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Natur

Käferbefall wird jetzt sichtbar

Die Waldbesitzervereinigung Fränkische Schweiz informiert bei Hundsboden die Waldbesitzer über die Befallsituation.
Der Borkenkäfer versteckt sich unter der Rinde der befallenen Bäume.  Fotos: Josef Hofbauer
 
von JOSEF HOFBAUER
Heuer wurden bereits mehrfach über 3000 Borkenkäfer in der so genannten Monitoring-Falle in Oesdorf gefunden. "Doch in den Wäldern gab es bislang keine Anzeichen für Aktivitäten des Schädlings", so Michael Kreppel vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Das hat sich in den letzten Wochen drastisch geändert.
Der für Egloffstein zuständige Revierförster Stefan Ludwig, der mehr als 5000 Hektar Wald betreut, hat letzte Woche im Landkreis-Forst bei Hundsboden untrügliche Zeichen für Borkenkäferbefall festgestellt. Grüne Fichtennadeln auf dem Boden, Sägemehl auf den Brombeersträuchern und sich rötlich färbende Kronen der absterbenden Bäume zeigen: Hier ist der Buchdrucker am Werk. Auch Spechteinschläge an der Rinde sind ein Hinweis, dass der Baum vom Borkenkäfer befallen ist, denn die Vögel suchen nach den Larven der Schädlinge. Schlupfwespen und der Ameisenbuntkäfer sind ebenfalls Indikatoren für den Befall der Fichten.
Der männliche Borkenkäfer, erläutert Stefan Ludwig, befällt die Bäume unterhalb der Baumkrone, bohrt ein Rammel-Loch und lockt mit seinem Sexualhormon Pheromon die Weibchen an. Die legen Eier in die Gänge und fressen sich nach unten zum Stamm hin durch. An einem Stück Rinde zeigt Ludwig wie von den Muttergängen kleinere Seitengänge abzweigen, die mit zunehmendem Alter der Larven breiter werden. Die Wasserzufuhr entlang des Stammes wird gekappt, der Baum stirbt ab.
Revierförster Ludwig rät den Waldbauern deshalb im zweiwöchigen Rhythmus ihren Fichtenbestand zu kontrollieren. "Heuer haben wir wenigstens die untrüglichen Anzeichen, die den Befall erkennen ließen. Das sei in den letzten Jahren nicht so gewesen.
Und: Die Waldbesitzer müssen schnell handeln, denn die Käfer vermehren sich explosionsartig. Die geschätzt 1500 Tiere, die einen Baum befallen haben, vernichten 20 weitere. Wird den Schädlingen nicht Einhalt geboten, befallen sie 400 Bäume.
So zeigte sich Vizelandrätin Rosi Kraus (CSU) erleichtert, dass das Borkenkäfer-Nest noch vor dem Wochenende abgeholzt wird. Damit die Borkenkäfer nicht doch noch ausfliegen, sollen die Stämme gespritzt werden, denn die nächste Generation wartet. "Wir wollen den Schädling mit allen Mitteln daran hindern sich weiter auszubreiten", betont Stefan Ludwig. Die Vermarktung der Bäume an Sägewerksbesitzer hat Benedikt Kügel von der Waldbauernvereinigung Fränkische Schweiz organisiert. Noch seien die Stämme für gutes Geld zu verkaufen...
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