Katharina Sturm gehört zu einem Dutzend Neuzugängen, das dem SV Frensdorf zum Aufstieg in die Bayernliga verhelfen soll. Zwar nicht für den Tabellenzweiten, aber für die 21-Jährige steht heute ein besonderes Derby auf dem Programm.

Wer hat Sie angespielt?
Katharina Sturm: Nina Peppel, die ich in der U15 des 1. FC Burk kennengelernt hatte. Auch wenn wir danach nie wieder zusammengespielt haben, stehen wir regelmäßig in Kontakt, im Moment vor allem wegen Uni und Arbeit. Sie hat vor allem einen starken Schuss und gute Übersicht.

Sie sind gerade von Greuther Fürth II zum SV Frensdorf gewechselt. Wie hat sich das ergeben?
Mit ein paar Frensdorferinnen habe ich früher in Großenseebach zusammengespielt. Nachdem ich ein Probetraining absolviert habe und der Trainer einen guten Eindruck auf mich gemacht hat, wollte ich die neue Herausforderung annehmen. Im Fußballbezirk Oberfranken sind ja für mich alles neue Gegner.

Nach vier Siegen aus fünf Partien stehen Sie auf Platz 2. Wo will der SV landen?
Die Mannschaft ist im Sommer erst in der Relegation am Aufstieg zur Bayernliga gescheitert, zudem gab es zwölf Neuzugänge, von daher ist der Aufstieg nicht abwegig, aber nicht das offizielle Ziel.

Wie weit kann es für Sie persönlich nach BOL und jetzt Landesliga noch hinaufgehen?
Ich bin mittlerweile an dem Punkt angelangt, an dem ich einsehe, dass mein Talent nicht für ganz oben reicht. Die Hauptsache ist, dass es mir Spaß macht. Aber man soll ja niemals nie sagen.

Weshalb ging es mit dem Frauenfußball beim FSV Großenseebach, wo Sie immerhin Bezirksoberliga gespielt haben, so abrupt zu Ende?
Zunächst blieb der Nachwuchs aus, so dass wir unsere Reserve abmelden mussten. Weil immer mehr Spielerinnen gewechselt sind oder aufgehört haben, hatten wir irgendwann nicht mal mehr genug Leute für eine Mannschaft. Ich schätze, dass die Arbeit auf zu wenige Schultern verteilt war, das Werben um Nachwuchs und neue Leute kam somit zu kurz.

Sie zog es daraufhin zum Kleeblatt. Was haben Sie in den zwei Jahren beim Profiverein erlebt?
Im Frauenbereich merkt man davon wenig. Der einzige Vorteil war, dass wir die Spiele der Fürther Zweitligamannschaft kostenlos sehen durften und ab und zu Freikarten für andere Partien bekommen haben.

Mit Ihren neuen Teamkollegen treffen Sie auf den FC Nürnberg II. Beim Duell am 17. September waren Sie aber nicht dabei. Warum?
Zu der Zeit war ich im Urlaub. Da ich mit der Feindschaft zwischen Club und Fürth nicht viel anfangen kann, fand ich das nicht so schlimm. Eher freue ich mich auf die Begegnung bei der SpVgg Erlangen am Samstag. Mit einigen aus der Mannschaft spiele ich in der Uniauswahl zusammen.

An wen spielen Sie weiter?
An Tim Zocher aus meinem Wohnort Hausen. Er ist unserem Heimatverein im Gegensatz zu mir immer treu geblieben. Aufgrund seines Körpers hat er sich schnell im Herrenbereich zurechtgefunden. Zudem kann er die Bälle gut halten und hat einen Bombenschuss.