Baad
Bürgerversammlung

Brücke und Kapelle beschäftigen die Baader

Die sanierte Baader Kapelle erhielt einen Kerzenständer mit Opferstock. Die Brücke wird 2019 saniert. Bis dahin dürfen Großtransporter sie nicht benutzen.
Artikel einbetten
Der neue Kerzenständer mit Opferstock in der  Kapelle in Baad. Diese Kapelle gehört der Gemeinde und wurde saniert.Petra Malbrich
Der neue Kerzenständer mit Opferstock in der Kapelle in Baad. Diese Kapelle gehört der Gemeinde und wurde saniert.Petra Malbrich
Ein richtiges Schmuckstück ist die Baader Kapelle, die renoviert wurde. Anders als die anderen Kirchen und Kapellen gehört die Baader Kapelle nicht der Kirche, sondern der Gemeinde.

Die Kapelle liegt direkt am Jakobsweg, den viele Pilger wandern und die häufig auch in die Kapelle gehen. Doch anders als in den vielen Kapellen fehlte in der Baader Kapelle ein Kerzenständer mit Opferstock. "Pilger zünden gern Kerzen an", sagte der Baader Schorsch bei der gut besuchten Bürgerversammlung in Baad.

Georg Schmitt hat das Ganze ins Rollen gebracht. Finanziert wurde der Kerzenständer mit Opferstock aus Spendengeldern, den 260 Euro vom Johannisfeuer und einem Zuschuss der Gemeinde, die sich auch die versicherungstechnische Seite abgewickelt hat. Seitdem stehen die Kerzen fest in den vorgesehenen Kerzenständern und jeden Abend verrät das flackernde Licht, das aus der Kapelle dringt, dass Kerzen angezündet werden.

"Es wird gut angenommen", sagte Georg Schmitt. Durch die Einnahmen der angezündeten Kerzen werden neue Kerzen gekauft, und falls Geld übrig bleibt, auch mal Blumenschmuck. Nun blieb noch das Thema Einzäunen der Kapelle.

Die Kapelle war zu früheren Zeiten eingezäunt gewesen, wie Bürgermeister Heinz Richter auf alten Fotos zeigte, die er extra zur Bürgerversammlung mitgebracht hat. Die Vorteile der Umzäunung nannte Georg Schmitt: "Es ist ein abgeschlossener Bereich, zeigt etwas Eigenständiges und gibt besonderes Flair."

Bürgermeister Heinz Richter ließ in der Bürgerversammlung gleich abstimmen, ob alle Baader eine Umzäunung wünschen, was bis auf einen Bürger der deutlich mehrheitliche Wunsch der Baader war. Blieb noch die Frage nach der Art des Zauns. Von einem Holzzaun, wie er anfangs von den Baadern gewünscht war, riet Gemeinderat Anton Spatz (SPD) aufgrund der Folgekosten und Arbeiten ab. Bürgermeister Richter stimmte dem zu, nannte die ständig wachsenden Aufgaben des Bauhofs als Grund.

Die Gemeindevertreter rieten deshalb zu einem verzinkten Stahlzaun, mit Sandstein, passend zur Kapelle. Damit konnten sich die Baader durchaus anfreunden. Allerdings sind die in den Haushalt gestellten Mittel dann doch nicht ausreichend für diese Variante, weshalb im Finanzausschuss der Stahlzaun auf die Tagesordnung kommt.

Auf der Tagesordnung der Gemeinde standen vor längerer Zeit auch die Brückensanierungen. Über den Sachstand wollten die Baader informiert werden. Mit Schildern wird bislang darauf aufmerksam gemacht, dass Großtransporter derzeit nicht mehr über die Brücke fahren dürfen.

"Das Schild bleibt, bis die Brücke saniert ist", sagte Bürgermeister Heinz Richter. Das wird laut der Prioritätenliste, die von der Gemeinde erstellt wurde, 2019 sein.

Welchen Umfang diese Sanierung habe, wollte ein Baader wissen. Das könne von Neusanierung bis zur Erneuerung des Unterbaus alles umfassen. Die Brücke habe ein Fundament mit massiven Betonträgern, sagte ein Baader, der damit meinte, eine komplette Neusanierung sei nicht notwendig.

Gemeinderat Anton Spatz hielt dagegen, dass niemand sage, die Brücke halte 30 Tonnen aus und hafte dafür. Den Kopf müsse der Bürgermeister hinhalten, falls es anders komme. Vor der Sanierung werde das geprüft. Bürgermeister Heinz Richter beruhigte. "150 000 Euro sind für die Sanierung der Brücke in den Haushalt gestellt worden. Sie wird also nicht ganz abgerissen."
Verwandte Artikel
Noch keine Kommentare
Sie sind nicht angemeldet.
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentieren zu können!
registrieren