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Verkehr

Pendler rund um Forchheim brauchen starke Nerven

Die Sommerferien werden auf den Autobahnen gerne für Baustellen genutzt. Wenn dann aber auch die Bahn baut, wird der Weg zur Arbeit oft zur Geduldsprobe.
Die Sommerferien werden auf den Autobahnen gerne für Baustellen genutzt. Wenn dann aber auch die Bahn baut, wird der Weg zur Arbeit oft zur Geduldsprobe. Foto: Hauser
 
von JENNIFER HAUSER
Wer momentan zwischen Forchheim und Nürnberg oder Erlangen pendelt, der muss seinen Wecker ein paar Minuten früher stellen. Der Grund: Sowohl die Bahn als auch die Autobahndirektion baut. Sie nutzen die verkehrsärmere Zeit in den Sommerferien, um möglichst viel voran zu bringen. Doch denen, die trotz Sommerferien arbeiten müssen, hilft das wenig.

Bahn-Pendler tun sich momentan schon schwer. Seit dem 1. August bis zum 9. September fallen immer wieder S-Bahnen aus, zwischen Bamberg und Nürnberg ist oft auch in verschiedene Bereichen Schienenersatzverkehr. Sicherheitshalber muss jeden Morgen überprüft werden, ob die Bahnen fahren.


Jetzt schon Ausfälle

Seit letzter Woche ist die Strecke nur noch eingleisig befahrbar, die Folge: Noch häufiger fallen Züge aus. Die Krone wird der Thematik dann nächste Woche aufgesetzt: Ab Dienstag, 22. August ist die Strecke zwischen Erlangen und Bamberg komplett gesperrt.


Verkehr verlagert sich

Der Personenverkehr der Schienen wird damit zwangsläufig auf die Autobahn verlagert. Der Zeitpunkt dafür ist aber nicht ideal. Auch dort wird die Ferienzeit genutzt, um Baustellen voran zu treiben. "Wenn wir es jetzt nicht machen, läuft uns das Wetter davon", erklärt Michael Probst, Projektleiter bei der Autobahn-Direktion Nordbayern. Er ist mit den Baustellen auf der A 73 betraut und weiß, dass sich die Baustellen hier ziehen.

"Wir haben bewusst entschieden, dass wir hier in die Maßnahme bei Forchheim alles auf einmal rein gehen, damit wir dann eine längere Zeit Ruhe haben", sagt Probst. 2019 ist der Ausbau der A 3 zwischen Erlangen und Würzburg auf der Liste und bis dahin soll die A73 soweit fertig sein.

Die aktuelle Baustelle wird aber laut Probst sogar noch in diesem Jahr fertig. "Wir treiben die Firmen auch richtig rein", verspricht er, "auch wenn es nicht immer so aussieht, die geben echt Gas." Allerdings sei vor allem der TSF-Ausbau sehr zeitintensiv. TSF, das steht für temporäre Seitenstreifenfreigabe und bedeutet, dass die Fahrbahn so umgebaut wird, dass bei Bedarf die Standspur zur dritten Fahrspur wird.


Dritte Fahrspur

"Da müssen Kameramasten angebracht werden, Brücke gebaut und Kabel verlegt werden", erklärt Probst. Die Asphaltierung sei daher der kleinere Teil der Arbeit, die in der kommenden Zeit zwischen Erlangen und Forchheim stattfindet. Ab Donnerstag, 17. August wird die Verkehrsführung zwischen Erlangen-Nord und Forchheim-Süd nun für die Baustelle umgelegt. Auf drei Kilometern zwischen Möhrendorf und Baiersdorf wird dann der Verkehr anders geleitet. Dann beginnen die eigentlichen Arbeiten.

Einen Wermutstropfen gibt es auch für das kommende Jahr: "Die Westseite ist zwischen Forchheim-Nord und -Süd wird in diesem Jahr noch nicht fertig", so Probst. Dort wird also auch 2018 noch gearbeitet werden. "Die Einschränkungen sind aber nicht so schlimm wie in diesem Jahr", sagt er, "zum Beispiel werden die Einfahrten im Süden und im Norden komplett auf bleiben." Bis es zu dieser Baustelle dann aber kommt, ist die Bahn in Forchheim hoffentlich fertig. Geplant ist, dass am 28. August die neu gebauten Bahnanlagen zugeschaltet werden können und dann auch die neuen Bahnsteige in Erlangen sowie in Bubenreuth und Baiersdorf genutzt werden können.


Keine Autobahn-Sperre

Auf der Autobahn dauert es gewohnheitsmäßig immer etwas länger. "Das liegt daran, dass wir immer zwei Fahrspuren in beide Richtungen aufrecht erhalten wollen", erklärt Probst für die Autobahndirektion Nordbayern. "Wir können halt nicht voll sperren, wie es die Bahn tut. Sonst würde es bei uns auch viel schneller gehen."

zum Thema "ICE-Ausbau"

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