Großenbuch
Bürgerversammlung

Lärm und Hundekot nerven die Großenbucher

Die Einwohner von Großenbuch machen ihrem Ärger Luft über Ausflügler Luft.
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Bürgermeister Heinz Richter (l.)   hörte sich die Sorgen der  Großenbuchener  an. Foto: Petra Malbrich
Bürgermeister Heinz Richter (l.) hörte sich die Sorgen der Großenbuchener an. Foto: Petra Malbrich
Vor allem sonntags und feiertags, wenn die Großenbucher ihre Ruhe haben wollen, scheppert es in den Glascontainern. Da sind sogar Ausflügler aus Fürth beobachtet worden, als sie Gläser und Flaschen aus dem Kofferraum ihrer Autos holten und in dem Glascontainer in Großenbuch entsorgten. Damit nicht genug, auch um den Container herum liege Müll. Den zwischen den Glasscherben aufzusammeln, sei keine angenehme Arbeit.

Ihren Unmut über diese Situation brachten die Großenbucher bei der gut besuchten Bürgerversammlung im Feuerwehrhaus in Großenbuch zum Ausdruck. "Ich bin diesen Sommer richtig belästigt worden", schimpfte ein Bürger, der damit der Beschwerde einer Nachbarin zustimmte. "Die Leute fahren selbst von Neunkirchen hier raus und wieder nach Neunkirchen", schimpfte er und nannte noch weitere Beispiele ungenierter Entsorgung zu sämtlichen Tageszeiten. Was tun mit dem Containern? Ob mit einem Schild die Einwurfzeiten nicht deutlicher gekennzeichnet werden könnten, fragte der Bürger. "Mit dem Schild habe ich kein Problem, aber mit der Überwachung", entgegnete Bürgermeister Heinz Richter (FWG).


"Wir haben das nie ignoriert"

Über die Neunkirchner Bürger, die eigens für die Abfallentsorgung nach Großenbuch fahren, schüttelte der Bürgermeister verwundert den Kopf. Er käme nie auf die Idee, dazu extra nach Großenbuch zu fahren. Den Vorschlag der Bürger, die Container am Parkplatz des Feuerwehrhauses aufzustellen, fand keinen großen Anklang. Die Parkplätze, die ohnehin rar seien, würden dann am Feuerwehrhaus fehlen. Gegen diesen Standort gewehrt hat ich auch Gemeinderat Ottmar Schmitt (GDG). Aber: "Das Thema Glascontainer beschäftigt uns seit 2014. Wir haben das nie ignoriert", beteuerte Schmitt.

Viele Alternativen gebe es nicht. Schmitt erinnerte an den Standort bei der Schüttscheune. Auch dort sei es zu Verunreinigungen gekommen. "Das kriegt man nicht in den Griff. Wer macht sonntags den Sheriff?", fragte Schmitt. Auch Dritter Bürgermeister Andreas Pfister (SPD) wies darauf hin, dass die Container nicht einfach aufgestellt werden können, sondern dann Abstandsflächen zu beachten seien. "Niemand wird zur Rechenschaft gezogen", ärgerte sich die Bürgerin über die sperrmüllähnlichen Verhältnisse vor dem Glascontainer. "Der Bauhof, der immer reinigt, ist spitze", lobte die Bürgerin.

Auch eine anderer Art von Schmutz erregte die Gemüter bei der Bürgerversammlung. Gemeinderat Schmitt will deshalb den Antrag stellen, Hundetoiletten in Großenbuch aufzustellen. Eine Abstimmung, ob dies von den Bürgern als Antrag im Gemeinderat gewünscht sei, ergab im Gemeinderat eine große Mehrheit. Drei bis vier mögliche Standorte hat sich Schmitt schon überlegt. Vier Toiletten empfand Bürgermeister Richter als zu viel, denn der Bauhof müsse diese auch leeren. Vor allem im Sommer keine angenehme Arbeit sei.
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