Wimmelbach
Kreisklasse 2 ER/PEG

Die DJK Wimmelbach ist wohl kein Geheimfavorit mehr

Nach dem 0:6 in Höchstadt klingt das 2:3 gegen den ATSV Forchheim zwar halb so schlimm, doch von der Spitzengruppe ist Wimmelbach vorerst weit entfernt.
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Standards prägten das Bild. Hier trudelt ein Ball nach einem ATSV-Freistoß am Wimmelbacher Tor vorbei.  Fotos: Uwe Kellner
Standards prägten das Bild. Hier trudelt ein Ball nach einem ATSV-Freistoß am Wimmelbacher Tor vorbei. Fotos: Uwe Kellner
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Zum Auftakt hatten sich die Teams der Kreisklasse 2 ER/PEG mit 22 Treffern begnügt. Am zweiten Spieltag fielen 36 Tore. Vor allem Langensendelbach (6:2 gegen Weilersbach), das die Tabellenführung vom ASV Höchstadt übernimmt, und Schlaifhausen (5:2 in Willersdorf) zeigten sich offensivfreudig. Mitfavorit Ebermannstadt holte in Hausen seinen ersten Sieg, die SpVgg Effeltrich dominierte das Derby gegen Poxdorf. Die DJK Wimmelbach steht nach dem 2:3 gegen den ATSV Forchheim als einzige Mannschaft noch ohne Punkt da.


DJK Wimmelbach - ATSV Forchheim 2:3

Wimmelbach und die zweite Halbzeit, Freunde sind sie in dieser Saison noch nicht geworden. In der Vorwoche ließ sich die DJK vom ASV Höchstadt abschlachten, einen Spieltag später gaben sie das gewonnen geglaubte Kerwa-Spiel gegen den ATSV aus der Hand.

Die Urlaubszeit machte beiden Derbygegnern zu schaffen, selbst die Füße von Wimmelbachs Trainer Markus Schock steckten in Stollenschuhen. Zumindest konnte er auf die zuletzt fehlenden Alexander Tully, Adrian Pakosz und Tobias Lösel zurückgreifen. Bei den Gästen schlugen sich die Urlauber sogar aufs Spielsystem nieder. Weil ihm beinahe alle Verteidiger fehlten, verzichtete Trainer Tekin Atar auf die Viererkette und stellte sich selbst als Libero auf.

Entsprechend zerfahren waren die Anfangsminuten. "Es war wie beim Tennis, die Bälle flogen hoch hin und her", fand Atar. Die leicht favorisierten Wimmelbacher hatten die Oberhand, Forchheim verteidigte wacker und setzte auf Konter. Als Konsequenz, in der Entstehung jedoch eher glücklich, fiel das 1:0: Lösel versuchte es aus der Ferne, traf einen Verteidiger, den Abpraller schoss Michael Gebhardt ins Tor (32.).

Der Knoten schien geplatzt. Wimmelbach versäumte es jedoch nachzulegen. Stattdessen gab es einen Freistoß für den ATSV aus gut 25 Metern. Marc Baumann führte aus und wuchtete den Ball traumhaft an der Mauer vorbei in den Winkel (42.). Darauf wusste die DJK eine prompte Antwort, nur zwei Minuten später köpfte Gebhardt eine Freistoßflanke von Lösel per Pfostenberührung zum 2:1 in die Maschen (44.).

Davon beflügelt hielt die Dominanz der Hausherren in den ersten Minuten des zweiten Durchgang an. Einzig die Durchschlagskraft fehlte. "Wir hatten keinen Druck und nichts zu verlieren. Aber ich habe meinen Jungs gesagt, wenn wir geduldig sind, bekommen wir unsere Chancen", erklärte Atar. Und tatsächlich: Nachdem ATSV-Torwart Luis Mechler einen Schuss von Tully pariert hatte und Wimmelbach wieder einmal in den Abwehrbeinen hängen geblieben war, leitete Andeson da Costa Silva einen Konter ein. Über die Zwischenstationen Baumann und Jeremy Hopkins nahm da Costa Silva das Spielgerät an der Sechzehnerkante wieder in Empfang und schob zum 2:2 ein (65.).

Kein Heimakteur hatte den Weg nach hinten mitgemacht. "In der Pause habe ich gemahnt, dass wir in der Defensive wach bleiben und auf Konter aufpassen müssen. Wenn man es so will, haben wir den Gegner aufgebaut. Wir haben den ATSV mit unseren Unaufmerksamkeiten stark gemacht", ärgerte sich Schock. Für sein Team kam es noch bunter. Einen weiten Freistoß von Martin Koschmieder verlängerte Hopkins im Luftduell mit dem Hinterkopf über Torwart Alexander Fediouk hinweg zum 2:3 ins Tor (77.).

Sofort stellte Atar auf Viererkette um, damit ein Mann mehr im Sechzehner ist, der dem Gegner im Weg steht. Eine Riesenchance war der DJK noch vergönnt, doch Mechler hielt den Auswärtsdreier gegen Bastian Rößler aus kurzer Distanz reflexstark fest. "Drei Chancen, drei Tore - so kann es weitergehen", freute sich Atar. "Ich habe ganz ehrlich nicht gedacht, dass wir dieses Spiel noch verlieren können. Meiner Meinung nach hatte die Mannschaft bereits zur Pause das Gefühl, dass wir den Sieg im Sack haben und hat deswegen kaum mehr etwas investiert", kritisierte Schock. uwke
DJK: Fediouk - Keul, Florian Gößwein, Rößler, Schwarzenbach, Torner, Tully, Daniel Gößwein, Pakosz, Lösel, Gebhardt (Keiner)
ATSV: Mechler - Gorita, Koschmieder, Atar, Haji-Yusef, Akar, Stein, da Costa Silva, Friesner, Baumann, Hopkins (Hoffmann, Heublein)
SR: Marc Bauer (SC Neuses) / Zus.: 60


SV Langensendelbach - SV Weilersbach 6:2

Erst eine Systemumstellung nach der Pause führte die Gastgeber auf die Siegerstraße. Bis dahin hatten Lukas Kral (10.) und Kapitän Sven Rauh (19.) für Langensendelbach sowie Sebastian Vollmeier (11.) und Dominic Amon (36.) für Weilersbach getroffen. Max Tauwald vergab per Handelfmeter die erneute Führung der Hausherren. Als "L.A." mehr über die Flügel kam, traf Marcel Bauer (52./57) zur Vorentscheidung. Alexander Wöß (75.) und Marius Dudek (88.) machten alles klar. Kurz zuvor hatte Glorias Jens Erlwein für eine Notbremse die Rote Karte gesehen.


SpVgg Effeltrich - SV Poxdorf 2:0

Das Derby zwischen den direkt aneinander grenzenden Orten war eine klare Angelegenheit zugunsten der Gastgeber. Hannes Messingschlager brachte die dominierende SpVgg erst kurz vor dem Seitenwechsel auf Vorlage von Daniel Baumgärtner in Führung (38.). Beim 2:0 profitierte der Effeltricher von einem Solo von Marcel Pffermann (67.). Seinen Hattrick verhinderte der Poxdorfer Pfosten.


SpVgg Dürrbrunn - SV Kleinsendelbach 2:4

Nach einer guten, aber torlosen ersten Hälfte kamen die Zuschauer auf ihre Kosten. Christopher Pommer (51.) und Dominik Fabricius (60.) legten für den SVK vor, Jonas Überlacker verwandelte berechtigte Foul- (56.) und Handelfmeter (70.) zum jeweiligen Ausgleich. Auch nachdem Mark Bramsche für die dritte Kleinsendelbacher Führung gesorgt hatte (64.), gab sich der Aufsteiger nicht auf , doch Überlacker scheiterte am Pfosten und SV-Keeper Dominik Brennig parierte, ehe Fabricius den Deckel draufmachte (90.).


Spvgg Hausen - TSV Ebermannstadt 0:1

Der TSV tanzte nach dem torlosen Remis am ersten Spieltag auch gestern aus der Reihe, ist mit vier Zählern aber einigermaßen auf Kurs. In einem chancenarmen ersten Durchgang parierte der formstarke Steffen Frank einen Foulelfmeter von Patrick Hutzler (37.), erst eine Viertelstunde vor Schluss überwand Yusuf Öntürk den Hausener Keeper, laut der Spvgg stand der TSV-Neuzugang allerdings im Abseits. Der Ebser Torwart Felix Bischoff hielt den Auswärtssieg gegen Wael Elhajjis Kopfball fest (83.), einen möglichen Handelfmeter bekam Hausen nicht.


DJK Willersdorf - FC Schlaifhausen 2:5

Die DJK geht personell auf dem Zahnfleisch und hatte mit einem Altherren-Akteur in der Startelf kaum eine Chance. Oliver Farr (3) und Jochen Hack (2) sorgten für die Gästetore, Sascha Postler und Tobias Hofmann für Ergebniskosmetik.


DJK Eggolsheim - SV Hetzles 3:3

Sowohl Eggolsheim als auch Hetzles wiederholten ihr Remis von vor einer Woche. Dabei führte der SV bis zur 70. Minute mit 3:1. Andreas Fechner brachte die DJK auf Zuspiel von Bruder Tobias in Führung (13.), Marcel Sauer (30.), Sebastian Schütz aus abseitsverdächtiger Position (31.) und Subhan Behzadi per abgefälschtem Freistoß (50.) drehten die Partie, ehe Andi Fechner erneut auf Querpass von Tobias mit dem Anschlusstreffer das Eggolsheimer Powerplay einläutete (70.). Mit der letzten Aktion einer längeren Nachspielzeit rettete Neu-Trainer Lutz Reinhold seinem Team einen Zähler.


Baiersdorfer SV II - ASV Höchstadt 1:0

"Man hat Höchstadt das Selbstvertrauen aus dem 6:0 gegen Wimmelbach angemerkt", sagte BSV-Coach Florian Mösel, dessen Team dennoch knapp die Oberhand behielt. Die Landesliga-Reserve war leicht spielbestimmend und hatte die etwas besseren Chancen. Als einziger verwertete Michael Messingschlager auf Pass von Damir Hasaj (65.). ASV-Keeper Lennart Rosenhahn verhinderte mit Paraden gegen Marco Joachim und Konstantin Förstel eine höhere Pleite. rup
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