Forchheim
Jubiläum

"Auf Euch können wir uns verlassen"

Seit 125 Jahren gibt es die BRK-Bereitschaft Forchheim - ein Grund mit vielen Ehrengästen und Prominenz zu feiern.
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Viele prominente   Festgäste kamen zur  BRK-Feier  nach Forchheim.Franz Galster
Viele prominente Festgäste kamen zur BRK-Feier nach Forchheim.Franz Galster
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Die BRK-Bereitschaft Forchheim feierte ihr 125-jähriges Bestehen. Gerhard Hoch, unter anderen hauptverantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit des BRK, begrüßte dazu beim Festabend im Saal des BRK-Kreisverbands zahlreiche Ehrengäste. Unter ihnen Schirmherr und Landrat Dr. Hermann Ulm (CSU), Oberbürgermeister Dr. Uwe Kirschstein (SPD), den Vorsitzenden des BRK-Kreisverbands Franz Josef Kraus, zahlreiche politische Prominenz, Gäste der Partnerschaft aus Markelsheim sowie Partner von FFW, THW und Polizei.
Hoch erinnerte im Rückblick an die Idee des großartigen Menschen Henry Dunant, Gründer des roten Kreuzes. Dessen Leitspruch lautete "Zivilisation bedeutet, sich gegenseitig zu helfen, von Mensch zu Mensch, von Nation zu Nation". Das ist genau das, was die Bereitschaft des Roten Kreuz Forchheim seit 1892 aufopferungsvoll wahrnimmt. Hoch moderierte geschickt den Abend, erinnerte an die Zeit von 1892, als 40 freiwillige Helfer dem Männerhilfsverein unter dem damaligen Vorstand Franz Streit und dem Kolonnenarzt Dr. Amon beitraten. "Helfen ohne zu fragen" zitiert Schirmherr Ulm in seiner Festansprache einen anderen Ausspruch Dunants.
Ulm verweist an die Zehntausende freiwillige Arbeitsstunden über das Jahr. Kurz geht der Schirmherr auf die weitere Entwicklung seit der Gründung des BRK Forchheim ein. So entstand 1924 das Kolonnenhaus in der Hornschuchallee, 1932 gründeten sich zwei weitere Kolonnen in Gößweinstein und Gräfenberg, wobei sich das BRK in den damaligen Landkreisen Forchheim, Ebermannstadt und Pegnitz weiter ausbreitete. 1947 und 1948 kamen die Berg- und Wasserwacht hinzu, 1959 eine weitere Kolonne in Kersbach. Ein Meilenstein war die Errichtung und Eröffnung des Senioren- und Pflegeheims Forchheim in der Hainbuchenstraße 1973.
Die Aufzählung lässt sich noch weiter fortsetzen und zeigt das großartige Schaffen des BRK-Kreisverbandes Forchheim und der Bereitschaft im Besonderen. Ulm erinnert an Unfallrettung und Krankentransport, die wertvolle fachliche Ausbildung der Bevölkerung, hauptamtlich und nebenamtlich. Oberbürgermeister Kirschstein verwies an den heute oft gehörten Satz "Leistung muss sich wieder lohnen", der in finanzieller Hinsicht geprägt wurde. Beim BRK dagegen gelten Grundsätze wie Menschlichkeit und gesellschaftliches Engagement. Dafür zollte er seine Respekt und Dank.
MdB Thomas Silberhorn (CSU) erinnerte an den menschlichen Umgang im Krieg nach der Genfer Konvention. Er griff zudem ein Thema auf, dass sich bei manchen Rednern wie ein roter Faden mit durchzog. Helfen, wo es geht, gehöre zum Rettungsdienst des BRK, nicht wegschauen. Dabei geißelte er die Neugierigen, die die Rettung bei Unfällen behinderten und Menschenleben gefährden. "Wenn wir Euch brauchen, können wir uns auf Euch verlassen", sagte er dankbar an die Helfer gewandt: " Ihr opfert das Wertvollste, was ihr habt, eure Zeit." Man habe einen Dienstkalender rund um die Uhr.
"Das Rote Kreuz ist zum Symbol der Mitmenschlichkeit geworden", meinte Franz Josef Kraus. Er sagte auch allen Mandatsträgern Dank für ihre Unterstützung. Gerhard Hoch und Kreisbereitschaftsleiter Helmut Karg dankte er für die Ausrichtung des Festabends. Für den BRK Bezirksverband Mittel- und Oberfranken gratulierte Wolfgang Plattmeier. Die Forchheim haben den Grundgedanken des BRK verstanden und sich eingebracht, sagte er. Es sei auch für die Politik eine Freude zu sehen, wie die diversen Rettungssysteme zusammen funktionierten.
Plattmeier überreichte an Bereitschaftsleiter Sebastian Wolf von der BRK-Bereitschaft Forchheim in dankbarer Anerkennung für 125 Jahre im Dienste der Menschlichkeit die Henry-Dunant-Plakette. Bereitschaftsleiter Sebastian Wolf und Kreisbereitschaftsleiter dankten für den Einsatz, verwiesen auf die Geschichte des BRK und seinen Gedanken.
Die Liste der Redner war lang. Sie zeigte ein funktionierendes Netzt der verschiedenen Rettungsdienste. Franz Imhof von der Partnerbereitschaft Markelsheim überreichte ein Erinnerungsgeschenk an seinen Partner von der Forchheimer Bereitschaft, Sebastian Wolf. Dr. Hermann Ulm zeichnete Thomas Gumbmann für 25 Jahre Dienst für das BRK aus und überreichte eine Urkunde, unterzeichnet vom Bayerischen Innenminister. Gerhard Hoch dankte Patrick Hoch und Nicole Endres für die Erstellung der Festschrift. Zum Abschluss lud er zum ökumenischen Blaulichtgottesdienst und zum Tag der offenen Tür.
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