Dormitz
Jubiläum

Dormitz feierte 875. Geburtstag - und wie!

Was die Gemeinde mit den örtlichen Vereinen und den Marktbeschickern über die Festtage auf die Beine gestellt hatte, war ein Fest der Superlative.
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Fotos: Karl Heinz Wirth
Fotos: Karl Heinz Wirth
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Mit Worten wie "so gemütlich" "einzigartig" bis zu "alles mit viel Liebe zum Detail" spannten sich die Eindrücke der Festbesucher in Dormitz, das drei Tage lang Kopf stand.
Noch am Freitagnachmittag lag ein beschaulicher Dornröschenschlaf über dem Ort, abends strömten dann die Besucher zahlreich zum Festgelände am Rathaus, um mit der Gruppe "Absperrbänd" bis spät in die Nacht den Auftakt zu feiern. Zuvor hatten die Böllerschützen vom Schützenverein Dormitz mit Salutschüssen das Fest eröffnet. Am Samstag steigerte sich dann der Zustrom der Besucher. Für die Gäste waren die vielen Angebote, Kirchenführungen, Kunstausstellungen einheimischer Künstler und die Flut von liebevollen Details an einem Tag fast gar nicht aufzunehmen.
Für die Besucher gab es eine Zeitreise ins mittelalterliche Geschehen beim Markttreiben auf der Festwiese. Schmuck, Trinkhörner und allerlei Tand wurde an den Ständen angeboten. Am Stand bei "Karin, der Gerümpelhex" fühlte man sich in eine andere Zeit versetzt. Für bare Münze konnten Kleidung, Schwerter, Liköre, Lederartikel und verschiedenstes Zubehör erworben werden. Besonders gefallen hat mir das Lagerleben beim Mittelaltermarkt auf der Festwiese schwärmte eine Besucherin aus Erlangen. Ihren Mann begeisterte eher die Handwerkskunst als herausragende Attraktion. Besonders die Herstellung der Pfeil und Bögen begeisterte ihn, denn der Einblick in diese kunstfertige Tätigkeit zeigt wie handwerklich begabt man sein musste um solche Gerätschaften herzustellen, meinte er.
Vor allem die traditionellen Handwerkstätigkeiten und Marketender waren Anziehungspunkt. So mancher Gast fühlte sich bei diesen Eindrücken in alte Zeiten versetzt. Auf der Bühne musizierten die "Spielleute von Ammenberg" und luden mit Liedern aus der Mittelalterszene zum Singen ein. Mitreißend das Puppentheater und der Märchenerzähler - das lockte Kinder und Erwachsene an.
Für Abwechslung bei den Kindern sorgte das Karussell, das sich auch ohne Elektrizität drehte und für viel Spaß sorgte. Lobende Worte erklangen allerorts. Die liebevollen Dekorationen der Feststrecke und Lauben, die Vielzahl der Stände, die abwechslungsreichen Attraktionen die Gäste sogen die Stimmung des Festes förmlich in sich auf. Ab dem frühen Nachmittag schwoll der Besucherstrom an. Stark frequentiert die Bilderausstellung bei Karl Kittner, besser bekannt unter seinem Künstlernamen "Carlos".
Hier fühlte sich so mancher Besucher wohl und legte eine Pause unter Obstbäumen ein und genoss die gemütliche Atmosphäre. Am Abend sorgte "Blechhulza" für Stimmung. Bei Tanz und Cocktails trotzte man den kühlen Temperaturen. Um 22 Uhr dann der Höhepunkt des Samstagabends: die "Feuershow mit Flammentanz" von Mirko und seinen Frauen und Mannen. Feuerräder, funkensprühende Kreisel und Feuerspucker versetzten das Publikum in Staunen. Gespannt verfolgten vor allem die Kinder das Feuerspektakel, das nach einer Zugabe mit einem kräftigem Applaus endete.
Auch die örtlichen Vereine hatten viel zu bieten und informierten die Gäste wie etwa der Verein für Hundeerziehung. Der Freundeskreis Clairoix schenkte Champagner aus und bei Familie Steinhauer konnte man in der Weinlaube verweilen. Ein Jubiläumsbrot und Holundersirup boten der Pfarrgemeinderat zusammen mit der evangelischen Gemeinde an.
875 Jahre Dormitz werden im Gedächtnis bleiben. Für den einen wegen der zahlreichen Attraktionen, für den anderen, weil man sich einfach mal Zeit zum Feiern genommen hat. Der Dormitzer Bürgermeister Holger Bezold ist mit dem Festverlauf mehr als zufrieden. Die Besucher und Einwohner haben ein Wochenende voller unbeschwerter Stunden erlebt, dass allen noch lange in Erinnerung bleiben wird.
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