Buckenhofen
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SV Buckenhofen beißt in den sauren Apfel

Es sollte nicht sein: Im alles entscheidenden Topspiel verliert der SV Buckenhofen mit 0:5 beim ASV Weisendorf und beendet die Saison auf Rang 3.
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Trost vom eigenen Mitspieler: Der SV Buckenhofen verlor das Spitzenspiel beim ASV Weisendorf mit 0:5 und wird als Tabellen-Dritter auch kommende Saison in der Kreisliga spielen.  Fotos: Picturedreams
Trost vom eigenen Mitspieler: Der SV Buckenhofen verlor das Spitzenspiel beim ASV Weisendorf mit 0:5 und wird als Tabellen-Dritter auch kommende Saison in der Kreisliga spielen. Fotos: Picturedreams
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Es war die pure Erleichterung, die dem frisch gebackenen Meister der Kreisliga 1 in den Minuten nach dem Schlusspfiff im letzten Saisonspiel anzumerken war: Nachdem der ASV Weisendorf von Anfang an als Titelfavorit gehandelt worden war, fiel bei den Spielern nach dem triumphalen 5:0-Erfolg gegen den SV Buckenhofen der ganze Druck ab, der sich in den vergangenen Monaten aufgebaut hatte und der sich nach dem Last-Minute-Punktverlust in der Vorwoche noch verstärkt hatte. Im ganzen Jubel fanden die Weisendorfer aber auch Zeit, um den "Buckis" Trost zu spenden, die durch die Niederlage auf den undankbaren dritten Platz abrutschten. Vizemeister ist der SC Adelsdorf, der nun über die Relegation versuchen wird, dem ASV in die Bezirksliga zu folgen. Am Sonntag (17 Uhr) trifft Adelsdorf auf dem Gelände des TSV Röttenbach auf die DJK Weingarts (Zweiter der Kreisliga 2).

ASV Weisendorf - SV Buckenhofen 5:0
Da die Partie der ASV-Reserve gegen Neuhaus (2:1, damit nimmt Weisendorf II an der Relegation zum Aufstieg in die Kreisklasse teil) wegen starken Regens unterbrochen und auf dem Kunstrasen zu Ende gespielt worden war, begann das Spitzenspiel der Kreisliga 1 rund 25 Minuten später. Die Hausherren ließen sich von dieser Störung nicht beeindrucken. Nach einer ersten Chance für die Gäste übernahm der Spitzenreiter das Kommando: Tobias Geyer war durch und legte auf Co-Trainer Benjamin Pommer ab, der den Ball aus zwölf Metern direkt neben dem Pfosten zum 1:0 in die Maschen setzte (8.). In der 22. Minute schlug das Duo erneut zu: Eine Mischung aus Steil- und Querpass von Geyer, dann schüttelte Pommer seinen Gegenspieler ab und traf ins lange Eck. Auch Friedrich Leist (24.), Tim Schmidt (31.) und Oliver Maier mit einem Pfostentreffer (41.) hätten erhöhen können, doch die erste Halbzeit gehörte Pommer. Auf Pass von Andreas Schmidt zog er nach innen und machte seinen Hattrick - wieder per Flachschuss - perfekt (45.+2).

Die 2017 bis dahin ungeschlagenen "Buckis" agierten viel zu nervös. Da Adelsdorf in Großdechsendorf, wo schon eine Stunde gespielt war, 2:0 vorne lag, brauchte das Wolff-Rudel vier Tore, um die Chance auf den Aufstieg zu wahren. Doch auch im zweiten Abschnitt war von Buckenhofen kaum etwas zu sehen. Eine wahre Fehlpassflut verhinderte, dass der SV in die Nähe des Weisendorfer Tores kam. Und selbst Standards funktionierten nicht und auch über den Kampf kamen die Gäste nicht in die Partie - Simon Kupfer holte sich zehn Minuten vor Schluss die einzige Gelbe Karte der Partie ab.

Anders die Weisendorfer: Leist traf nur das Außennetz (51.), doch als der frisch eingewechselte Daniel Bretting das 4:0 erzielte, war die Meisterschaftsentscheidung gefallen (61.). Der Joker behielt vor Keeper Sascha Dinovskyy mit einem überlegten Schuss die Nerven. Nachdem Kapitän Tim Schmidt das Feld mit einem Schrei der Erleichterung verlassen hatte, traf Daniel Sand per Lupfer aus der Distanz zum Endstand (90.). Manfred Kettler pfiff die Partie gar nicht mehr an, sondern ließ den Torjubel in die Aufstiegsfeier übergehen.

"Wenn ich bedenke, dass wir vor viereinhalb Jahren im Keller der Kreisklasse waren und künftig in der Bezirksliga spielen, kann ich es noch gar nicht richtig glauben", erklärte ASV-Coach Armin Appelt. Lob gab es auch von SVB-Trainer Helmut Wolff: "Weisendorf ist hochverdienter Meister. Der ASV hat die Nerven behalten und ist mit dem Platz deutlich besser zurechtgekommen als wir. Aber ich will nicht bahaupten, dass wir auf normalem Rasen gewonnen hätten. Wir dürfen trotzdem nicht enttäuscht sein, denn die Saison, vor allem die Rückrunde, war für uns überragend." rup
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