Möbelmitnahmemarkt wurde Absage erteilt

Das alte OBI-Gebäude im Süden von Forchheim ist gefragt. Neben einem Heimwerkermarkt will sich jetzt ein Einrichtungsdiscounter darin niederlassen. Doch der erhielt vom Bauausschuss einen "Korb".
Das Objekt der Begierde: Zur Nutzung des alten OBI-Gebäudes  liegen nun drei Anfragen  vor.
 
Ein Jahr lang war das alte OBI-Gebäude im Süden Forchheims verwaist - jetzt reißen sich die Interessenten um das Gewerbeobjekt. Nachdem erst kürzlich dem Renovierungs-Discounter Tedox ein Baubescheid genehmigt worden war, liegt nun überraschend die Anfrage eines Möbelhauses vor, das die Restfläche in der ehemaligen Gartenabteilung als Mitnahmemarkt nutzen möchte. Doch Oberbürgermeister Franz Stumpf (WUO) hat angesichts des Verkaufssortiments "Bauchschmerzen". Er befürchtet Konkurrenz zur Innenstadt.
Insgesamt hat das ehemalige OBI-Gebäude eine Fläche von rund 6000 Quadratmetern. Davon will Tedox zirka 3500 Quadratmeter nutzen. 2500 Quadratmeter blieben also für den Möbelmitnahmemarkt. "Eigentlich nicht zulässig", betont Bauamtsleiter Zedler. Im Bauausschuss wurde darauf hingewiesen, dass für das Grundstück ein rechtsverbindlicher Bebauungsplan bestehe, der lediglich eine Sondergebietsfläche für einen Bau- und Heimwerkermarkt festsetze.Die vom Möbelmarkt beantragte Nutzung weiche jedoch davon ab.
Eine Zulassung wäre nur möglich, wenn von der Bebauungsplanfestsetzung abgewichen würde.
"Da habe ich Bauchweh", bekannte Oberbürgermeister Franz Stumpf. Er habe sich mit örtlichen Möbelhändlern unterhalten, die ihm unisono zu verstehen gegeben hätten, dass sie insbesondere durch den Verkauf von Einrichtungsaccessoires und Kleinmöbeln getroffen würden.
Auch CSU-Stadtrat Thomas Werner warnte vor einer Nutzungsänderung: "Wir dürfen hier kein Fass aufmachen". Wenn die nächste Anfrage komme tue man sich schwer, "Nein" zu sagen.
Man habe einen Bebauungsplan, der festlege, was sich in diesem Gebiet ansiedeln dürfe. Daran sollte man sich halten. Dem schloss sich Stadtrat Erwin Held (FW) an.
Für Überraschung sorgte Oberbürgermeister Franz Stumpf mit der Nachricht, dass zwischenzeitlich eine dritte Anfrage vorliege, " die in eine ganz andere Richtung geht". Mehr wollte das Stadtoberhaupt dazu allerdings nicht sagen. Der Bauausschuss erteilte einer Nutzungsänderung schließlich eine Absage.

Zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden

Kommentieren


Titel:
Text:
 
(noch Zeichen)

Unregistrierte Nutzer
 
 

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken.

Geben Sie bitte folgende Daten ein, um sich zu registrieren und Ihren Kommentar zu speichern.
Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet, und nicht ohne Ihre Zustimmung an Dritte weitergegeben werden!

gewünschter Benutzername:  *
gewünschtes Passwort:  *
Wiederholung Passwort:  *
E-Mail:  *
Anrede:
Frau Herr  
Vorname:
Nachname:
* Ich bin mit der Netiquette einverstanden
Ich möchte mir exklusive Leservorteile nicht entgehen lassen und gestatte der Mediengruppe Oberfranken – Zeitungsverlage GmbH & Co. KG und deren verbundenen Unternehmen mir auch nach Ablauf des Abonnements telefonisch und per E-Mail Vorteilsangebote zu unterbreiten. Meine Einwilligung kann ich jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen.
Community
Ich möchte kommentieren und eigene Leserbeiträge verfassen Ich möchte nicht kommentieren und keine eigene Leserbeiträge verfassen  


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

Wieviel ist 11 - 3: