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Region  // Forchheim

Stadtbild

Versteckte und beschmierte Kunst in Forchheim

Der Zustand von zwei Werken des Forchheimer Künstlers Georg Leisgang erzürnt Kreisrat Eduard Nöth. Amtsleiter Herbert Fuchs will bald Abhilfe schaffen.
Schon Mitte Juni soll hier wieder der Fischerbub-Brunnen plätschern. Fotos: Franka Struve
 
Eduard Nöth sieht die Anlage in der Klosterstraße mit dem Fischerbuben "in einem jämmerlichen bzw. erbärmlichen Zustand." Seit Jahren sei diese Brunnenanlage nicht mehr im Betrieb. Nöth frage sich, ob der "Fischerbub", der zwei Forellen in der Hand hält, durch die eigentlich das Brunnenwasser sprudeln sollte, weiterhin im Holzverschlag versteckt bleibe? Außerdem bemerkte er beim sonntäglichen Spaziergang auf der Dernbach-Bastion den verschmierten Sockel des "fränkischen Schäfers", ebenfalls von Georg Leisgang.
Nach dem Künstler befragt, erinnert sich Dieter George, ehemaliger Kulturreferent, besonders an den Fischerbuben aus Bronze, der auf dem Klosterareal vor der Sparkasse steht: "Meine Mutter arbeitete in der Papierwarenfabrik Koehler in der Eisenbahnstraße. Mit meinem Vater habe ich auf der Klosteranlage vor der Papierwarenfabrik auf sie gewartet, wir haben sie nach Feierabend abgeholt." Eingehend habe sein Vater ihm damals die Plastik erläutert. Der Forchheimer Georg Leisgang (1893 bis 1970) studierte an der Kunstgewerbeschule Nürnberg und an der Akademie München. Nach Kriegsende zog er nach Bamberg. Studienreisen führten ihn nach Spanien, Portugal, Italien, Belgien, Frankreich und Afrika. Er erfand die Figuren frei, ohne Modell. In einem Artikel im Fränkischen Tag vom 10. Juli 1958 wird vom Fischerbuben als einem "modernen" Kunstwerk gesprochen. Die Werke Leisgangs sind omnipräsent in der Innenstadt: Der Kriegerbrunnen am Rathaus stammt von ihm ebenso wie die Kriegergedächtnistafel hinter dem Brunnen, der Bauer mit dem Glücksschwein und die Reliefs an der Sparkasse, die beiden Schulbuben an der Ritter-von-Traitteur-Schule, die Gedenktafeln an den Geburtshäusern von Carl Karl und Professor Georg Mayer sowie zahlreiche Grabmäler auf dem Friedhof.


Fischerbub kehrt bald zurück

Auf die Frage, wann denn der Fischerbub-Brunnen wieder plätschere, legt sich der Amtsleiter für öffentliches Grün, Herbert Fuchs, fest: "Mitte Juni 2017 wird er wieder laufen." Im Moment ist die Figur beim Gartenamt der Stadt Forchheim. Dort wird sie überholt und dann zusammen mit einem Pflanzbeet aufgestellt. Im vergangenen Herbst wurde eine neue Wasserleitung gelegt, die den Brunnen versorgen wird. Die Wasserversorgung war seit dem Umbau der Klosterstraße 2013 gekappt.
Zum desolaten Zustand der Klosteranlagen insgesamt meldet sich der Leiter des städtischen Bauamtes, René Franz, zu Wort: "Es besteht weiterhin das Ziel, die Klosteranlage umzugestalten, nur fehlten bis dato die notwendigen Haushaltsmittel. Im Rahmen den Isek-Prozesses befindet sich die Klosteranlage auf der neu auszugestaltenden Querachse zwischen Bahnhof und Rathaus.
Nach Fertigstellung des Isek können auch für die Klosteranlage wieder Fördermittel beantragt werden, was eine zügige Umsetzung der Neugestaltung der Klosteranlage erheblich erleichtert."


Überstreichen oder abbürsten

Die Stadtparkserenade am 2. Juni im Le Perreux Park setzt den Zeitpunkt für die Renovierung des fränkischen Schäfers auf der Dernbach-Bastion. Bis zur Serenade wird der Stadtpark "top in Schuss sein", so Amtsleiter Fuchs. Im Moment sei das Gartenamt besonders im Forchheimer Norden beschäftigt: Blumenbeete werden geräumt und neu bepflanzt. Die Figur "Flori", eine mannshohe Figur auf Höhe der Firma Waasner in der Bamberger Straße, sei schon aufgestellt. Das Graffiti auf dem Sockel muss bis zur Stadtparkserenade übergestrichen werden oder - bei Sandstein als Untergrund - mühsam abgebürstet werden.
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