Niedermirsberg
Bürgerversammlung

Niedermirsberger diskutieren bei Bürgerversammlung über den Spielplatz

Bordsteine, schlechte Sicht, Hundekacke: Diese Klassiker beherrschten die Bürgerversammlung Niedermirsberg. Und das Thema Kinderspielplatz.
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Bei Regen läuft das Wasser in die Scheune (rechts). Foto: Josef Hofbauer, Archiv
Bei Regen läuft das Wasser in die Scheune (rechts). Foto: Josef Hofbauer, Archiv
Die Wasserrinnen in der Kalkgasse, die sich gesetzt hatten, seien ausgefugt worden, berichtete Bürgermeisterin Christiane Meyer (NLE) bei der Bürgerversammlung in Niedermirsberg. Aber offenbar nicht überall. Es gebe weitere Setzungen und Risse, mahnten Versammlungsteilnehmer an.
Auch der "böse Hund" der Beerenbäuerin verbreite weiter Angst und Schrecken. Ein Rentner behauptete, das Tier habe ihn angefallen und in den Oberschenkel gebissen. Handlungsbedarf bestehe nicht, denn er habe selbst die Polizei alarmiert. Da der Hund frei herumlaufe, hätten auch die Kinder Angst. "Wenn, dann müssten wir den Kinderspielplatz einzäunen", lautete eine Forderung.


Kinderspielplatz ist Thema

Wolfgang Dorn verwies darauf, dass das Thema Kinderspielplatz in Niedermirsberg immer wieder für Gesprächsstoff sorgte. Der ursprünglich geplante Kinderspielplatz des Baugebietes Lettenwiese sei verkauft worden, weil er nicht gebraucht wurde. Der Kinderspielplatz, der dann auf Eigeninitiative hin entstand, sei mittlerweile ebenfalls aufgelöst. "Aber wenn die Grundstücksbesitzer schon einen Teil für einen Spielplatz abtreten mussten, muss seitens der Stadt auch irgendwo eine Spielmöglichkeit geschaffen werden."
Der Kinderspielplatz in der Nähe der Produktionsstätte der Beerenbauern sei "nix halbes und nix Ganzes" kritisierte Rainer Leikam. Da sei der streunende Hund und auch die Spielgeräte hätten bereits bessere Zeiten gesehen. Der Nachbarort Rüssenbach sei zwar kleiner, habe aber den schöneren Spielplatz, weshalb die Mütter diese Möglichkeit bevorzugten.
"Wenn einer der älteren von der Grundlinie aus einen Pass spielt, landet der im Tor", monierte ein Teenie die beengten Platzverhältnisse. Ihn zu drehen und zu vergrößern sei aber auch schwierig, gab Stadtrat Thomas Redel (MOG) zu bedenken, denn der tiefer liegende Teil dürfe laut Wasserwirtschaftsamt nicht aufgefüllt werden. Auch die Tatsache, dass dieser Spielplatz nur fußläufig erreichbar ist, stieß auf Kritik.
Es sei nichts geschehen, weil heuer das Fest des Musikvereins ausgerichtet wurde, analysierte Vizebürgermeister Sebastian Götz (MOG). Er schlug vor, dass sich alle Interessierten im Herbst zusammensetzen und nach Lösungsmöglichkeiten suchen sollten. Der Spielplatz müsse wieder attraktiv gemacht werden, unterstrich Thomas Redel. Und Bürgermeisterin Christiane Meyer stimmte zu, dass bei rechtzeitiger Planung auch rechtzeitig Finanzmittel in den Haushaltsplan eingesetzt werden könnten. "Wenn wir nichts für junge Familien tun, wird das Dorf immer älter", unterstrich Leikam.


Tempo 30 hilft nichts

Unzufrieden zeigten sich Diskussionsteilnehmer, dass im Ort zwar Tempo 30 angeordnet sei, dass sich aber niemand daran halte. Das führe zu Unfällen. Warum das so ist analysierte Stadtrat Franz Dorn (MOG). Solange die Hauptstraße die Vorfahrtsstraße war, habe es keinen einzigen Unfall gegeben. Seit aber die Vorfahrt am Ortsausgang in Richtung Rüssenbach zugunsten einer Rechts-vor-Links-Regelung geändert wurde, sei dieser Bereich ein Unfallschwerpunkt
Wolfgang Dorn wollte nicht verstehen, warum es nicht möglich sein sollte, in Ebermannstadt eine "grüne Welle" hinzubekommen. Hier beruhigte Bürgermeisterin Meyer. Das Straßenbauamt sei nun bereit, richtig Geld in die Hand zu nehmen. Erst aber müssten die angedachten Maßnahmen im Stadtrat diskutiert werden.
Zuvor hatte die Bürgermeisterin über die Finanzsituation der Stadtinformiert - der Schuldenstand liegt aktuell bei 9,3 Millionen Euro - und an Beispielen die sparsame Haushaltspolitik der Kommune erläutert.
Den 943 000 Euro, die über die Straßenausbau-Beitragssatzung eingehoben wurden, stünden 137 599 Euro an Honorarkosten für Ingenieurbüros gegenüber. An weiteren Einnahmen seien aus Eschlipp und Wolkenstein 190 000 Euro zu erwarten. Die Einnahmen aus Windischgaillenreuth, Rüssenbach und Moggast könnten derzeit noch nicht beziffert werden.
Auf Ausgaben müssten sich die Bürger auch wegen der neuen Globalberechnung gefasst machen. Aber auch hier sei es noch zu früh, Zahlen bekanntgeben zu können.
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