Ich willige einX

Diese Website verwendet das Besucheraktions-Pixel von Facebook für statistische Zwecke. Mit einem Cookie kann so nachvollzogen werden, wie unser Marketing auf Facebook wirkt und wie wir es verbessern können. Wir freuen uns, wenn Sie uns Ihr Einverständnis hierzu erteilen. Eine genaue Beschreibung zum „Besucheraktions-Pixel“, zu Cookies im Allgemeinen und Ihrem Widerspruchsrecht, das Sie jederzeit ausüben können, steht Ihnen in unserer Datenschutzerklärung unter hier zur Verfügung.

Natur

Achtung, giftige Pflanze: Riesenbärenklau in Eggolsheim

Die Nähe des Riesenbärenklaus sollten Menschen unbedingt meiden.
Die Nähe zu einem Riesenbärenklau tut den Menschen nicht gut.  Foto: Carmen Schwind
 
von SYLVIA HUBELE
Dicht am Kanal, dort wo hinter dem Sportplatz der Eggerbach mündet und eine Sitzgruppe Fahrradfahrern Rast bietet, wächst der Riesenbärenklau. Allerdings steht er etwas vom Weg entfernt mitten im Gebüsch.

"Anfang der kommenden Woche wird er von den Mitarbeitern des Bauhofs Eggolsheim entfernt", versichert Oliver Eppenauer. Er ist im Markt Eggolsheim für die öffentliche Ordnung und Sicherheit zuständig. Auf gemeindlichem Grund wird der Riesenbärenklau vom Bauhof entfernt. In Schutzkleidung sammeln dessen Mitarbeiter die Pflanzen ein, graben sogar die Wurzel aus und stecken alles in Müllsäcke, so dass es in der Müllverbrennung sicher entsorgt werden kann. In den vergangenen Jahren hat der Bauhof am Kanal schon mehrfach Pflanzen des Riesenbärklaus entfernt. "Wir sind sensibilisiert!", sagt Eppenauer.


Keine Verwechslungsgefahr

Allerdings ist es gut, wenn die Bürger ebenfalls aufmerksam sind und das Vorkommen der Pflanzen melden. Wächst sie auf privatem Grund, ist der jeweilige Eigentümer für deren Entfernung verantwortlich.

Peter Weisenberger, Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbands im Landkreis Forchheim, ist im Landkreis für den Riesenbärenklau und andere Pflanzen zuständig. "Der Riesenbärenklau kann kaum mit anderen Pflanzen verwechselt werden", erklärt er. Seine Heimat liegt im Kaukasus. Der Riesenbärenklau wurde als Zierpflanze und Bienenweide nach Europa geholt, entpuppte sich dafür jedoch als ungeeignet. Weisenberger warnt: "Der Riesenbärenklau darf weder angefasst werden, noch ist es gut, lange in seiner Nähe zu bleiben." Die Cumarine in der Pflanze gasen aus und können noch ein paar Tage später Hautschäden verursachen. Die Haut bildet Blasen wie bei einer Verbrennung zweiten Grades, die Wunden nässen und heilen nur schwer.

Wer mit den Pflanzen in Berührung kommt, sollte auf kei-nen Fall in die Sonne gehen: Das Cumarin reagiere fototoxisch. Im Dunkeln dagegen passiere nichts. Mit gründlichem Duschen lassen sich die Wirkstoffe von der Haut waschen.


Ausladendes Blattwerk

Cumarine kommen auch bei einheimischen Pflanzen vor, berichtet Weisenberger. Der intensive Duft von Heu oder Waldmeister wird davon verursacht, aber auch das Kopfweh nach zu viel Waldmeistergenuss.
Riesenbärenklau vermehrt sich sehr gut: Eine Pflanze kann bis zu 50 000 Samen ausbilden. Die Samen sind schwimmfähig und breiten sich deshalb gut entlang von Gewässern aus, können aber auch über anhaftende Erde an Fahrzeugreifen verteilt werden. Da das ausladende Blattwerk sämtliche darunter wachsenden Pflanzen beschattet, setzt sie sich durch.

Wer Riesenbärenklau im Garten findet, sollte sich mit dichter Kleidung schützen und die Pflanze gänzlich entfernen, am besten vor der Blüte oder Samenreife. Auf gar keinen Fall gehört diese Pflanze auf den Kompost: Hier würde sie optimale Wachstumsbedingungen finden. Deswegen ist ein Müllsack und die Müllverbrennung der sichere Weg.
Newsletter kostenlos abonnieren


noch Zeichen



Bitte melden Sie sich an, um kommentieren zu können:

Sie sind noch nicht registriert? Bitte hier registrieren.