Schlaifhausen
Steilpass

Die Lust auf etwas Neues

Aus Pinzberg nach Schlaifhausen: Christian Bauer folgte seinem Bruder Alexander in die Kreisklasse 2. Ein Abschied auf Dauer ist es aber nicht.
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Christian Bauer privat
Christian Bauer privat
Vor 19 Jahren war es ein Umzug, im Sommer Christian Bauers eigene Entscheidung: Der 26-Jährige verließ zum zweiten Mal seine fußballerische Heimat

Wer hat Sie angespielt?
Christian Bauer: Jakob Förstel von meinem bisherigen Verein SG Pinzberg/Gosberg. Er ist zwar vier Jahre jünger als ich, aber da wir in unmittelbarer Nachbarschaft wohnen, haben wir in der Freizeit oft zusammen gekickt. Er ist Torjäger, Vorlagengeber und engagiert sich in der Jugendarbeit, von daher ist er für den Verein unverzichtbar.

Sie haben diesen Verein im Sommer verlassen. Was waren die Gründe?
Ich habe, seitdem ich 1998 aus Höchstadt hierhergezogen bin, ununterbrochen in Pinzberg gespielt. Ich wollte einfach mal was Neues ausprobieren, einen anderen Verein kennenlernen. Da mein Bruder Alexander, mit dem ich schon immer zusammengespielt habe, nach Schlaifhausen gezogen und zum dortigen FC gewechselt ist, habe ich die Gelegenheit genutzt mitzukommen. Nebenbei spielt Schlaifhausen eine Liga höher.

Allerdings kommen Sie bei Ihrem neuen Verein nicht regelmäßig in der Kreisklassen-Mannschaft zum Einsatz. Woran liegt das?
Zum einen daran, dass ich als selbstständiger Vermögensberater nicht regelmäßig trainieren kann, zum anderen war ich bei der Hochzeit eines Kollegen eingespannt und daher öfter verhindert. Für mich steht aber der Spaß im Vordergrund, daher stelle ich mich gerne auch für die Reserve zur Verfügung.

Die erste Mannschaft steht nach Platz 5 in der Vorsaison im Tabellenkeller. Auffällig sind die Schwankungen zwischen fünf Klatschen mit mindestens sechs Gegentoren, aber auch drei "Zu-Null"-Spielen. Welche Erklärung haben Sie als Neuling?
Allen im Verein war klar, dass es heuer nicht so gut laufen wird wie in der sensationellen Vorsaison. Das Ziel war und ist, mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben. Die vielen Gegentore liegen daran, dass mehrere Führungsspieler aus der Defensive länger verletzt waren oder sind. Wenn Situationen in der Abwehr nicht mehr spielerisch gelöst werden, leidet natürlich auch die Offensive. Aber inzwischen sieht es personell wieder besser aus.

Wie schätzen Sie die Schlaifhausener Chancen in Effeltrich zum Rückrundenauftakt ein?
Bei der ersten Mannschaft ist dieses Jahr kein Trend erkennbar. Nach zwei 1:6-Pleiten hat sie sich mit dem 0:0 in Hausen zuletzt wieder gefangen. Effeltrich bringt nach einer zwischenzeitlich schlechten Phase Rückenwind aus drei Siegen in Folge mit. Ich sehe beide Teams auf Augenhöhe. Ich werde höchst wahrscheinlich in der Zweiten spielen. Das Hinspiel hat unsere Reserve mit 0:7 verloren. Am Sonntag ist meiner Meinung nach aber ein Dreier drin.

Wie lange ist Ihr Engagement beim FC ausgerichtet?
Auf kurz oder lang will ich zurück zu meinem Heimatverein Pinzberg. Die Dauer meines Verbleibs in Schlaifhausen hängt aber nicht unbedingt von Erfolgen ab. Ich wurde hier super aufgenommen und solange es mir Spaß macht, kann es noch ein Weilchen so weitergehen.

An wen spielen Sie weiter?
Zum meiner Meinung nach besten Mittelfeldspieler der Kreisliga 1, Benjamin Göhr vom TSV Röttenbach. Mit ihm habe ich vor über 20 Jahren beim TSV Höchstadt mit dem Fußball angefangen. Sein Vater und Opa waren meine ersten Trainer. Seit meinem Wegzug aus Höchstadt hatten wir leider so gut wie keinen Kontakt mehr.
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