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Landgericht

Versuchte Vergewaltigung in Kersbach: Prozess beginnt Anfang März

Anfang März beginnt vor dem Landgericht Bamberg die Verhandlung gegen einen Mann, der nahe Forchheim eine 17-Jährige missbrauchen wollte.
Vor dem Landgericht Bamberg muss sich bald ein Tunesier verantworten. Unter anderem soll er eine 16-Jährige vergewaltigt haben.  Foto: Herbst
 
Ende Mai 2016 fasste die Polizei einen damals 26-jährigen Nordafrikaner, der im Forchheimer Ortsteil Kersbach eine 17-Jährige vergewaltigen wollte.
Nach einer kurzen Flucht konnte er in der Nähe des Bahnhofs von der Polizei verhaftet werden und. Er hatte jedoch keinen Bezug zur Region Forchheim.

Im Zuge der umfangreichen Ermittlungen stellte sich jedoch heraus, dass der mutmaßliche Täter nicht zum ersten Mal eine Frau überfallen hat. Er soll auch der Vergewaltiger eines 16-jährigen Mädchens aus Meringim (Landkreis Aichach-Friedberg) sein.

Am 6. März muss er sich ab 9 Uhr in der Hauptverhandlung vor dem Landgericht in Bamberg verantworten. Laut "Augsburger Allgemeinen Zeitung" werden dem gebürtigen Tunesier eine vollendete Vergewaltigung sowie zwei versuchte Vergewaltigungen zur Last gelegt. Das bestätigte auch Nino Goldbeck, Richter am Landgericht in Bamberg, dem Blatt.

Nach Informationen der Augsburger Staatsanwaltschaft wurde das Verfahren an die Kollegen in Bamberg abgegeben, da er dort gefasst wurde und sich bereits in Untersuchungshaft befand. "Das spart Ressourcen", erklärt der Pressesprecher und Oberstaatsanwalt Matthias Nickolai.

Im September 2015 war damals das 16-jährige Mädchen nachts in der Nähe des Bahnhaltepunkts St. Afra bei Mering überfallen und vergewaltigt worden. Unmittelbar nachdem die Tat angezeigt wurde, schaltete sich ein Großaufgebot der Polizei ein, um den Täter dingfest zu machen.


Lange Ermittlungen der Polizei

Eine achtköpfige Ermittlungsgruppe der Kripo Augsburg hatte über 150 Spuren und Hinweise aus ausgewertet sowie 300 Personen im Rahmen eines richterlich angeordneten DNA-Massen-Screenings überprüft. Ein dreiviertel Jahr später, Ende Mai, hatte dann der Asylbewerber nahe Forchheim eine weitere Frau überfallen.

Seit diesem Zeitpunkt sitzt der Mann, der sich zunächst mit anderen Personalien und anderer Nationalität als Asylbewerber registriert hatte, in Untersuchungshaft. Durch den DNA-Abgleich wird er auch in Zusammenhang mit einer zweiten versuchten Vergewaltigung in Schwabach im September 2015 in Verbindung gebracht. Durch den DNA-Abgleich gilt er auch im Meringer Fall als dringend tatverdächtig. Der Tunesier war im Tatzeitraum untergetaucht, hielt sich vermutlich in Österreich auf. Nach den bisherigen Ermittlungen war aber regelmäßig in Bayern unterwegs.


Entsetzen in Heimatstadt

In Mering hatte der Fall hohe Wellen geschlagen. Verdächtigt wurden auch junge Männer, die in einer Flüchtlingsunterkunft unweit vom Tatort untergebracht waren. Doch die Vorwürfe erwiesen sich nach breitangelegten DNA-Screenings als haltlos. Bürgermeister Hans-Dieter Kandler sprach von einer Atmosphäre der Angst, die durch diese schreckliche Tat nach Mering gekommen sei. Er hatte mit großer Erleichterung auf die Ergreifung des mutmaßlichen Täters reagiert und war vor allem Dingen froh, dass nun jeglicher Verdacht von den in Mering untergebrachten Asylbewerbern abgefallen war.

Im Fall der versuchten Vergewaltigung in Kersbach zeichnete die Oberfrankens Polizeipräsident im Juli einen jungen Autofahrer aus, der Hilfeschreie des Opfers hörte, der Frau zu Hilfe kam sowie sofort die Polizei verständigte.

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