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Stadttriathlon

Stadttriathlon Forchheim: Disziplin für Disziplinen nötig

Rund einen Monat vor dem Wettkampf sind die meisten Startplätze bereits vergeben. Doch worauf lassen sich die Teilnehmer überhaupt ein? Teil 1: Schwimmen.
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Lena Drummer vom SSV Forchheim gab Sportredakteur Daniel Ruppert Tipps für die erste Disziplin beim Triathlon. Als nächstes folgt das Radfahren.  Fotos: Barbara Herbst
Lena Drummer vom SSV Forchheim gab Sportredakteur Daniel Ruppert Tipps für die erste Disziplin beim Triathlon. Als nächstes folgt das Radfahren. Fotos: Barbara Herbst
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Kraul oder Brust? Badekappe - ja oder nein? Neoprenanzug? Rollwende? In vier Wochen, am 18. Juni, findet der sechste Forchheimer Stadttriathlon statt. FT-Sportredakteur Daniel Ruppert holte sich Infos und Tipps von der SSVlerin Lena Drummer.

Die meisten Teilnehmer eines Triathlons sind geübte Sportler, doch der Schwimmsportverein Forchheim richtet sein Angebot im wahrsten Sinne des Wortes an "Jedermann", der ein oder andere könnte also ins kalte Wasser des Königsbads geschmissen werden. Wie kalt ist das 50-Meter-Becken eigentlich? Da das vor sieben Jahren fertiggestellte Gebäude für den Außenbereich auf Photovoltaik setzt, ist die Wassertemperatur abhängig vom Wetter der vorherigen Tage. "Ich mag es lieber wärmer, aber das empfindet jeder anders. Sollte die Wassertemperatur unter 21,9 Grad liegen, dürfen die Teilnehmer sogar einen Neoprenanzug anziehen", erklärt Drummer. Die Temperatur wird am Morgen des Wettkampfs vom Kampfrichter gemessen und bei der Besprechung, die für jeden Teilnehmer Pflicht ist, verkündet.


Neoprenanzug gibt Auftrieb

Der Anzug hält nicht nur warm, sondern verschafft seinem Träger auch einen Vorteil. "Der Neo gibt einem Auftrieb. Dadurch braucht man weniger Beinschlag und hat mehr Kraftreserven", sagt die 29-Jährige. Da der Körper zu überhitzen droht, ist er ab einer bestimmten Temperatur verboten. "Dafür gibt es extra Listen mit Distanzen, Altersklassen, Wassertemperatur und maximaler Schwimmzeit", sagt sie. Drei Tage vor dem kalendarischen Sommeranfang sollte das aber kaum ein Problem werden. Zumal sich die Triathleten ja (schnell) bewegen.

300 (Schüler und Fitness) oder 500 Meter (Jedermann) klingen nicht viel. Anfänger legen diese Distanz aber selten am Stück zurück. Vor allem nicht kraulend. "Der Schwimmstil ist nicht vorgegeben", beruhigt Drummer. Theoretisch könnten die Starter also auch rücklings oder schmetternd durchs Becken pflügen. "Wer gut ist, krault. Wer nicht so gut ist, schwimmt brust", schildert Drummer ihre Erfahrung. Es sei auch möglich, den Schwimmstil während des Wettkampfs zu ändern, man müsse nur darauf achten, dass man keinen anderen Teilnehmer behindert.


Auf der Bahn ist genug Platz

Jeweils etwa acht der voraussichtlich 300 Teilnehmer werden in 15-minütigen Abständen ins Becken geschickt. Angst, unter Wasser gedrückt oder gestoßen zu werden, müsse allerdings niemand haben. "Die Schwimmer werden nach ihrer erwarteten Zeit eingeteilt. Die Bahnen bieten außerdem genug Platz zum Überholen. Und sollte doch mal was passieren, sind genug Aufpasser da, die sofort eingreifen", sagt Drummer. Um sich einen Vorsprung zu verschaffen, könnte man die Rollwende anwenden. Drummer rät aber nur unter zwei Voraussetzungen dazu: "Man sollte sie vorher üben und nicht im Gedränge ausführen."

Damit niemand zu früh oder zu spät aus dem Wasser steigt, zählen die Helfer vom SSV die Bahnen, letztlich sei aber jeder selbst für die korrekte Distanz verantwortlich. Verschiedenfarbige Badekappen, die jeder Stadttriathlet im Starterpaket erhält, machen es den Zählern leicht. Die Mützen sind aber nicht nur für die Optik. "Sie halten vor allem uns Frauen die Haare aus dem Gesicht", sagt die Forchheimerin, die mit ihren SSV-Kollegen bis zu drei Mal pro Woche Schwimmtraining hat. Hinzu kommen Wettkämpfe in der Regionalliga.

Anders als beim ebenfalls vom SSV organisierten Swim & Run gibt es beim Stadttriathlon zwischen den Disziplinen keine Pause. Aus dem Becken steigend begeben sich die Teilnehmer in die Wechselzone. Dort wartet das am Morgen platzierte Fahrrad. "Zeittechnisch ist es natürlich von Vorteil, wenn man in einem Triathlon-Einteiler startet, in dem man alle drei Disziplinen absolvieren kann. Dann muss man in der Wechselzone nur die Bademütze und die Schwimmbrille gegen Helm, Sonnenbrille und Startnummer tauschen", sagt Drummer. Erfahrene Triathleten befestigten die Schuhe sogar am Rad und zögen diese während des Fahrens an.


Staffelstart ist auch möglich

Wer sich ausschließlich auf die erste Disziplin konzentrieren will, hat übrigens die Möglichkeit, an einer Staffel teilzunehmen. Was auf seine zwei Partner und alle Einzelstarter nach dem Schwimmen am 18. Juni zukommt, erfahren Sie ebenfalls im Fränkischen Tag. In den kommenden Wochen nehmen wir die Rad- und die Laufstrecke unter die Lupe.

Weitere Infos wie den Zeitplan finden Sie im Internet unter www.stadttriathlon-forchheim.de.
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