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Gesundheit

Fäkalbakterien im Aufseßer Trinkwasser

In Aufseß muss das Wasser abgekocht werden. Die ansässigen Brauereien gehen unterschiedlich mit der Situation um.
 
von CARMEN SCHWIND
Zur jüngsten Sitzung des Gemeinderats in Aufseß waren viele Zuhörer gekommen. Einer davon war Jörg Reichold von der ortsansässigen Brauerei, der sich über den neuesten Stand zum Thema Trinkwasser informieren lassen wollte. Denn seine Familie hat das Abfüllen von Bier vorübergehend eingestellt.

Bürgermeister Ludwig Bäuerlein (CSU) berichtete dem Gremium, dass bei einer routinemäßigen Untersuchung des Trinkwassers coliforme Bakterien gefunden worden waren. "Wir haben gleich Zettel verteilt; eine Anordnung zum Abkochen von Trinkwasser", trug Bäuerlein vor.

Weiter erklärte er, dass er erst erschrocken war, sich aber ganz genau bei einem Sachverständigen informiert habe. "Diese Keime kommen in der Erde vor. Es kann durchaus durch die starken Regenfälle der letzten Zeit zu Erdbewegungen ins Wasser gekommen sein", berichtete der Bürgermeister. Und dadurch seien vermutlich geringe Mengen des Bakteriums ins Trinkwasser geraten.

Die Gemeinde reagierte sofort und informierte Landratsamt und Gesundheitsamt. Zudem wird das Wasser derzeit gechlort. "Das Wasser ist vom Geschmack kaum unterscheidbar", meinte Bäuerlein.

Der Brunnen wird in den nächsten Tagen wieder überprüft. Sollte das Wasser dann keimfrei sein, wird die Anordnung aufgehoben. Allerdings werde zur Sicherheit noch bis zu 14 Tagen weiter gechlort und das Wasser dann wieder überprüft.

"Da müssen wir ganz sicher sein", meinte Bäuerlein und wies darauf hin, dass aktuell auch andere Gemeinden dieses Problem haben. Weiter erzählte der Bürgermeister, dass nach Bekanntwerden schnell die Landwirte in Verdacht geraten seien. "Ich habe mir aber von den Experten erklären lassen, dass es sich um normale Absickerungen und keine Gülle oder Gärsubstrate gehandelt hat", berichtete Bäuerlein. Er gab weiter an, dass die örtlichen Brauereien mit abgekochtem Wasser arbeiten.

Auf die Frage aus dem Gremium, ob Bürger sonst noch etwas tun können, antwortete der Bürgermeister, dass es reiche, wenn das Wasser abgekocht werde.

Jörg Reichold berichtete, dass in der Brauerei bei jedem Spülgang klares Wasser verwendet werde. Deshalb habe sich sein Vater Hilmar entschieden, das Abfüllen vorerst einzustellen. Bier, das vor dem 8. Oktober produziert wurde, wird allerdings noch verkauft.

"Statt zu brauen, gehen wir halt raus in den Wald", meinte Reichold. Außerdem wurde in seiner Gaststätte das Tafelwassergerät abgestellt.

Frank Rothenbach von der Aufseßer Brauerei erzählte, dass er seit Jahren eine UV-Anlage habe, die für das Gesamtwasser genutzt werde. Diese töte Keime ab und werde auch regelmäßig überprüft.

Josef Schmitt vom Kathi-Bräu hat den Keller voll und muss in den nächsten vier bis sechs Wochen nicht produzieren: "Bis dahin wird sich was ergeben haben."
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