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Region  // Forchheim

Weißer Ring fordert Sensibilität im Umgang mit Opfern

Wer beruflich mit Kriminalitätsopfern zu tun hat, muss sich besser als andere in deren Situation hineinversetzen können.
Monika Vieth Foto: privat
 
"Ob Anwälte, Richter oder Mitarbeiter von Behörden: Viele, die in ihrem Berufsleben mit Kriminalitätsopfern zu tun haben, gehen zu wenig auf deren Anliegen und Wünsche ein, da sie sich nicht hinreichend in deren Lage hineinversetzen können", kritisiert Monika Vieth. Sie ist seit über 20 Jahren Leiterin der Außenstelle Forchheim Stadt und Landkreis.

Oft sei es nicht nur das Verbrechen selbst, an dessen Folgen Opfer körperlich und psychisch jahrelang leiden. Auch mangelnde Sensibilität derer, die beispielsweise im Verlauf eines Strafverfahrens mit Opfern in Kontakt kommen, sorge für zusätzliche Belastung. "Häufig fehlt der Blick dafür, was Opfer brauchen und was ihnen beim Verarbeiten der Tat hilft", stellt Vieth fest. Der Weiße Ring fordert aus- und weiterbildende Einrichtungen der entsprechenden Berufsgruppen auf, die Perspektive von Kriminalitätsopfern fest in ihre Lehrpläne zu integrieren.
"Es geht darum, das richtige Bewusstsein für die Situation von Opfern zu schaffen und so zu einem sensibleren Umgang mit ihnen beizutragen", so Vieth. Der Weiße Ring gibt seine über 40-jährige Expertise in Sachen Opferhilfe und Opferrechte bereits an Externe weiter.


Aus- und Weiterbildung

So bietet die Weiße-Ring-Akademie für Berufsgruppen, die mit Opfern in Kontakt treten, spezielle Seminare und Schulungen an: zum Beispiel Seminare für Anwälte oder Polizisten zum Thema des Opferentschädigungsgesetzes oder der psychosozialen Prozessbegleitung.

Auch in der professionellen Aus- und Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter steht die Vermittlung der Opferperspektive beim Weißen Ring an oberster Stelle. Opferhelfer durchlaufen unter anderem Seminare, in denen Inhalte zu den Themen Opferrechte in- und außerhalb von Strafverfahren vermittelt werden.
Auch das Thema "Psychotraumatologie" nimmt einen hohen Stellenwert ein, um den richtigen Umgang mit traumatisierten Opfern zu erlernen. Ebenfalls wichtig ist das Thema "Kommunikation", um in der Beratung und im direkten Kontakt mit Opfern den richtigen Ton zu treffen und die Balance zwischen Nähe und Distanz zu wahren.

Unterstützer Die Forchheimer Außenstelle des Weißen Rings sucht Unterstützer. "Wir freuen uns über jeden, der ein Ehrenamt übernehmen und sich in diese Gesellschaft einbringen will", sagt Vieth.

Kontakt
Wer Interesse an einem Ehrenamt beim Weißen Ring hat, kann sich bei Monika Vieth, unter Tel. 09545/ 509099 oder auch per E-Mail an mkavieth@t-online.de melden.
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