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Region  // Forchheim

Kennzeichen

Warum Halter von Mofas und Mopeds 2017 schwarz fahren

Auch manche Fahrzeuge ohne Zulassung haben Nummernschilder. Der Grund: Sie sind versicherungspflichtig. Die Kennzeichen-Farbe variiert dabei.
Die seit dem 1. März 2017 gültigen Versicherungskennzeichen für Mopeds und Co. sind an ihrer schwarzen Farbe zu erkennen. Fotos: Ronald Rinklef
 
von ANDREAS SCHMITT
Seit dem 1. März ist Schwarzfahren Pflicht. Zumindest für Verkehrsteilnehmer, die mit Mopeds, Mofas oder Leichtkraftfahrzeugen unterwegs sind. Denn diese sind zwar nicht zulassungs- oder steuerpflichtig, müssen aber haftpflichtversichert sein. Als Nachweis, dass dies geschehen ist, gibt es spezielle Kennzeichen, deren Farbe von Jahr zu Jahr variiert.

"2016 waren sie grün, 2015 blau und seit 1. März 2017 sind sie schwarz", erläutert Holger Brendel aus der Presseabteilung der Huk-Coburg, dessen Unternehmen ein Anbieter der so genannten Versicherungskennzeichen ist und der uns bei der Beantwortung wichtiger Fragen rund um die umgangssprachlich auch Moped-Kennzeichen genannten Nummernschilder geholfen hat.

1.Warum gibt es Moped-Kennzeichen?
Mit dem Besitz beweist der Halter, dass er sein Fahrzeug versichert hat und damit alle Personen-, Sach- und Vermögensschäden abgesichert sind, die das Moped oder der Roller bei Dritten verursachen. Im unteren Rahmen des Schildes ist das jeweilige Versicherungsjahr eingeprägt. Bei dem durch unser Foto gezeigten Beispiel steht "GDV 2017" für "Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft".

2. Warum benötigt man jedes Jahr ein neues Kennzeichen?
Weil jedem Jahr eine bestimmte Farbe zugeordnet ist, lässt sich schon von weitem erkennen, ob das Moped oder der Roller den vorgeschriebenen Versicherungsschutz hat. Dieser gilt grundsätzlich nur ein Jahr und wird nicht automatisch verlängert. Der Gültigkeitszeitraum entspricht dem Versicherungsjahr, das immer am 1. März beginnt und am 28. oder 29. Februar des Folgejahres endet. Wer ohne gültiges Versicherungskennzeichen angetroffen wird, macht sich strafbar. Nach Paragraf 6 des Pflichtversicherungsgesetzes drohen Freiheitsstrafen bis zu einem Jahr oder Geldstrafen.

3. Wie komme ich an ein neues Kennzeichen?
Versicherungskennzeichen sind bei Versicherungsagenturen vor Ort und auch bei vielen Banken und Sparkassen sowie Automobilclubs erhältlich. Versicherungsagenturen haben in der Regel einige Kennzeichen vorrätig, die Kunden nach der Zahlung des Versicherungsbetrags direkt mitnehmen können. Bei manchen Versicherungen kann das Kennzeichen auch online beantragt werden. Nach Zahlungseingang wird es dann gemeinsam mit dem Versicherungsschein per Post versendet.

4. Wie viele "Moped-Kennzeichen" sind in Deutschland im Umlauf?
In der Bundesrepublik gibt es rund zwei Millionen Fahrzeuge mit "Moped-Kennzeichen". Holger Brendel von der Huk-Coburg sagt, sein Unternehmen versichere davon bundesweit mehrere Zehntausend im Jahr.
Für den Kreis Forchheim konnte er keine Zahlen nennen. Steven Stief von der Finanzagentur Franken-Mitte, die für die Barmenia Versicherung in Forchheim Mopeds, Mofas und Co. versichert, spricht von 20 bis 30 abgeschlossenen Versicherungen pro Jahr.

5.Was kostet die Versicherung eines "Moped-Kennzeichens"?
Dies hängt vom Alter des Fahrers und von der Zahl der Versicherungsmonate ab. FT-Stichproben ergaben, dass der Jahresbeitrag für Personen ab 23 Jahren zwischen knapp 40 und gut 50 Euro kostet. Fahrer unter 23 Jahren müssen hingegen zwischen 75 und 80 Euro zahlen.

Versichert man sein Fahrzeug nicht für die vollen zwölf Monate, ist der Beitragssatz niedriger. Krankenfahrstühle sind in der Regel billiger als die restlichen Fahrzeuge. Außerdem bieten viele Versicherungen auch Teilkasko-Verträge mit etwas geringeren Grundkonditionen als bei der Haftpflicht an. Die Selbstbeteiligungs-Summen liegen dabei zwischen 150 und 300 Euro.




Fahrzeuge mit "Moped-Kennzeichen


Die Versicherungspflicht
bezieht sich nicht nur auf Mopeds und Roller, sondern alle Kleinkrafträder mit einem Hubraum von maximal 50 Kubikzentimetern und einer maximalen Höchstgeschwindigkeit von 45 Stundenkilometern.

Dazu zählen auch Mofas und Mopeds aus Produktionen der ehemaligen DDR (mit einer Höchstgeschwindigkeit von maximal 60 Stundenkilometern, die erstmals vor dem 1. März 1992 versichert waren), Quads, Segways und Trikes, Pedelecs mit Motoren über 250 Watt beziehungsweise einer Tretunterstützung über 25 oder einer Anfahrhilfe über sechs Stundenkilometern, Fahrräder mit Hilfsmotor, E-Roller mit Betriebserlaubnis, motorisierte Krankenfahrstühle, die unter die Führerscheinklassen M und S fallen, sowie vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge mit einer Leergewicht bis 350 Kilogramm.
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