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Ausgrabung

Historischer Fund bei Erdarbeiten in Neunkirchen

Auf eine historische Wasserleitung ist man bei Erdarbeiten am Brandbach gestoßen. Das Teilstück muss dringend konserviert werden, um erhalten zu bleiben.
Fotos: p
 
von PETRA MALBRICH
Neunkirchen am Brand - Auf eine alte Wasserleitung aus Holz sind die Mitarbeiter einer Firma bei Erdarbeiten am Brandbach gestoßen. Unverzüglich wurde der Förderkreis für Kunst und Kultur informiert, dessen zweiter Vorsitzender der Heimatpfleger Ernst Wölfel ist. Diese alte Wasserleitung lag in der Baugrube Färbergasse 2 in ungefähr 1,50 Meter Tiefe.
"Die Wasserleitung sieht aus wie ein großes Kantholz. Der Kern ist in der Mitte heraus geschält worden", erklärt Wölfel. Da konnte das Wasser fließen. Ein Teilstück, ein zwanzig auf zwanzig Zentimeter großes Teilstück wurde heraus gesägt und sofort in Folie eingewickelt und ins Archiv der Gemeinde gebracht. Es soll konserviert werden, muss ein Jahr lang in einer besonderen Lösung liegen, um konserviert und somit stabil zu sein. Dann soll es im Felix-Müller-Museum ausgestellt werden. Doch nun ist Eile geboten. Die freigelegte Leitung ist innerhalb von zwei Wochen schon porös geworden. "Solange sie bedeckt ist und kein Sauerstoff hinkommt, behält sie ihre Funktion", erklärt Wölfel, warum die Leitung nun so schnell zerfällt. "Auch das gut in Folie gepackte Teilstück muss innerhalb von vier Wochen zur Konservierung kommen", erklärt Wölfel. Derzeit laufen Überlegungen zwischen dem Ausgrabenden und dem Amt für Denkmalpflege, wo die alte Wasserleitung konserviert wird und wie sie dorthin transportiert wird. Dass sich der Ortsheimatpfleger darum kümmert und bei den Bauarbeiten vor Ort ist, erfreut Bürgermeister Heinz Richter. Und natürlich über den historischen Fund. "Der Fund zeigt, wie zeitig Neunkirchen eine Wasserleitung hatte", sagt Bürgermeister Richter.
In der Held-Chronik ist diese Wasserleitung auf das Jahr 1492 datiert. "1912 wurde sie stillgelegt", sagt Ernst Wölfel. Allerdings ist noch nicht ganz klar, ob sie wirklich aus dem 15. Jahrhundert stammt. Der Ausgrabende aus dem Schloss Seehof, vom Amt für Denkmalschutz, schätzt die alte Wasserleitung ins späte 16. Jahrhundert. Die Einordnung in diese Zeit sei aufgrund weiterer Funde gegeben. Die Leitung war mit einem Gefälle zum Brandbach verlegt worden. Holzleitungen waren in dieser Zeit häufig, wurden oft bis ins 19. Jahrhundert verlegt. "Das Kloster hatte eine Wasserversorgung gebraucht", sagt Wölfel. In der Polstergasse wurde so etwas nicht gefunden, was die Wasserversorgung der damaligen Zeit auf die Klosternähe einschränken könnte. Sichere Erkenntnisse gibt es darüber noch nicht. Im nächsten Jahr jedenfalls soll es im Rahmen der Kulturtage eine Ausstellung über Funde der Neuzeit geben. Die Wasserleitung kann dann auch betrachtet werden.
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