Eckental
Tennis

Eckental: Turnierchef zeigt guten Riecher

Marcus Slany hatte vor Beginn des ATP-Challenger-Turniers in Eckental auf Maximilian Marterer als Sieger getippt - und der Nürnberger steht im Halbfinale.
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Auf Maximilian Marterer ruhen die fränkischen Siegeshoffnungen. Im Achtelfinale musste er gegen den Italiener Simone Bolelli Schwerstarbeit leisten, gestern hatte er gegen Corentin Moutet leichtes Spiel.
Auf Maximilian Marterer ruhen die fränkischen Siegeshoffnungen. Im Achtelfinale musste er gegen den Italiener Simone Bolelli Schwerstarbeit leisten, gestern hatte er gegen Corentin Moutet leichtes Spiel.
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Von dem im Vorfeld hoch gehandelten Tennistrio steht einzig Maximilian Marterer im Halbfinale des "Bauer-Watertechnology-Cups" in Eckental, denn nach dem Donnerstags-Aus von Dustin Brown erwischte es am frühen Freitagnachmittag auch den an Nummer 1 gesetzten Ruben Bemelmans. Der Belgier fand in Jerzy Janowicz, exakt 50 ATP-Ränge hinter dem Turnierfavoriten gelistet, seinen Meister (4:6, 4:6). Der Wimbledon-Halbfinalist von 2013 - in diesem Jahr schaffte er als 14. auch seine bislang beste Platzierung im Ranking - servierte zwar ebenso wie sein Gegner acht Asse, hatte aber bei den Breaks das Nachsehen. Der Pole aus Lodz (Nr. 7 in Eckental) nutzte zwei seiner drei Möglichkeiten (Bemelmans 0/2) zum überraschenden Erfolg.


Bachinger eliminiert de Minaur

Auf Janowicz wartet am Samstag der Münchner Matthias Bachinger, der nach dem Break zum Satzgewinn (6:4) überraschend leichtes Spiel gegen den australischen Youngster Alex de Minaur - Finalist des Vorjahres - hatte (6:1). Weiter im Kampf um das Preisgeld (insgesamt 43 000 Euro) befindet sich sehr zur Freude der Fans auch Maximilian Marterer, der sich im Achtelfinale in einem 150 Minuten-Schlagabtausch gegen den Italiener Simone Bolelli durchsetzte (6:7, 7:6, 6:3). Ein einziges Break im dritten Durchgang entschied diesen Tennis-Krimi auf hohem Niveau und mit zwei Tiebreaks zugunsten des Nürnbergers. Der zehn Jahre ältere Italiener aus Bologna verlangte Marterer alles ab, obwohl dieser in der Asse-Bilanz klar vorne lag (17:4).

"Das Publikum war Wahnsinn, es hat so unglaublich viel Spaß gemacht. Ich dachte schon bei meinem Spiel vor zwei Tagen, die Atmosphäre sei unglaublich, aber diesmal war es noch eine Stufe besser. Wir haben ein richtig gutes Match gespielt, das jeden Satz besser wurde", sagte der 22-Jährige, der vor Kurzem erstmals in die Top 100 der Welt aufgestiegen ist, nach seinem Einzug ins Viertelfinale.

Am Freitagabend musste Marterer überhaupt nicht zittern. In nicht einmal 20 Minuten verpasste er dem 18-jährigen Franzosen Corentin Moutet eine 6:0-Abreibung. Im zweiten Satz änderte sich an der Überlegenheit des Franken nichts. Moutet gelang nur ein "Ehrenspiel" bei einer Gesamtspielzeit von 44 Minuten. Somit konnte der Siegfavorit von Turnierdirektor Marcus Slany Kräfte für das Halbfinale gegen den Österreicher Sebastian Ofner sparen.

Der Samstag startet aber um 12 Uhr mit einem Doppel, anschließend findet das Vorschlussrunden-Duell Bachinger gegen Janowicz statt, ehe zum Abschluss des vorletzten Turniertags Marterer auf den Teppich gebeten wird. Gegen 15 Uhr ist zudem ein Einlagespiel im Rollstuhltennis geplant. Am Sonntag steht um 12 Uhr das Doppelfinale auf dem Programm, um 14 Uhr steigt das Einzel-Endspiel. Vielleicht mit Maximilian Marterer und Matthias Bachinger.
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