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Bürgerentscheid

Klares Nein zur Windkraft in Heiligenstadt

In einem Bürgerentscheid spricht sich eine deutliche Mehrheit der Heiligenstadter gegen den geplanten Bürgerwindpark in Brunn aus. Beobachter gehen davon aus, dass das Projekt damit vor dem Aus steht.
1462 Stimmen mussten die Wahlhelfer am Sonntag auszählen. Am Ende brachte der Bürgerentscheid ein klares Ergebnis.  Foto: fra-press
 
von KARL-HEINZ FRANK
Die Bürger der Marktgemeinde Heiligenstadt waren am gestrigen Sonntag dazu aufgerufen, in einem Bürgerentscheid über die Zukunft des geplanten Bürgerwindparks Brunn abzustimmen. Eine klare Mehrheit machte dabei klar, dass sie von dem Projekt nichts hält und keine Windkraftanlagen in Brunn möchte.

Von den 2919 wahlberechtigten Frauen und Männern haben 1462 ihre Stimme in den vier Wahllokalen abgegeben. Sie konnten das in der Oertelscheune, der Schule, dem Tabea Familienzentrum und im Feuerwehrhaus in Oberleinleiter tun. Zudem hatten sie die Möglichkeit, ihre Stimme auch per Briefwahl abzugeben. An der Abstimmung beteiligten sich 50,09 Prozent aller Wahlberechtigten. Dabei stimmten 822 oder 56,26 Prozent mit Ja.
Bei der einigermaßen verklausulierten Fragestellung entsprach dies einem Nein zum geplanten Windpark. 639 Frauen und Männer oder 43,74 Prozent stimmten ihrerseits mit Nein. Ihr Nein bedeutete umgekehrt ein Ja zum Bürgerwindpark.

Annäherung der Gegner

Heiligenstadts Bürgermeister Helmut Krämer (Einigkeit) zeigte sich in einer ersten Stellungnahme "enttäuscht über das Ergebnis". Der Markt Heiligenstadt plant auf einer Fläche von 180 Hektar acht Windkraftanlagen. 140 Hektar liegen im Landschaftsschutzgebiet.

Gleichzeitig sei er erleichtert darüber, dass es nun ein Ende habe mit den kontroversen Diskussionen um das Für und Wider des Windparks. Krämer begrüßte es vor diesem Hintergrund auch, dass am heutigen Abend die Blaskapelle Hohenpölz, wo viele Gegner des Hochburg des Projekts leben, auf der Kerwa in Brunn spielt. Dort in Brunn, gibt es wiederum viele Befürworter des Bürgerwindparks.

Wie es mit dem Vorhaben nach der gesetzlichen Ruhefrist von zwölf Monaten jetzt weitergeht, bleibt aber auch nach dem Bürgerentscheid unklar.

Allerdings dürfte es mit der Ausweisung der betreffenden zusätzlichen 140 Hektar als Vorranggebiet erst einmal nichts werden. Darüber wird der Kreistag Bamberg heute Abend entscheiden. Allerdings benötigen die Projektbetreiber diese Fläche für ihre acht Windkraftanlagen. Es gilt als fraglich, ob die Regionalwerke Bamberg als federführender Projektpartner den Windpark auch mit der kleineren Vorrangfläche von 40 Hektar errichten. Immerhin fiele die Rendite in diesem Fall dann deutlich geringer aus.
Alles in allem gingen deshalb am Sonntagabend viele Beobachter davon aus, dass das entschiedene Nein der Bürger am Ende auch das Aus des Bürgerwindparks Brunn bedeutet.

zum Thema "Windpark Brunn"






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