Baiersdorf
Fußball-Landesliga

Der Baiersdorfer SV kommt nicht vom Fleck

Nach der starken Vorsaison kommt der BSV aktuell nicht in Tritt, hat in elf Spielen erst einen Sieg verbucht und läuft Gefahr, den Anschluss zu verlieren.
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Nachdenkliche Mienen: Coach Thomas Luckner (rechts) - hier mit Torwarttrainer Michael Teuber - sucht angestrengt nach einem Weg, die Defensivprobleme seines Teams in den Griff zu bekommen.anpfiff.info
Nachdenkliche Mienen: Coach Thomas Luckner (rechts) - hier mit Torwarttrainer Michael Teuber - sucht angestrengt nach einem Weg, die Defensivprobleme seines Teams in den Griff zu bekommen.anpfiff.info
Nach der guten vergangenen Saison war der Baiersdorfer SV eigentlich nicht im Tabellenkeller der Fußball-Landesliga Nordost erwartet worden. Doch nach elf Spielen dümpelt der BSV unten herum und muss langsam, aber sicher das Punkten beginnen, um nicht den Anschluss zu verlieren. "Die Lage ist beschissen", bringt es Thomas Luckner im Gespräch mit unserem Partnerportal anpfiff.info auf den Punkt. Der Trainer der "Krenkicker" hatte gewarnt, dass die Saison nicht einfach werden würde, doch das nützte nichts: "Wir spielen teilweise gut, aber wir bekommen immer wieder ein Ei", ärgert sich der Übungsleiter.

Die vielen Gegentore brechen dem BSV immer wieder das Genick. "Gegen Neudrossenfeld haben wir vielleicht vier Chancen zugelassen und kassieren dennoch zwei Treffer", berichtet der Trainer, der mit ansehen musste, wie Christian Wondra in einer Szene den Ball nur um Zentimeter am gegnerischen Kasten vorbeisetzte, der Ball aber praktisch im Gegenzug im Netz des BSV zappelte. Gegen den FC Lichtenfels sah der BSV kurz vor dem Schlusspfiff wie der sichere Sieger aus, ehe die 94. Minute anbrach. Da kassierte Baiersdorf doch noch den Ausgleich und musste mit nur einem Punkt leben. "Wir haben in der Saison zwei richtig schlechte Spiele gemacht. Einmal gegen die ,Spieli' und dann gegen den VfL Frohnlach. Diese beiden verlorenen Spiele tun uns richtig weh", ärgert sich Luckner über die Duelle mit den direkten Konkurrenten.

Mit den besagten sechs Punkten mehr wäre der Landesligist voll im Soll und stünde im Mittelfeld der Tabelle. So ist Baiersdorf jedoch Tabellenvorletzter vor Schlusslicht Frohnlach. Dabei bekommt der BSV seine Gegentreffer meist nach dem gleichen Muster. Entweder wird die Mannschaft ausgekontert oder kassiert ein Tor nach einem Standard. "Nur gegen den ATSV Erlangen waren die Gegentreffer herausgespielte Tore", berichtet der Trainer. "Wir haben uns defensiv zwar schon deutlich verbessert, allerdings belohnen wir uns noch nicht wirklich und bekommen immer wieder unglückliche Gegentreffer." Man arbeite jedoch an der defensiven Stabilität.

Das oberste Ziel der Krenkicker laute deswegen: Irgendwie punkten und aus dem Tabellenkeller kommen. "Die Automatismen fehlen im Moment ein bisschen", berichtet der 38-Jährige. Kein Wunder, denn die Mannschaft hat erst sieben Punkte gesammelt und entsprechend wenig Selbstvertrauen. Luckner will von Spiel zu Spiel schauen und hofft, dass es der Mannschaft gelingt, den Hebel umzulegen. Nur gegen Friesen klappte es mit einem Sieg, in vier weiteren Partien sprang zumindest ein Zähler heraus. Es ist also höchste Zeit für einen weiteren Dreier, doch ausgerechnet jetzt, am Samstag um 15 Uhr, muss der BSV zur SG Quelle Fürth, die zwar nicht so furios aufspielt wie in der Hinrunde der vergangenen Saison, aber keinesfalls als Lieblingsgegner der Erlangen-Höchstadter zu bezeichnen ist. "Das wird nicht einfach. Die Mannschaft hat schon viel Qualität", sagt Luckner, der weiß, dass die "Quelle" oft durch schnelles Umschaltspiel zu Toren kommt und damit natürlich genau auf die aktuelle Schwachstelle der Baiersdorfer zielt.
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