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Toiletten am Annafest brennen auf den Nägeln

Das Annafest ist wahrscheinlich der Forchheimer liebstes Kind. Aber selbst hier gibt es noch in einigen Punkten Nachholbedarf. Das wurde deutlich beim Bürgergespräch zwischen Forchheims Oberbürgermeister Franz Stumpf (CSU/WUO) und den Siedlern aus der Lichteneiche.
Beim Forchheimer Annafest  gibt es noch einigen Verbesserungsbedarf. Foto: FT-Archiv
 

Die Siedler kritisierten dabei unter anderem die ihrer Meinung nach schlechte Versorgung mit Toilettenanlagen auf dem Annafest. Als Negativbeispiel gilt den Siedlern die Toilettenanlage auf dem Greifkeller. Wegen der "viel zu kleinen" Toilettenanlage würden sich besonders die Frauen beim Anstellen die Füße in den Bauch stehen.
Die Folge aus diesem Missstand sei: Frauen könnten oftmals so lange nicht warten, und müssten sich ins Gebüsch flüchten. "Dies ist für die Frauen wirklich entwürdigend", stimmte Stumpf der Kritik zu.

Allerdings sind der Stadt laut Stumpf in dieser Angelegenheit die Hände gebunden. Denn die Bayerische Bauordnung sehe bezüglich von Toilettenanlagen keine detaillierten Anforderungen vor. Aus diesem Gründen könne auch die Stadt den Wirten keine Vorschriften machen, wie viele Toiletten sie den Besuchern des Annafests zur Verfügung stellen müssen.

Allerdings kann die Stadt auf Basis der Gaststättenverordnung die Wirte verpflichten, im Zweifelsfall zusätzliche mobile Toilettenanlagen aufzustellen. Die Stadt hat laut Stumpf diese rechtliche Möglichkeit schon einmal bei den Anlagen am Aufgang des Annafests ausgeschöpft. Auch sonst zeigte sich Stumpf mit dem äußeren Erscheinungsbild der Forchheimer Felsenkeller nicht zufrieden: "Schauen sie sich die Keller in Hallerndorf einmal an. Da muss man sich glatt für unsere Keller schämen", schimpfte Stumpf.

Die Stadt zahlt drauf


Die heftig diskutierte Erhöhung der städtischen Schankplatzgebühren um bis zu 150 Prozent hält Stumpf dagegen für gerechtfertigt. Man unterscheide bei der Gebührenerhebung sehr wohl, ob der Keller ganzjährig oder nur während des Annafests geöffnet habe. Demzufolge würden für zeitweise Öffnungen der Kellerwirtschaften nur verminderte Gebühren erhoben, so das Stadtoberhaupt. Notwendig geworden sei die Gebührenanpassung, da die Stadt Forchheim jedes Jahr zwischen 100.000 und 150.000 Euro für das Annafest "draufzahlen" müsse.

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