Heiligenstadt
Prunksitzung

Prunksitzung in Heiligenstadt: Publikum in ausverkaufter Oertelscheune war begeistert

Der Faschingsverein "Die heiligen Stadtschnecken" brachte am Samstag die Gäste der ausverkauften Oertelscheune in Heiligenstadt zum Toben.
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Zum Finale tanzten alle auf der Bühne. Foto: Carmen Schwind
Zum Finale tanzten alle auf der Bühne. Foto: Carmen Schwind
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"Das war genial", meinte eine Besucherin begeistert beim Verlassen der Oertelscheune in Heiligenstadt. Und ihre Begleiterin antwortete: "Das war bisher die Beste." Gemeint war die Prunksitzung des Faschingsvereins "Die heiligen Stadtschnecken" am vergangenen Samstag. Die Mitglieder des Vereins und das Markgrafenpaar Jenny I. alias Jennifer Weiß und Basti I. alias Sebastian Lux hatten die ausverkaufte Oertelscheune zum Toben gebracht. Nach dem Auftritt "der Linden" und dem Heiligenstadter Männerballett gab es kein Halten mehr und Akteure und Gäste tanzten auf der Bühne.


Markgrafenpaar und seine Hofdame

Begonnen hatte der Abend für die Besucher mit einem Gläschen Sekt am Eingang, das vom Markgrafenpaar und seiner Hofdame Andrea Hertling verteilt worden war. "Da die Prunksitzung sofort ausverkauft war, hatten wir auch in diesem Jahr bereits am Freitag eine Veranstaltung. Und am Samstagnachmittag gibt es eine für Senioren und Eltern", erzählte Andrea Hertling und schwärmte vom Markgrafenpaar, das in dieser Session schon viel unterwegs war. Nachdem Senator und Geburtstagskind Manfred Brehm mit Frau Roswitha seinen Platz im Saal eingenommen hatte, konnte es losgehen.

Die Schneckenzwerge nahmen die Gäste mit auf eine Reise zur Südhalbkugel zu kleinen tanzenden Pinguinen. "Das sieht so aus, als würde euch das Tanzen Spaß machen", fragte Moderatorin Eva-Katharina Schmidt danach das Tanzmariechen-Duo Lara und Sophia. "Das macht es", antworteten die beiden unisono. Anschließend brachten Mia Braungart und Lena Rehe die Gäste in der Kinderbütt zum Lachen als sie sich als 70-Jährige ausgaben, die jetzt Stützstrümpfe statt Strapse tragen.


Erst Küssen dann Tanzen

Nach dem Einzug und dem Tanz des Markgrafenpaares zeigte deren Garde ihr Können und Basti I. durfte die Tänzerinnen erst küssen, als er nachtanzte, was diese im vorgetanzt hatten. Nach dem Versuch eines Sprungspagats gab es glücklicherweise keine Verletzungen und das Programm konnte schwungvoll weitergehen. Knecht Rudi, der in Heiligenstadt als Matthias Löhr bekannt ist, berichtete vom Stress mit seinen Hühnern und die Schnirkelschnecken zeigten ihren Gardetanz.

Danach mussten Heiligenstadts erster Bürgermeister Helmut Krämer (CSU/Einigkeit), zweiter Bürgermeister Hans Göller (SPD) und Gundelsheims erster Bürgermeister Jonas Merzbacher (SPD) ihr Wissen auf der Bühne überprüfen lassen. Auf die Frage nach der Anzahl der Bayerischen Regierungsbezirke meinte Göller es seien neun; er konnte dann aber nur sieben aufzählen, da es nicht mehr gibt. "Dann habe ich die anderen halt spekuliert", meinte er schlagfertig. Kurz darauf war Göller sehr gerührt, weil er den "Goldschneck" überreicht bekam und Jonas Merzbacher eine gereimte Laudatio auf ihn hielt.

Begeistert waren die Gäste dann von Silke Arndt, die als "Ayse" von "Döner TV" Integration im türkisenen Dirndl vorlebte und den Besuchern türkisch beibrachte. So wissen die jetzt, dass Klebstoff "Ühü" heißen soll und eine Windel "Gülle-Hülle". Nach dem Gardetanz der Sternschnecken und dem Kindersketch mit Mia Braungart und Lena Rehe zogen die Schnirkelschnecken das Ehepaar Krämer auf die Bühne und alle mussten einen selbst erfunden Tanz mit Hüftschwung hinlegen. Da machte das Publikum dann auch gleich mit.


Anmach-Tipps von Burg- und Rosalinde

Ein Höhepunkt war der Auftritt der "Linden". Burglinde und Rosalinde, die im echten Leben Silke Arndt und Eva-Katharina Schmidt heißen, philosophierten über Politik und gaben Tipps wie man Männer im Straßencafé anmachen kann. Das Markgrafenpaar von "Narrlangia" aus Erlangen war mit Garde und Stan und Ollie angereist, die zeigten wie schwer sie auf einer Baustelle arbeiten. Nach einem Ständchen für Helmut Brehm, der seinen 66. Geburtstag feierte, kochte die Stimmung über beim Männerballett als ein hübsches Landmädel einen der tanzenden Bauern hätte aussuchen können, sich aber für Bürgermeister Krämer entschied. Der durfte deshalb auch gleich wieder auf die Bühne zum Tanzen. Zum Finale tanzten dann schließlich alle auf der Bühne.
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