LKR Forchheim
Fußball

Baiersdorf und Kirchehrenbach verlieren

Der BSV in der Landesliga und der TSV in der Bezirksliga warten weiter auf den ersten Sieg. Bei Ehraboch ist aber eine deutliche Steigerung erkennbar.
Artikel einbetten
Baiersdorfs Neuzugang Dominik Schütz (l.) gegen den ersten Feuchter Torschützen Yasar Kaya. Am Ende musste sich der BSV mit 2:3 geschlagen geben.  Foto: Uwe Kellner
Baiersdorfs Neuzugang Dominik Schütz (l.) gegen den ersten Feuchter Torschützen Yasar Kaya. Am Ende musste sich der BSV mit 2:3 geschlagen geben. Foto: Uwe Kellner
Ob er will oder nicht: Allmählich nistet sich der Baiersdorfer SV im Tabellenkeller der Landesliga Nordost ein. Gegen den SC Feucht verlor die Luckner-Truppe mit 2:3 und wartet weiter auf den ersten Sieg der laufenden Saison.

Baiersdorfer SV - SC Feucht 2:3
Den Gästen fehlte ihr wohl wichtigster Akteur: Spielgestalter und Co-Trainer Marco Christ musste sich am Sprunggelenk operieren lassen, der 36-jährige Ex-Profi wird erst in einigen Wochen wieder auf den Platz zurückkehren. Sein Fehlen war beim SC unübersehbar: Gegen das frühe Pressing der Gastgeber fand Feucht überhaupt kein Mittel. Andererseits: Vor Selbstbewusstsein strotzte der BSV auch wieder nicht, viele Ungenauigkeiten im Spielaufbau prägten beidseits das Bild. Vor den Toren interessant wurde es erst gegen Mitte der Halbzeit - dann aber richtig: Zunächst traf Yasar Kaya ins lange Eck zur Gästeführung (26.), nur Sekunden später zeigte Baiersdorf aber, wie schnörkelloser Fußball funktionieren kann: Nach einem Steilpass tauchte Christian Kraus alleine vor dem Torhüter auf und schloss hoch zum 1:1-Ausgleich (27.) ab. Trotz des Gegentores: Mehr Spielkontrolle hatte in dieser Phase der Gast, bis zum Halbzeitpfiff sollte aber kaum noch etwas passieren.

Wie es schien, fand BSV-Coach Thomas Luckner in der Kabine die richtigen Worte. Sein Team nahm, wie zu Beginn des Spiels, das Zepter wieder in die Hand, große Torgefahr sollte daraus aber nicht resultieren. Nach 15 wackligen Minuten hatte sich Feucht wieder gefangen - und profitierte von einem ganz schlechten Abwehrverhalten der Gastgeber: Bei einer geklärten Freistoß-Flanke lief der BSV in einen Konter, als Nicolas Schwab den Ball vertändelte, Michael Nowak danach freie Bahn hatte und überlegt zum 2:1 (61.) einnetzte. Nicht viel anders fiel das 1:3 - nach einem Eckball kassierte der BSV wieder einen Konter, Keeper Drummer ließ den Ball von Nowak passieren und Max Schmitt bugsierte diesen ins eigene Tor (78.). Die Vorentscheidung? Nicht ganz. Per Kopf besorgte Nicolas Schwab in der Nachspielzeit noch das 2:3 - ein Tor, das aber nichts mehr änderte. tsc

Bezirksliga
Auch der zweite Spieltag in der Bezirksliga hielt für den TSV Kirchehrenbach ergebnistechnisch wenig Erfreuliches parat: Bei Türkspor Nürnberg, einst unter Dergahspor firmierend und gerade erst aus der Landesliga abgestiegen, verlor der Aufsteiger mit 0:1. Trotzdem: Im Vergleich zum 0:5 beim Auftakt gegen Lauf war schon eine deutliche Verbesserung zu erkennen.

Türkspor Nürnberg - TSV Kirchehrenbach 1:0
Da die Personalsituation noch immer angespannt ist, sich aber in den nächsten Spielen wieder bessert, war die Marschrichtung für die Gäste zunächst klar: sicher stehen, nicht allzu viel riskieren und so lange wie möglich hinten die Null halten. Eine Taktik, die in den ersten 45 Minuten voll aufging. Die Offensivreihe der Gastgeber um Neuzugang Rene Schrettenbrunner - er kam vom TSV Röttenbach - konnte sich kaum einmal in Szene setzen. Erst in der 40. Minute prallte ein Schuss an das TSV-Gestänge, bis dahin endeten die Bemühungen meist an der aufmerksamen Defensive der Gäste. "Türkspor hat enormen Druck entwickelt, wir haben aber sehr gut verschoben", sagte Coach Stephan Schleiweis, der in der Halbzeitpause umstellen und den angeschlagenen Andreas Eichenmüller vom Platz nehmen musste.

Nach dem Seitenwechsel schlug Türkspor direkt zu: Über den rechten Flügel gespielt landete der Querpass bei Mustafa Jasarevic, der zum 1:0 einnetzte (47.). Nach fünf Minuten des Sammelns fasste sich Kirchehrenbach ein Herz und versuchte, dem Spiel ein Wende zu geben. Und die Konter brachten oft Gefahr, wie durch den eingewechselten Abderazak Ayache (65.). Kurz danach re-klamierte der TSV ein Foulspiel an Niklas Stelzner im 16er. "Für mich war das eindeutig, er wird von hinten geschubst und getreten", so Schleiwies. Kurz vor Schluss offenbarte sich noch ein Hochkaräter, Andreas Warak versagten vor dem Tor aber die Nerven - der Ball landete in den Armen des Keepers (85.). Dann war Schluss, aber der Frust hielt sich bei Schleiwies in Grenzen. "Mit dem Ergebnis bin ich natürlich nicht zufrieden, mit der Leistung schon. Die Jungs haben gekämpft und gezeigt, dass sie mithalten können." Am Sonntag präsentiert sich der TSV wieder seinem Heimpublikum, wenn um 15 Uhr die Partie gegen die SG Nürnberg/ Fürth ansteht.
Verwandte Artikel
Noch keine Kommentare
Sie sind nicht angemeldet.
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentieren zu können!
registrieren