Forchheim
Leichtathletik

Die goldenen Tage von Aarhus

Jan Schindzielorz holt sich in Dänemark über 100m Hürden den EM-Titel in der M35. Christine Priegelmeir jubelt mit den Staffel-Damen über 4x100m.
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Jan Schindzielorz lässt die Muskel spielen: Über 100m-Hürden in der Altersklasse M35 holte sich der Routinier der LG Forchheim den europäischen Titel.  Fotos: Bernd Schindzielorz
Jan Schindzielorz lässt die Muskel spielen: Über 100m-Hürden in der Altersklasse M35 holte sich der Routinier der LG Forchheim den europäischen Titel. Fotos: Bernd Schindzielorz
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Ein sehr erfolgreicher Auftritt: Die Leichtathleten der LG Forchheim kehrten mit zwei Titeln von den "European Masters Athletics" aus dem dänischen Aarhus zurück.

Jan Schindzielorz triumphierte dabei über seine Paradedisziplin, den 110m Hürden. Im Finale in der Altersklasse der Männer über 35 konnte der Routinier seine Klasse ausspielen. Im Vorfeld schon als Favorit gehandelt, hat Schindzielorz diese Last hervorragend in den Griff bekommen. Ein sehr guter Start brachte unterm Strich mit 14,11 Sekunden eine neue Bestzeit und den europäischen Titel.

Der Lauf selbst war etwas holperig, wohl deshalb, weil nach der fünften Hürde in seinem "Nachziehbein" eine leichte Zerrung zu spüren war. Fortan konnte Schindzielorz nicht mehr voll durchziehen und musste einen Gang herausnehmen. Nichtsdestotrotz deklassierte er die Konkurrenz um Längen. Die Videoanalyse zeigte dann auch, dass Schindzielorz nach der fünften Hürde etwas verhaltener sprintete. Die Silbermedaille ging mit der Zeit von 14,92 Sekunden an einen Franzosen, Bronze in 15,12 Sekunden an die Ukraine. Bei der Siegerehrung wurde für Schindzielorz ein Traum wahr: Zum ersten Mal ertönte die deutsche Nationalhymne nur für ihn.
Den Start in der deutschen 4x100m-Staffel hat Schindzielorz dagegen abgesagt, die Zerrung hatte sich im Nachgang doch als schwerwiegender herausgestellt.

Mit am Start in Aarhus war zudem Christine Priegelmeir von der LG, die Lebensgefährtin von Jan Schindzielorz. Im 200m-Sprintfinale der Frauen in der Altersklasse W35 erzielt sie mit der Zeit von 26,79 Sekunden den achten Platz. Die guten 26,40 Sekunden aus dem Vorlauf konnte sie bei widrigen Wetterverhältnissen mit Gegenwind und leichtem Regen nicht wiederholen. Trotzdem waren alle Beteiligten mit dieser Platzierung zufrieden.
Auch für Priegelmeir sollten die Tage in Dänemark mit einer Goldmedaille enden. Mit den deutschen Frauen holte sie sich den Titel über 4x100m - in sensationeller Bestzeit von 49,18 Sekunden. Noch nie zuvor in einer gemeinsamen Staffel gelaufen, konnten die vier Sprinterinnen rund eine Stunde vor dem Finale nur ein einziges Training absolvieren.

Mit einer Zuversicht, die für Außenstehende eigentlich nicht nachzuvollziehen war, ging es an den Start. Priegelmeir brachte die Staffel schon auf den ersten 100m in die Spitzenposition. Daniela Kliche festigte den Vorsprung auf der Gegengeraden und wechselte als Erste auf Sinah Hänssler. Jennifer Schmelter brachte den Vorsprung ins Ziel.
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