Forchheim
Handball

Eine Frage der Betrachtung

Der Niederlage zum Trotz: Die Herren des HC Forchheim verzeichnen bei der HSG Lauf einen Formanstieg.
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Andreas Mückusch und der HC Forchheim mussten sich trotz ansprechender Leistung dem Spitzenreiter aus Lauf in der Handball-Landesliga mit 27:33 beugen.  Foto: Sportfoto Zink
Andreas Mückusch und der HC Forchheim mussten sich trotz ansprechender Leistung dem Spitzenreiter aus Lauf in der Handball-Landesliga mit 27:33 beugen. Foto: Sportfoto Zink
Ist das Glas halbvoll oder halbleer? Dieser Frage mussten sich die Landesliga-Handballer des HC Forchheim nach der 27:33-Niederlage gegen den Spitzenreiter stellen. Die Pessimisten würden antworten, dass es die "Flippers" nicht geschafft haben, die gute Leistung der ersten Viertelstunde durchzuhalten. Die Optimisten würden die deutlich verbesserte Leistung gegenüber dem letzten Spiel betonen. Letztlich treffen beide Sichtweisen zu.


HSG Lauf - HC Forchheim 33:27

Für Forchheim galt es vor allem, das letzte Heimspiel vergessen zu machen. Dafür kam das Spiel in der Rolle des absoluten Außenseiter gerade recht, da man vergleichsweise ohne allzu großen Druck agieren konnte. Das gelang phasenweise, bis zum 6:6 (13.) agierten die Flippers auf Augenhöhe mit der HSG. Die Tabellensituation spiegelte sich auf dem Spielfeld nicht wider.

Dann folgten erstmals zwei unnötige technische Fehler im Angriff des HC, die vom Gastgeber per Doppelschlag sofort in Tore umgemünzt wurden. In der Folge schien Forchheim immer mehr Angst vor der eigenen Courage zu bekommen. Trotz vergleichsweise vernünftiger Leistung in Abwehr und Angriff waren es immer wieder Ballverluste durch Aussetzer in der Konzentration, die von der HSG konsequent für einfache Gegenstoßtore genutzt wurden. So auch der letzte Treffer vier Sekunden vor Abpfiff zum Pausenstand von 19:13 für die Gastgeber.

Die Forchheimer kamen hoch motiviert aus der Kabine, der Tabellenführer schien nicht unverwundbar zu sein. Die Fehlerquote war nun niedriger als in der ersten Halbzeit, trotzdem lag der Gastgeber zeitweise mit zehn Toren in Front (26:16, 40.). Die "Flippers" konnten sich aber wieder herankämpfen (28:24, 29:25), auch dank Clemens Reim im Tor, der mit einigen Paraden glänzte. Letztlich hat es aber doch nicht gereicht, beim 33:27 ertönte der Schlusspfiff.

Das Fazit: Die Trauben hingen hoch in Lauf, aber nicht so hoch, wie mancher vielleicht befürchtet hatte. Ein Unentschieden wäre vielleicht drin gewesen, aber dann hätten die "Flippers" ihre freien Würfe genauso konsequent verwerten müssen, wie es ihnen ihr Gegner vorgemacht hat. So war es wieder nur ein Unentschieden (14:14) in der zweiten Halbzeit. "Da können und müssen wir drauf aufbauen, trotz der Niederlage ging es wieder aufwärts", sah Trainer Dirk Samel das Glas also eher halbvoll. An diese Leistung müssen die "Flippers" anknüpfen, wenn es am Sonntag nach Auerbach geht. Dann ist das Glas hoffentlich wieder ganz voll. red
HC Forchheim: Müller, Rein - Sitzmann, Neumann (2), Mückusch (2), Regelmann (3), Stöckl, Engel, Radina (8/2), Bauer (9), Ochs, Kist (1), Opitz (2), Fürch.
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