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Amtsgericht

Junge Männer randalieren auf Baustelle und reißen Wahlplakate ab

Nach einer durchzechten Nacht randalierten drei junge Männer im März auf einer Baustelle. Wegen Sachbeschädigung mussten sie sich vor Gericht verantworten.
Foto: Archiv
 
von MAXIMILIAN GLAS
Eine durchzechte Nacht ließen im März drei junge Männer aus dem Landkreis Forchheim mit einer Dummheit ausklingen. Nachdem sie bis 4.30 Uhr in der Stadt feiern waren, randalierten sie an einer Baustelle in der Bayreuther Straße. Zwei 19-Jährige und ein 20 Jahre alter nun vor dem Jugendgericht Forchheim Angeklagter haben in der besagten Nacht zwei Baustellenschilder umgestoßen und zwei Gullideckel herausgehoben, die sie dann auf die Straße und den Gehweg warfen. Außerdem rissen die drei Männer mehrere Wahlplakate des CSU-Ortsverbandes und eines von Klaus Backer (FOF) ab.

Vor Ort wurde der Sachschaden auf 500 Euro beziffert, im Nachgang auf 120 Euro korrigiert. Was durch den niedrigen Betrag im ersten Moment als Lappalie anmutet, sei vor allem durch die potenzielle Gefährdung der Verkehrsteilnehmer keine gewesen, waren sich Jugendrichter Philipp Förtsch und Staatsanwalt Christian Schorr am Montagvormittag einig. Die Sachbeschädigung räumten die drei Angeklagten ein. "Es war eine Nacht mit reichlich Alkohol. Wir waren auf dem Heimweg zu mir ", sagte einer der beiden 19-Jährigen. "Wir wollten nichts mutwillig kaputt machen und es hatte auch keinen politischen Hintergrund. Es war einfach nur Blödsinn." Blödsinn, bei dem die drei Angeklagten wohl nicht zu überhören waren. Anwohner bekamen den Vorfall mit und alarmierten am frühen Morgen die Polizei. An der Wohnung des 19-Jährigen angekommen, wurden die drei jungen Männer bereits von den Polizeibeamten erwartet.

Richter Förtsch interessierte, ob alle drei Angeklagten an der Sachbeschädigung unmittelbar beteiligt waren. "Das wissen wir nicht mehr, ich hatte echt einen kompletten Filmriss", sagte der andere 19-Jährige vor Gericht. Dass die drei Männer ihre Tat bereuen, bekräftigt eine schriftliche Entschuldigung an den Landrat. Die Rechnung für die zerstörten Baustellenschilder, die den Angeklagten vor zwei Wochen zugestellt wurde, haben sie allerdings noch nicht beglichen. "Sie sollten das schleunigst begleichen, denn eine Mahnung verursacht weitere Kosten, das sollten sie wissen", warnte der Jugendrichter.

Zu Schaden kam in der Tatnacht durch die Baustellenschilder auf der Straße wohl niemand - auch wenn ein Zeuge zumindest ein Taxi beobachtete, das über ein solches Schild fuhr.
Die Jugendgerichtshelferin sprach sich dafür aus, alle drei nach Jugendstrafrecht zu beurteilen. So handelte es sich um eine jugendtypische Straftat, dazu seien alle drei noch sehr eng mit ihrem Elternhaus verwurzelt. Staatsanwalt und Richter waren der gleichen Auffassung.

Durch unterschiedliche Vorstrafen ergaben sich allerdings auch drei unterschiedliche Urteile. Einer der beiden 19-Jährigen wurde noch nie strafrechtlich auffällig. Für den Nichtverdiener (Student) forderte Staatsanwalt Schorr in seinem Plädoyer 30 Arbeitsstunden. Schlechter sah es für die beiden anderen Angeklagten aus. Sie sind bereits vorbestraft (Sachbeschädigung und Beleidigung) und vollzeitbeschäftigt. Schorr sprach sich deshalb für eine Geldstrafe von 500 Euro für den 19-Jährigen (eine Vorstrafe) und eine Geldstrafe von 1000 Euro für den 20-Jährigen (zwei Vorstrafen) aus. Darüber hinaus sollen sich beide an einer sozialen Projektarbeit beteiligen. In seinem Urteil bestätigte Richter Förtsch die Forderungen des Staatsanwaltes. Das Urteil ist rechtskräftig.
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