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Mitgliederversammlung

SV Kleinsendelbach sucht juristischen Rat

Der Sportverein beklagt den Verlust von 800 bis 900 Quadratmeter seines Grundstücks nach der Bachverlegung.
Auf dem Bild rechts vom Bachlauf das Gelände, das nach der Bachsanierung nun der Gemeinde gehören soll.  Foto: Karl-Heinz Wirth
 
Zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung hatte der Sportverein Kleinsendelbach seine Mitglieder ins Sportheim eingeladen. Unter der Leitung der Ersten Vorsitzenden Martina Kellner wollte man mit den Mitgliedern Grundstücksangelegenheiten des Sportvereins wie Tausch, Verkauf, Kauf und Pacht klären.

Größeren Diskussionsbedarf gab es um den Bachlauf, der sich auf dem Gelände des Sportvereins befindet. Das Wasserwirtschaftsamt verlegte 2007 den Bach von der Grundstücksgrenze in das Gelände des Vereins. Die Vorsitzende Martina Kellner sieht nun die heutige Grundstücksgrenze in der Mitte des Baches. Dadurch fehlen nun dem Sportverein zwischen 800 und 900 Quadratmeter argumentiert sie, die nun der Gemeinde gehören.


Wie eine Enteignung

Das käme ja einer Enteignung gleich, äußerte sich ein Mitglied in der Diskussion. Das Gelände am Bach wird außerdem von der Gemeinde nicht regelmäßig gemäht. Das Ufer wurde ebenfalls von der Gemeinde mit Weiden auf dem Sportgelände bepflanzt.

So will man dies auf keinen Fall belassen, war die Feststellung in der Versammlung. Entweder man verkaufe oder verpachte die Fläche an die Gemeinde. Dieses Problem möchte man nun endlich klären. In einem bereits stattgefundenen Gespräch hatte die Gemeinde ihre Auffassung mitgeteilt, dass ein Kauf nicht zur Diskussion steht.
Die Versammlung erteilte dem Vorstand den Auftrag, sich in dieser Angelegenheit rechtlich beraten zu lassen und in der nächsten Mitgliederversammlung das Ergebnis zu berichten. Erste Bürgermeisterin Gertrud Werner teilte auf Anfrage mit, dass sich die Grundstücksgrenzen des Sportgeländes durch die Bachsanierung nicht verändert haben und eine Vermessung bis heute nicht stattgefunden hat.

Die Firma Inexio Informationstechnologie hat auf dem SV-Gelände einen Versorgungskasten aufgestellt, für den man einen Pachtzins erheben möchte. Zwischenzeitlich, so teilte die Vorsitzende der Versammlung habe man dies dem Unternehmen schriftlich mitgeteilt, allerdings noch keine Antwort erhalten.

Die Mitglieder beschlossen nach kurzer Diskussion, dem Unternehmen die Vorstellung bezüglich der Höhe des Pachtzinses seitens des Sportvereins dem Unternehmen mitzuteilen und in Verhandlungen zu treten. Für den Versorgungskasten der Telekom gibt es einen Vertrag, der noch zehn Jahre Bestand hat.

Größeren Diskussionsbedarf hatte die Versammlung mit an das Sportgelände angrenzenden Nachbarn. Hier ging es im wesentlichen um Haftungsgründe, für die der Sportverein aufkommen müsste. Ein Nachbar nutzt privat auf dem Sportgelände eine Hütte.


Hütte muss geräumt werden

Die Vorsitzende erklärte , dass der Betreffende in einem Gespräch mitgeteilt habe, dass er von der Gemeinde das Nutzungsrecht erworben hat. Dem widerspricht allerdings, so die Vorsitzende, dass weder eine Grunddienstbarkeit noch ein Nutzungsrecht im Grundbuch vermerkt ist. Die Fläche beträgt circa 80 Quadratmeter, die der Nachbar nun erwerben möchte.

Für die Versammlung stellte sich nun die Frage: verpachten oder verkaufen? Letztendlich fasste die Mitgliederversammlung den Beschluss, weder zu verkaufen noch zu verpachten, sondern die freiwerdende Fläche als Aufwärmplatz für die Sportler zu nutzen. Dem Nachbarn wird schriftlich mitgeteilt, die Hütte bis Ende April zu räumen.

Gegenüber dem Sportheim befindet sich ein Grundstück, das bisher als Parkplatz für Besucher genutzt wurde. Der neue Eigentümer verpachtet nun diese Parkplätze (sieben bis acht Stellplätze) an den Sportverein ab 1. November 2016, um aus der Haftung zu kommen. Bei der anschließenden Frage der Verkehrssicherungspflicht vor allem im Winter, wurde darauf verwiesen, dass der Gehweg davor der Gemeinde gehört und diese verpflichtet ist, den Weg sauber zu halten. Mit 26:0 Stimmen beschloss die Versammlung, das Grundstück anzupachten.
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