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Rollenspiel

Wirklichkeit aus, Fantasiewelt an

Rund 250 Jugendliche verwandeln sich in Morschreuth in Magier, Elfen und Krieger. Am Sonntag endet ihr Zeltlager.
Am Grill stärkt  sich die  Ausbildungsgruppe "Lanze 6".
 
Die Welt befindet sich im Kriegszustand. Ein Heer aus Untoten macht die Grafschaft "Selbion" unsicher. Die jungen Rekruten des Landes versammeln sich im Ausbildungslager "Rosefire", um sich für die Entscheidungsschlacht zu wappnen. Was hier düster klingt, ist die fiktive Welt des Larp-Spiels "Felder der Ehre". Sechs Tage lang haben sich rund 250 Jugendliche in diese Welt gestürzt. Sie wählten dafür ein Zeltlager in Morschreuth.
Larp, das bedeutet so viel wie Live-Rollenspiel. Die Teilnehmer denken sich einen Charakter aus, den sie in der Spielwelt verkörpern wollen.Im Endeffekt ist es nicht viel anders als Theater spielen. Bloß dass die Schauspieler nicht nach der Aufführung aus ihrer Rolle schlüpfen. Sondern für fast eine ganze Woche in ihrer Rolle leben. Für diese Zeit tragen sie mittelalterliche Kleidung und passen sich dem Tagesablauf der fiktiven Spiel-Welt an.
Eine wichtige Person im Spiel ist der Elfenmagier Shelquaraz Alagos ed i noss (deutsch: aus dem Hause) Nolwe. Er vertritt die Elfen im Menschenreich und greift mit seinen magischen Fähigkeiten in die Kämpfe ein.
Hinter diesem Charakter steckt, mit einem ebenso klangvollen Namen, der 18-Jährige Sharru Elessar Möller aus der Nähe von München. "Ich bin mit Fantasy aufgewachsen", sagt der Jugendliche. Schon seine Eltern waren große Fans der Fantasie-Welten und schenkten ihm deshalb auch den außergewöhnlichen Namen. So ist es kaum verwunderlich, dass Möller nun schon zum dritten Mal bei "Felder der Ehre" teilnimmt.
Manchen Leuten kommt sein Hobby seltsam vor, aber Möller gefällt es, aus seiner Rolle im wahren Leben auszusteigen und mal jemand ganz anderes zu sein. "Das ist wie Ferien von mir selbst", schwärmt der 18-Jährige.

Zwerge, Elfen oder Menschen


In Morschreuth können die Jugendlichen zwischen Fantasy-Wesen wie Zwergen oder Elfen wählen, aber auch ganz normale Menschen darstellen. Zusätzlich überlegen sie sich einen Namen, Familie und Herkunft für ihren fiktiven Charakter. Während der Zeit im Camp dürfen sie nicht aus ihrer Rolle fallen.
Im Ausbildungslager "Rosefire" steht den jungen Rekruten vier verschiedene Ausbildungsrichtungen offen: Heiler, Krieger, Waldläufer oder Magier. In den jeweiligen Gebieten erhalten sie eine Grundausbildung, die auch ihre Stellung in der Camp-Hierarchie bestimmt. Das bedeutet, dass sie gegenüber Adeligen oder auch Ranghöheren bestimmte Verhaltensregeln einhalten müssen.
Damit die Charaktere so real wie möglich wirken, gibt es auch Theaterworkshops im Camp. Hier wird zum Beispiel geübt, wie sie möglichst effektvoll in der Schlacht Verwundete mimen. Natürlich wird nur mit Waffen aus Pappmache gekämpft, die die Kämpfer zuvor selbst angefertigt haben.
Natürlich steht bei alledem der Spaßfaktor an erster Stelle. Aber Campleiter Bruno Wissenz von der Pautzfelder Eventagentur Ellodan Creative Works möchte dem Ganzen auch einen pädagogischen Charakter verleihen. Sein Ziel ist es, den Jugendlichen Werte wie Verantwortung, Zusammenhalt und Hilfbereitschaft zu vermitteln.
Nebenbei bekommen die Teilnehmer in Morschreuth ein kleines Survival-Training verpasst. Denn Strom gibt es im Camp nicht. Auch Handys oder MP3-Player sind tabu. Die gab es ja bei "Herr der Ringe" schließlich auch nicht.


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