Heroldsbach
Kunstkalender

Fachwerkhäuser überleben im Kalender

Zehn Jahre schon vermittelt der Heroldsbacher Maler Wolfgang Schmidt seine "Vorliebe für alte Gemäuer" in Form eines Kalenders.
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Wolfgang Schmidt  mit dem 2018er-Kalender Foto: Pauline Lindner
Wolfgang Schmidt mit dem 2018er-Kalender Foto: Pauline Lindner
Auch in diesem Jahr hat Wolfgang Schmidt Motive aus Oberfranken und speziell aus dem Forchheimer Umland zusammengetragen. Seine bewusste thematische Beschränkung beim Jahreskalender beruht auf einer Erfahrung: "Es dauert nicht lang und dann sind sie abgerissen."

Das erlebte er beispielsweise bei einem bescheidenen Fachwerkhaus in Gosberg, unmittelbar neben der Gemeindeverwaltung. Oder bei der Medbacher Mühle in Höchstadt, ein riesiges Anwesen, das immer mehr verfällt.

Für das Jahr 2018 macht er auf einen Schuppen in Schlaifhausen aufmerksam und eine Oberzaunsbacher Dorfidylle. Seinem Arbeitsort Heroldsbach - seit März arbeitet er im Anna-Maria-Haus am Dorfplatz - ist das Januar-Motiv gewidmet, das Kreuz am Weinberg. Nicht weit weg, aber eben schon in Mittelfranken liegt Schloss Hemhofen mit seinen markanten Sandsteinquadern.

"Beim Kalender fahre ich zweigleisig", erläutert Schmidt. Zum einen soll der Betrachter das Objekt - aus seiner Nähe - wiedererkennen, zum anderen verknüpft Schmidt den realistischen Stil mit leicht fantastischen Elementen, um das Bekannte zu verfremden.

Deutlich sichtbarer ist das bei seinen anderen Werken wie dem rötlichen Nashorn, das gewisse Anklänge an Dürer hervorruft. Schmidt hat das massige Tier in eine ehemalige Fabrikationshalle der Erba in Bamberg platziert.

Der Kalender ist im Forchheimer Buchhandel erhältlich und telefonisch bei Wolfgang Schmidt unter 09191/9753253 oder im Internet.
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