Im Zeitraum von Freitag, 22. September, bis Samstag, 7. Oktober, sind demnach im Bereich des Kellerwaldes und des John-F.-Kennedy-Rings in Forchheim mehrere Giftköder gefunden worden.

Zum Teil waren blaue Körner lose ausgebracht worden. In anderen Fällen waren Hackfleischbällchen und Bockwürste mit einer blauen Paste versehen worden.

In Zusammenarbeit mit dem Veterinäramt Forchheim wurde die Substanz bestimmt. Es handelt sich um frei verkäufliches Rattengift, welches die Blutgerinnung bei Tieren hemmt. Zwar ist die für Ratten vorgesehene Menge für Hunde nicht tödlich, dennoch sollten Hundebesitzer, deren Hunde Anzeichen von Erbrechen, Durchfall oder starkem Speichelfluss sowie übermäßigem Hecheln aufweisen, nachdem sie im Freien etwas gefressen haben, vorsorglich einen Tierarzt aufsuchen, der gegebenenfalls ein Gegenmittel verabreichen kann.

Mittlerweile konnte die Polizei den Hersteller des Produktes, der in Forchheim drei Ladengeschäfte beliefert, bestimmen. Die Ermittlungen hinsichtlich der Käufer dauern derzeit noch an.

Um eine Aufnahme solcher Köder zu verhindern, empfiehlt die Polizei, Hunde im Freien anzuleinen. Neigt der Hund dazu, alles Fremde und Unbekannte aufzunehmen und zu fressen, kann ein Maulkorb dem entgegenwirken.

Auch in Hausen und Wimmelbach wurden im genannten Zeitraum Fälle bekannt. Die Ermittlungen ergaben allerdings, dass das dort verwendete Rattengift unsachgemäß und nicht mit Zielrichtung "Hund" ausgelegt wurde. Ein Zusammenhang mit den Forchheimer Fällen besteht nach Einschätzung der Polizei nicht.

"Leider legen Hundefeinde immer wieder mit Gift oder gefährlichen Gegenständen präparierte Gegenstände aus, um den Tieren zu schaden", schreibt die Polizeiinspektion Forchheim in ihrem Bericht.

Hinweise zu Fundorten und zu Personen, die sich auf "Gassi-Strecken" verdächtig verhalten, nimmt die Polizei Forchheim unter Telefon 09191/7090-0 entgegen.

Einen weiteren Bericht zu den Giftködern finden Sie hier.