Forchheim
Fastenzeit

Die Forchheimer Redaktion will fasten

"An Aschermittwoch ist alles vorbei" heißt es an Fasching. Doch das Fasten geht an Aschermittwoch erst richtig los.
Artikel einbetten Artikel drucken
Logo: Micho Haller
Logo: Micho Haller
Es ist mal wieder soweit, kaum steht Fasching vor der Tür, ist die närrische Zeit auch schon wieder vorbei. Und dann? Die Fastenzeit beginnt und die Forchheimer FT-Kollegen sitzen zusammen und überlegen sich, wie sieht es denn heuer mit der Fastenaktion aus?
"Ich verzichte auf nichts, ich habe schon oft genug verzichtet", sagt einer der Kollegen. Er ist raus bei unserer Aktion.
"Wie wär's mit Kaffee?", fragt mich Kollegin Franziska Rieger. "Ich glaube, das ist mir zu krass", muss ich gestehen. "Lass doch mal Zucker oder Süßes weg", schlägt mir unsere Sekretärin vor. "Na dann doch lieber Kaffee", denk ich mir und dann kommt es mir. Mein Verzicht in diesem Jahr: Fertigprodukte. Das fällt mir schwer, aber ist dann für meine Umgebung trotzdem erträglich - ganz im Gegenteil zu einem Kaffee- oder Zuckerverzicht.
Die nächsten 40 Tage gibt es bei mir also weder Maggi-Fix-Produkte für Nudel-Schinken-Gratin oder Tütensuppe und genauso wenig fertige Smoothies, Salatdressing aus der Flasche oder Tiefkühlpizza. Wenn ich das so schreibe, hört es sich an, als würde ich mich nur von solchen Produkten ernähren. Das stimmt natürlich nicht, aber es ist einfach so viel leichter "Convenience Food" zu verwenden, wenn ich spät aus der Redaktion heimkomme. "Convenience Food" heißt ja auch "bequemes Essen", also auch Tiefkühl-Pommes, Fertig-Müsli und Obatzda aus der Packung. Halleluja, schon beim Nachdenken, was alles als "bequemes Essen" durchgeht, merke ich, dass das gar nicht so einfach werden wird. Aber fasten heißt ja bewusst verzichten. Meine Verzicht-Produkt-Liste steht also. Wie sieht es aber bei den Kollegen aus?
Franziska Rieger, die mir den Kaffeeverzicht nahegelegt hatte hadert auch mit ihrer Entscheidung. "Süßes auf gar keinen Fall", sagt sie, "auf Sport verzichten würde mir schwer fallen." Aber damit kommt sie natürlich nicht durch. Wir wollen unserem Körper ja nicht schaden durch das Fasten. Und da kommt ihr die Idee. Ihr Verzicht wird gleichermaßen das Valentinsgeschenk für ihren Freund. "Er wünscht sich, dass ich abends das Handy nicht mehr so oft in der Hand habe", sagt sie. Und schon während wir noch darüber reden, dass sie Zuhause aufs Smartphone verzichten will, kommen ihr Zweifel. Doch Vorsatz ist Vorsatz und die Fastenzeit dauert ja "nur" sechs Wochen...
Das härteste Los in unserer Runde hat sich Ronald Heck selbst ausgesucht. Er will so gut wie möglich auf Plastik verzichten. Das heißt, nicht sechs Roma-Tomaten abgepackt kaufen, sondern Strauchtomaten, die einzeln genommen werden können. Nicht die in Plastik verpackten Nudeln, sondern vielleicht lieber Kartoffeln? Reis aus dem Kochbeutel? Keine Chance, jetzt dann doch lieber den Reis-Sack aus dem Asia-Laden und Milch aus dem Tetrapack? Sie kennen das Spiel... Kollege Heck wird zur Glasflasche greifen. Wir sind gespannt, wie es läuft. Im FT werden wir Sie über die Fastenaktion auf dem Laufenden halten.
Verwandte Artikel
Verwandte Fotoserien
Noch keine Kommentare
Sie sind nicht angemeldet.
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentieren zu können!
registrieren