Streitberg
Umweltschutz

Kirchengemeinde Streitberg erhält "Grünen Gockel"

Was ist der "Grüne Gockel"? Pfarrerin Ulrike Werner und ihr Kirchenvorstand wissen es: Die Kirchengemeinde Streitberg hat diesen Umweltpreis bekommen.
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Das Zertifikat wird übergeben. Foto: Paul Pöhlmann
Das Zertifikat wird übergeben. Foto: Paul Pöhlmann
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Die Kirchengemeinde Streitberg hat als erste der 13 Kirchengemeinden im evangelischen Dekanat Forchheim diesen Umweltpreis bekommen. Das freut auch den Dekan Günther Werner und Wiesenttals Bürgermeister Helmut Taut (FW), die der Kirchengemeinde zu dieser seltenen Auszeichnung gratulieren.

Der "Grüne Gockel - Umweltschutz mit System" ist ein Umweltmanagementsystem nach der europäischen EMAS-Verordnung (EMAS = eco management and audit scheme), angepasst an kirchliche Bedürfnisse. Das oberste Ziel lautet: Sich in der Bewahrung der Schöpfung kontinuierlich weiter zu verbessern.

So hat sich die Kirchengemeinde Schöpfungsrichtlinien gegeben, welche dazu einladen, die Ressourcen zu nutzen und achtsam damit umzugehen. Die Frage "Was haben wir bisher unter diesen Richtlinien erreicht?" beantwortet die Pfarrerin: Es wurde unter anderem die Kindertagesstätte und der Gemeindesaal an die Nahwärmeversorgung aus dem Bürgerhaus, welche mit Holzpellets betrieben wird, angeschlossen Das Gemeindehaus wurde energetisch saniert. Die CO2 -Emission wurde von 57,9 Tonnen im Jahr auf 4,9 reduziert.

Es erfolgte auch der Umstieg auf umweltfreundliche Reinigungsmittel.

In der Kindertagesstätte gibt es ökologische Bildungsangebote mit einem gesunden Frühstück einmal pro Woche. Neu ist auch die Ansiedlung des Feuersalamanders auf dem Friedhofsgelände. In der Planung steht unter anderem die Anlegung eines Wildgartens und einer Blumenwiese auf dem Gelände des Kindergartens sowie die ökologische Umgestaltung desselben.

Einen Fallschutz wird es künftig aus Hackschnitzeln geben, nicht mehr aus Kunststoff. Auf dem Friedhof soll versucht werden, Plastikabfälle zu vermeiden. Die bisherigen Leuchtmittel in der Kita sollen schrittweise durch LED-Lampen ersetzt werden.

"Wir wollen in unserer Kirchengemeinde das Bewusstsein für den ökologischen Umgang mit der Schöpfung schärfen", sind Ulrike Werner und ihr Team überzeugt. "Ich bin sehr zufrieden, was sie in Streitberg geleistet haben und noch planen", brachte es Franz Ziegler, zuständig für die Zertifizierung beim Landeskirchenamt, bei der Überreichung der Umwelturkunde auf den Punkt.
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