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Region  // Forchheim

Sturm

Tief Egon tobte sich richtig aus

Stadtförster Stefan Distler warnt davor, in den Wald zu gehen. Herabstürzende Äste bedrohen Leib und Leben. Quer liegende Bäume behinderten den Zugverkehr.
 
von JOSEF HOFBAUER
Das Sturmtief Egon wütete auch in Stadt und Landkreis Forchheim. Egon warf Gartenmöbel, Blumenkästen und Verkehrsschilder um, gebärdete sich als Entfesselungskünstler und zerriss Fahnen, legte Verkaufsstände und Plakatständer flach und machte auch vor Dachziegeln nicht Halt. Im Distrikt Auerberg zwischen Reuth und Serlbach knickte er Bäume wie Streichhölzer.
Dennoch hielten sich die Schäden in Grenzen. Stadtförster Stefan Distler schätzt die Menge des Windbruches auf maximal 50 Festmeter. Wenig im Vergleich zu den Schäden, die Wiebke oder Kyrill anrichteten.


Schwachstelle Fichten

In nahezu allen Fällen waren es vorgeschädigte Bäume, die der Wucht des Sturmangriffes nicht standhalten konnten. So wie der Stamm der Fichte im Distrikt II des Stadtwaldes, der zwar nicht ganz abgebrochen, dafür aber total zersplittert ist. Wenige hundert Meter hinter der "Winkelreuth" entwurzelte der Sturm eine Fichte. "Die Flachwurzler sind seit Jahren die Schwachstellen unseres Waldes", weiß Distler. Im Auerberg zwischen Reuth und Serlbach, dort wo sich vor Jahren der Borkenkäfer eingenistet hatte, bot sich Egon eine ideale Angriffsfläche. Hier liegen mehr als ein Dutzend Fichten kreuz und quer im Wald. Einer der Stämme blockiert die Ortsverbindungsstraße zwischen Reuth und Serlbach.
Mit jedem Sturm ist diese Fläche größer geworden, erklärt Distler, der angefangen hat, die kahlen Flächen mit Tannen aufzuforsten und Eichen aus eigenem Bestand anzusäen. Das verbessert den Wasserhaushalt und vor allem die Standfestigkeit der Bäume. Zufrieden zeigt sich Distler, dass es im Bereich des Kellerwaldes so gut wie keine Schäden gab. Nur ein paar Äste wurden abgerissen. "Ein Zeichen, dass der Umbau des Waldes Früchte trägt", freut sich Distler.


Gefahr durch abgebrochene Äste

Seine Kollegen Stefan Ludwig aus Egloffstein und Daniel Schenk aus Gaiganz hatten am Freitagvormittag noch keinen Überblick über das Ausmaß der Schäden. "Ich gehe davon aus, dass es bei uns allenfalls Schäden im Bereich der Kronen gibt, denn ein großer Teil unseres Waldes ist bereits Laubholz, das solchen Stürmen besser standhalten kann", zeigt sich Daniel Schenk optimistisch. Susanne Sommersacher, Pretzfeld, und Rita Satzger vom Forstrevier Streitberg erklären unisono: Bei diesem Wetter gehe ich nicht in den Wald. Das sei lebensgefährlich. Findet auch der Forchheimer Stadtförster Stefan Distler. Er rät dringend davon ab, in den Wald zu gehen. "Bei allen Baumarten besteht die Gefahr, dass an- und abgebrochene Äste und Kronenteile herabfallen können. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass dadurch Spaziergänger verletzt werden", warnt Distler.
In Burk gab es aufgrund des Sturmes einen Einsatz der Feuerwehr. Egon hatte an einem Anwesen in der Stillstraße einige Dachziegel abgehoben. Die Feuerwehr fischte sie aus der Dachrinne, sperrte die Zufahrtsstraße und verpflichtete den Hausbesitzer, umgehend einen Dachdecker zu holen, um die Schäden zu beseitigen.


Bäume als Verkehrshindenis

Im Bereich der Polizeiinspektion Ebermannstadt hielten sich die Schäden in Grenzen. Lediglich im "Gebürg" lagen zahllose Äste auf den Straßen. Gegen 5 Uhr blockierte vorübergehend ein umgefallener Baum die Bundesstraße zwischen Behringersmühle und Muggendorf.
In Forchheim fiel in der Bayreuther Straße eine verdorrte Birke auf eine Garage. Auf der Gräfenberg-Bahn machte auf dem Streckenabschnitt Nürnberg-Nordost-Heroldsberg ein umgestürzter Baum im Gleis den Zugverkehr unmöglich.
Auch auf der Bahnstrecke zwischen Baiersdorf und Forchheim behinderte ein umgestürzter Baum den Zugverkehr. Der Schaffner eines Güterzuges erkannte das Hindernis zu spät und fuhr dagegen. Der Schienenverkehr war deswegen für mehrere Stunden beeinträchtigt.
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