vierter werden, sind wir genauso zufrieden. Es war noch nie Thema im Verein, dass wir unbedingt hoch müssen", sagt der Spielleiter. Als Unterstützung wird mit Alexander Ruf ein bekanntes Gesicht als Betreuer einsteigen - sofern es ihm die Zeit erlaubt. "Er kommt nicht als Co-Trainer. Da sind die Kompetenzen klar verteilt", erklärt Prokopy. Der 39-Jährige spielte ebenfalls in Neunkirchen und hat den Stein erst ins Rollen gebracht. "Michael ist ein ruhiger und sachlicher Typ, der unbestritten ein super Fußballer ist. Das kann funktionieren", freut sich der Spielleiter.

Dass Kramer seinen Posten nach der Hinrunde wieder räumen würde, war frühzeitig sicher. "Ich habe ihn über den Gartenzaun hinweg gefragt, ob er bei uns aushilft. Es war aber aufgrund seiner beruflichen Verpflichtungen klar, dass sein Engagement zur Winterpause endet", erklärt Prokopy, der den Erfolg Kramers, die Mannschaft unter den personellen Bedingungen auf Platz 2 zu hieven, würdigt. Allerdings gab es vor dem Spiel gegen Ermreuth II ein Zerwürfnis zwischen Trainer und Vorsitzendem Reimund Derfuß.

Es ging darum, dass die Reserve zu ihrem Spiel einen Torwart der Ersten mitnehmen wollte. Das Team aus der B-Klasse 5 hatte bereits zwei Begegnungen aus Personalnot abgesagt und für Sonntag nur zehn Spieler parat - ohne Keeper. Derfuß wollte eine Abmeldung der Mannschaft, die bei der dritten Absage unvermeidbar ist, unbedingt vermeiden, damit der künftige Trainer weiter einen Unterbau zur Verfügung hat. Weil die Schlussmänner jedoch angeschlagen waren, wollte sie Kramer sicherheitshalber beide nach Ermreuth mitnehmen. Dies führte zu einem telefonischen Streit zwischen Derfuß und dem Coach, woraufhin Kramer bis zu seinem eigentlichen Vertragsende am 30. November beurlaubt wurde. "Peter ist ein Pfundskerl und hat das nicht verdient. Diese Geschichte finde ich nicht fair", sagt Prokopy.
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