Fensterbrettla

Sitzordnung und politische Ordnung sind nicht zu trennen. Und nachdem sich der Forchheimer Stadtrat jüngst politisch neu geordnet hat, sind nun ein paar Sitz-Korrekturen fällig.
 
Denn Albrecht Waasner rückte von der FDP ab und schloss sich den Freien Wählern an. Peter Kaiser rückte von den Jungen Bürgern ab, saß lange in der Fraktionslosigkeit fest und rückte dann nah an die FDP heran.

Nun wollen also Kaiser und Waasner bei ihren neuen Freunden sitzen. Und alle müssen mitrücken. Andreas Ramisch, Chef der Hauptverwaltung, hat die neue Sitzordnung für das "Stühle-wechsle-Dich" konzipiert. Alle waren einverstanden.
Die gesamte CSU-Fraktion macht einen Linksruck (aus Sicht der Sitzenden). Und auf der Gegenseite machen die Grünen und die SPD einen Rechtsruck. FDP-Rat Sebastian Platzek wechselt die Flügel und gesellt sich zu seinem Ausschuss-Kollegen Kaiser.

Komisch, alle geraten in Bewegung; nur Peter Kaiser selbst, der CSU-Mann, der für die Jungen Bürger im Kreistag sitzt, der den Jungen Bürgern im Stadtrat den Rücken gekehrt, der vorübergehend mit den Republikanern geflirtet und sich dann neben der FDP wiedergefunden hat, dieser Kaiser darf, wie Andreas Ramisch bestätigt, "sitzen bleiben". Sieht fast so aus, als hätte sich alles um ihn herum gedreht. Hoffentlich wird ihm nicht schwindlig. roe



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