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Krenkönigin

Maria I. folgt ihrer Schwester nach

Die Dynastie Kohlmann Marloffstein setzt sich fort: Maria I. ist die neue Krenkönigin .
Krenkönigin Maria I. im Gespräch mit Moderator Klaus Karl Kraus.Pauline Lindner
 
von PAULINE LINDNER
Maria I. heißt die neue Krenkönigin und sie ist die dritte aus der Dynastie der Krenbauernfamilie Kohlmann aus Marloffstein. Ihre unmittelbare Vorgängerin war ihre Schwester Christine. Und es gibt noch eine potenzielle Thronanwärterin in der Familie, eruierte Klaus Karl Kraus, der launig den feierlichen Akt der Inthronisation moderierte.
Auch ein Bruder käme in Frage. Denn Baiersdorfs Bürgermeister Andreas Galster hätte keine Probleme mit einem Prinzen oder König. "Dadaraa" so klang es in der Jahnhalle und so heißt auch die vierköpfige Musikgruppe aus Effeltrich, die den Abend mit fränkischen Tönen und beliebten Evergreens umrahmte.
Sorgen machte sich der Moderator anfangs um die "chinesischen Wälle", die Baiersdorf umgeben. Von seinem Tipp, doch die Autobahn zu fluten, um vom Zehner eine Arschbombe zu machen, wollten die Baierdorfer nichts halten. Die Flut von 2007 ist noch zu gut in Erinnerung. Damals stand sogar die Krenkönigin als städtisches Aushängeschild auf der Liste der Einsparungsmöglichkeiten, ließ Galster zwischendurch anklingen.
Doch dazu kam es zum Glück nicht und so versammelten sich auch dieses Jahr vier ehemalige Repräsentantinnen des scharfen Gewürzes und Honoratioren aller Art, um die neunte Amtsinhaberin zu küren. Der feierliche Akt lag diesmal ganz in den Händen der Politik, genauer: in denen von stellvertretender Landrätin Gabriele Klaußner und den Bezirksrätinnen Ute Salzner und Gisela Niclas. Dazu intonierte Karl Kraus die passende Hymne: Broswörschd und Sauerkraut, nachdem die Baiersdorfer Krenweiber die neu Krenkönigin auf die Bühne geleitet hatten.
Für Geschlechter-Ausgewogenheit sorgte Staatsekretär Stefan Müller aus dem Forschungsministerium. Ihn regte die Aussage der früheren Krenköniginnen, drei von ihnen seien während der Regentschaft schwanger geworden, zu einer Studie über die potenzfördernde Wirkung des Meerrettichs an. Der running Gag des Abends war geboren. Selbst Krenbauer Gerhard Roß, der über die Arbeit auf dem Krenacker plauderte, wurde ob seiner Teilnahme an der Studie gefragt. Nicht nur des Alters wegen, sondern auch als Zweifler. "Ob der Kren da einen Einfluss hat? Aber essen tun wir viel davon." Seinen Rat beherzigte die ganze Festgemeinde und verzehrte zum Abschluss das Traditionsgericht Rindfleisch mit Kren.
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