Waischenfeld
Feierstunde

Waischenfelder Freibad nun in privater Hand

In Waischenfeld wurde der letzte städtische Bademeister Andreas Stenglein verabschiedet.
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Das Bild zeigt (von links) den neuen Badbetreiber Mirko Helbig, Bürgermeister Edmund Pirkelmann und den nun in den Ruhestand verabschiedeten städtische Bademeister Andreas Stenglein.  Foto: Thomas Weichert
Das Bild zeigt (von links) den neuen Badbetreiber Mirko Helbig, Bürgermeister Edmund Pirkelmann und den nun in den Ruhestand verabschiedeten städtische Bademeister Andreas Stenglein. Foto: Thomas Weichert
Nun ist es amtlich: Das städtische Freibad Waischenfeld ist privatisiert. Bei einer kleinen Feierstunde im Freibad mit der Verabschiedung des letzten städtischen Bademeisters Andreas Stenglein übergab Bürgermeister Edmund Pirkelmann das Freibad an den nunmehrigen Privatbetreiber Mirko Helbig, dem er gute Geschäfte wünschte.
Helbig habe nun die Hoheit über das Bad und die Stadt "nichts mehr zu sagen", so Pirkelmann. Er betonte, dass sich die Stadt nicht mehr einmischen werde. Freibäder seien insgesamt schwierig zu betreiben. Er sei daher froh, dass man mit Helbig, der auch die Badeaufsicht übernehmen wird, einen Betreiber gefunden habe. Denn nach dem Ausscheiden von Andreas Stenglein hätte die Stadt zwei neue Bademeister einstellen müssen.
Das wäre für die Stadt Waischenfeld als Kommune, die vom Freistaat Bayern Stabilisierungshilfe erhält, nicht darstellbar gewesen. Am Betriebskostendefizit beteiligt sich die Stadt nun jährlich mit 60 000 Euro, die der neue Betreiber erhält.
Dies sei auch notwendig, um die Anlage einigermaßen weiterbetreiben zu können, so Pirkelmann. Den Badkiosk übernehmen Peter und Robert Weiß und mithelfen wird auch Jutta Weiß, Ehefrau von Robert Weiß. Wie Robert Weiß, der auch Chef des Fördervereins Freibad ist, betonte, sei es eine gute Sache das man mit Mirko Helbig einen neuen Betreiber gefunden habe.
Für Helbig selbst war es ein wesentlicher Grund sich für den Betrieb des Bades zu entschieden, dass er weiterhin die Wasserwacht und den Förderverein an seiner Seite hat. 38 Jahre lang war Andreas Stenglein der Bademeister des städtischen Freibads Waischenfeld. Von Pirkelmann wurde er nun in den Ruhestand verabschiedet. Am 15. März 1979 wurde Stenglein von der Stadt Waischenfeld als Bademeister eingestellt. Schon damals war Stenglein technischer Leiter der Wasserwacht und hatte eine Ausbildung als Rettungsschwimmer. Pirkelmann bescheinigte Stenglein, immer freundlich mit den Badegästen umgegangen zu sein und immer für eine hervorragende Wasserqualität gesorgt zu haben. Pirkelmanns Dank galt auch Anja Teufel von der Wasserwacht, die als Badeaufsicht immer der 14. Nothelfer war.


Heute startet die Saison

In den letzten zehn Jahren hat die Stadt über 300 000 Euro in das Bad investiert. So wurden die Technik, das Dach des Badgebäudes, die Türen und Fenster und das Umfeld erneuert.
Am heutigen Samstag startet das Freibad Waischenfeld ab 10 Uhr in die neue Badesaison.
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