Neunkirchen am Brand
Infrastruktur

Plan für Westumgehung Neunkirchen liegt aus

Das Planfeststellungsverfahren für die Westumgehung Neunkirchen am Brand wurde vorgestellt. Die Pläne liegen zur Einsicht öffentlich aus.
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Vor 30 Jahren sei die Umgehungsstraße West angedacht worden. Nun werde sie Wirklichkeit. 2001 stieg Stefan Arneth, Abteilungsleiter beim Staatlichen Straßenbauamt Bamberg bei seinen Ausführungen zur Westumgehung ein. Darauf hatten die Neunkirchner schon lang gewartet. Der Sitzungssaal war bis auf den letzten Platz besetzt.

Als Dringlichkeit 1R für Reserve, war das Vorhaben 2001 aufgenommen worden. 2010 wurde der Vorentwurf genehmigt. Nun liegt der Plan überall aus, auch im Internet kann das 883-Seiten-Werk, das die Marktgemeinderäte als CD erhalten haben, nachgelesen werden.

Ausführlich erklärte Arneth das Planungsverfahren, bis er schließlich anhand einer 3D-Visualisierung die Zuhörer im Auto zu einer Fahrt auf der neuen Umgehungsstraße mitnahm und ihnen kurz darauf auch noch eine Rundflug anbot.

Vom Norden aus Forchheim kommend, verläuft die Westumgehung nach der Abzweigung Ebersbach, umfährt Neunkirchen im Westen und schließt nach dem Kreisverkehr an Dormitz an die Staatsstraße an.

Der Kreisverkehr an den Heuwiesen in Dormitz ist die Anbindung von Süden her an Neunkirchen, linker Hand ist der Erleinhof. Auf zwei bis drei Meter Höhe befinde man sich da. Vom Süden kommend werden der Brandbach, der Ebersbach und der Geh- und Radweg unterführt. Ein etwa vier Meter hoher Damm ist beim Henkersberg.
Der Damm bei der Unterführung der Gemeindeverbindungsstraße Ebersbach weist zwischen sieben und neun Metern Höhe auf. Im letzten Bereich liegt die Trasse dann acht bis zehn Meter tief in der Erde.

Die Fahrbahnbreite beträgt acht Meter, was für das Verkehrsaufkommen erforderlich sei. 1,50 Meter messen die Bankette. Im Wasserschutzgebiet der Zone 2 im Bereich des Brunnen 5 der Gemeinde, wird das Wasser über eine Bordrinne gefasst und einem Regenrückhaltebecken zugeleitet.
Eine Schutzplanke wird angebracht und eine Abdichtung im Untergrundbereich vorgenommen. Das Wasser könne so nicht ins Schutzgebiet dringen, wurde bei der Vorstellung mitgeteilt. Es gibt auch Bereiche mit Amphibienleitwänden, aber nicht im Schutzgebiet 2.

Der Kreisverkehr selbst wird sieben Meter breit sein. Die aktuelle Zählung von 2010 nennt täglich 5600 Fahrzeuge von Effeltrich kommend, 9300 Fahrzeuge im Ortsbereich Neunkirchens und danach noch 9000 Fahrzeuge. Innerorts wäre eine Entlastung durch die drei schmalen Tore - an denen die Durchfahrtsmöglichkeiten beschränkt sind, nicht realisierbar gewesen. Eine Hochrechnung der täglich fahrenden Autos für 2030 nennt bis zu 11500 Fahrzeuge täglich im Ortsbereich.

Da jeder Straßenbau ein Eingriff in die Natur ist, müssen Ausgleichsflächen geschaffen werden. Der Gesamtbedarf an Ausgleichsflächen für die Westumgehung beträgt elf Hektar. Größtenteils werden sie durch Waldaufwertungen geschaffen. Oder intensiv landwirtschaftlich genutzte Flächen werden nur noch ein bis zwei Mal jährlich gemäht. Die Landwirte erhalten dafür eine Entschädigung.

Auch die Emissionswerte wurden errechnet. Eine Überschreitung kommt nur in einem Bereich vor. Die Tierarztpraxis wäre von überschrittenen Emissionswerten betroffen.

Die Planungen liegen öffentlich aus und können eingesehen werden. Am 8. Februar findet um 18 Uhr in der Turnhalle der Grundschule eine Informationsveranstaltung statt. Das staatliche Bauamt wird dann die Planung nochmals vorstellen und Bürgerfragen beantworten.
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