Weilersbach
Fußball

Die DJK Kersbach darf weiter träumen

Kersbach hat das Entscheidungsspiel um Rang 2 in der Kreisklasse 2 ER/PEG gegen Ebermannstadt gewonnen und darf seinen Relegationsgegner beobachten.
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Die Kersbacher freuen sich über das 2:1 gegen Ebermannstadt, doch der Sieg im Entscheidungsspiel um Platz 2 war nur der erste Schritt in Richtung Kreisliga. Fotos: Lena Seyberth
Die Kersbacher freuen sich über das 2:1 gegen Ebermannstadt, doch der Sieg im Entscheidungsspiel um Platz 2 war nur der erste Schritt in Richtung Kreisliga. Fotos: Lena Seyberth
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Vor rund 1000 Zuschauern in Weilersbach hatte die DJK Kersbach im Duell mit dem punktgleichen TSV Ebermannstadt die etwas besseren Nerven. Im Entscheidungsspiel um Relegationsplatz 2 in der Kreisklasse 2 ER/PEG setzte sich die Mannschaft von Spielertrainer Lutz Reinhold mit 2:1 durch. Alle drei Treffer waren umstritten. Für das unterlegene Team des Trainerduos Roland Beck und Walter Horsch geht die Saison wie schon im Vorjahr mit Platz 3 zu Ende.


DJK Kersbach - TSV Ebermannstadt 2:1

Dabei legte der TSV gut los. Vom zehnminütig verspäteten Anpfiff und der Rekordkulisse ließ sich der offizielle Gast nicht beeindrucken, doch Moritz Hübschmann nach einer Ecke per Vollspann (3.) und Alexander Kapp mit einem Lupfer (9.) verfehlten das Tor. "Unsere Chancenverwertung war nicht effizient", bemängelte Beck hinterher zurecht. Doch auch der Gegner ließ seine Gelegenheiten verstreichen. Florian Seeberger stand nach einem missglückten Reinhold-Schuss im Abseits (11.), der Spielertrainer selbst war per Kopf und Fuß zu harmlos und Daniel Rille setzte das Leder aus 25 Metern drüber (37.).

Erst fünf Minuten vor der Pause brachte er den grünen DJK-Anhang unter dem Dach der Gloria-Tribüne zum Jubeln. Tobias Freimuth legte von der Grundlinie auf Rille zurück, nach dessen Kullerschuss staubte Reinhold aus abseitsverdächtiger Position ab.

Die Ebser kamen wieder mutig aus der Kabine. Max Striegel traf den Ball nach einer Ecke gut, doch der nach Buckenhofen wechselnde Keeper Lukas Porster war auf dem Posten (49.). Im Dribbling bekam Kapp 10 die Kugel an die Hand, schüttelte anschließend zwei Kersbacher ab und servierte kurz vor dem Toraus für Patrick Hutzler, der das Spielgerät ebenfalls nicht richtig traf, aber zum Ausgleich ins Tor setzte (69.).

Auch die Szene, die zum dritten Treffer führte, war - je nach Perspektive - umstritten. Aus Sicht des Autors kam Maximilian Wunder gegen Florian Seeberger einen Schritt zu spät, Johannes Noegel zeigte auf den Punkt. Der eingewechselte Philipp Fischer versenkte (72.). "Das war ganz sicher kein Elfer", klagte Beck. Einige neutrale Zuschauer hatten eher eine Strafstoß der Marke "kann man geben" gesehen.

Unter den Anfeuerungsrufen des Ligameisters aus Heroldsbach, der sich eine Verlängerung wünschte, warf der TSV alles nach vorne, doch die Zeit lief dem Team davon. "Wir waren die etwas abgezocktere und glücklichere Mannschaft" resümierte Reinhold, der sich in den Kurzurlaub verabschiedet, zum Relegationsduell aber zurück sein wird. Den Gegner beobachten seine Kollegen heute in Thuisbrunn daher ohne ihn.

"Glückwunsch an einen fairen Gegner", sagte Roland Beck, nachdem er seine Spieler getröstet und seine eigenen Tränen gerade so unterdrückt hatte.

Kersbach: Porster - Hoffmann, Weismeier, Winkler, Matthias Zametzer, Markus Zametzer, Freimuth, Christian Seeberger, Florian Seeberger, Rille, Reinhold (Liedel, Fischer)
Ebermannstadt: Bischoff - Muttke, Krappmann, Brütting, Hübschmann, Gräbner, Hutzler, Götz, Kapp, Max Wunder, Ziegler (Jungwirth, Christopher Wunder, Striegel)
Schiedsrichter: Johannes Noegel (DJK Weingarts) / Zuschauer: 1000
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