Hiltpoltstein
InFranken-Kick

Hiltpoltstein hat die besseren Nerven

Und mit Janosch Weidl einen Torhüter in bärenstarker Verfassung: Gegen Herpersdorf setzt sich der SVH mit 2:0 durch.
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Der SV Hiltpoltstein (rote Trikots) setzte sich gegen den ASV Herpersdorf mit 2:0 durch und befindet sich damit weiterhin in der Spitzengruppe der Kreisklasse 3.  Fotos: Matthias Hofmann
Der SV Hiltpoltstein (rote Trikots) setzte sich gegen den ASV Herpersdorf mit 2:0 durch und befindet sich damit weiterhin in der Spitzengruppe der Kreisklasse 3. Fotos: Matthias Hofmann
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Im InFranken-Kick aus der Kreisklasse 3 zwischen dem SV Hiltpoltstein und dem ASV Herpersdorf sahen die Zuschauer zwei grundverschiedene Halbzeiten. Zunächst drückte der ASV, im Abschluss klebte den Gästen aber die Seuche am Schuh. HSV-Torwart Janosch Weidl brachte die Angreifer mit starken Reflexen zur Verzweiflung, ehe Lukas Müller die schmeichelhafte Führung gelang. Nach dem Wechsel verdienten sich die Hausherren den Sieg, kurz vor Schluss sorgte Andreas Friedrich für die 2:0-Entscheidung.

SV Hiltpoltstein - ASV Herpersdorf 2:0
"In der ersten Halbzeit waren wir schwach, Herpersdorf ist sehr hohes Tempo gegangen. Wir können uns bei unserem Torwart bedanken, dass wir nicht in Rückstand geraten sind", analysierte Hiltpoltsteins Trainer Florian Wehrfritz.

Vor spärlicher Kulisse erwischten die Gäste beinahe einen Start nach Maß. Tom Weickmann drang von rechts in den Strafraum ein, seinen Querpass brachte Matthias Lorenz aus kurzer Distanz nicht am glänzend reagierenden HSV-Torwart Weidl vorbei (6.). Auf der Gegenseite verpasste Jonas Tillmann eine Meidl-Fanke (9.), insgesamt bestimmte Herpersdorf den ersten Abschnitt. Die Elf von Werner Kirchhoff kombinierte gefällig, einzig vor dem Tor zeigte sich der ASV wenig kaltschnäuzig. So auch nach 13 Minuten. Nico Gebhard hob den Ball in die Box, Matthias Lorenz lief ein und scheiterte an Weidl (13.). Hiltpoltstein bemühte sich, ins Spiel zu kommen, beinahe hätte Daniel Friedrich den Spielverlauf auf den Kopf gestellt. Sein Flachschuss landete am Pfosten (21.). Nun waren wieder die Gäste am Zug, in den folgenden zehn Minuten war Janosch Weidl der Hauptdarsteller. Nachdem Weickmann noch überhastet das Tor verfehlte (22.), parierte Weidl kurz darauf einen Distanzschuss stark (31.). Nur 120 Sekunden später lief Nico Gebhard allein auf das Tor zu, wieder war beim Keeper Endstation. Über Umwege gelangte das Spielgerät zu Weickmann, der es mit einem Schlenzer ins Kreuzeck versuchte. Auch diesen Versuch fischte Weidl (33.).

Hiltpoltstein wurde in dieser Phase lediglich einmal gefährlich, als Jonas Tillmann einen Eckball abfasste und an Tim Brandmüller scheiterte (30.). Ansonsten war dem ASV das Fehlen von Torjäger Stephan Escherich anzumerken. Umso schmeichelhafter war die Führung der Hausherren. Frank Gebhardt schickte Philipp Meidl auf die Reise, der mit einer schönen Flanke den aufgerückten Lukas Müller fand. Der HSV-Kapitän stand sträflich frei und traf per Kopfballaufsetzer (39.).

Nach dem Wechsel verschoben sich die Kräfteverhältnisse komplett. Hiltpoltstein übernahm das Kommando, Möglichkeiten ließen nicht lange auf sich warten. Wehrfritz (47.) und Friedrich (49./51.) hatten das 2:0 auf Fuß und Schädel, ehe Andreas Friedrich eine gute Chance liegen ließ (56.). Die Hausherren agierten ähnlich druckvoll wie Herpersdorf in Abschnitt eins, so mancher Zuschauer fragte sich, ob nun die Gäste zu einem glücklichen Torerfolg kommen sollten. Und beinahe wäre es so gekommen. Jan Krüger fasste sich ein Herz und zog aus der Ferne ab, fulminant donnerte das Leder an die Querlatte (61.). Mit diesem Highlight endeten die Offensivbemühungen des ASV. Fortan spielten ausschließlich die Gastgeber, doch den Abschlüssen von Daniel und Andreas Friedrich fehlte es an Genauigkeit (64./65./78.).

Nicht einmal die gelb-rote Karte für Florian Leibold fiel ins Gewicht (80.). Hiltpoltstein bestimmte selbst in Unterzahl das Geschehen. So war es kurz vor Schluss Andreas Friedrich, der die Entscheidung besorgte. Von Oliver Katzenberger auf die Reise geschickt, zog der Linksfuß in Robben-Manier nach innen und traf sehenswert ins Kreuzeck (89.). "Wir waren durch den Malus geschwächt, dass uns zehn Stammspieler fehlen. So ging uns die Konstanz zunehmend verloren. Blickt man auf die zweite Halbzeit, geht das Ergebnis in Ordnung, obwohl wir im ersten Abschnitt viele Chancen ausgelassen haben", analysierte Gästetrainer Werner Kirchhoff selbstkritisch. mho
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