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Region  // Forchheim

Eröffnung

Im Trubachtal ist der Weg das Ziel

Der Trubachweg mit den Themen "Geologie, Kultur und Klettern" wurde um zwei neue Routen erweitert. Unter anderem gibt es auf neun Kilometern rund um Bärnfels Wissenswertes zur Region zu erfahren.
Roman Koch (Mitte) erläuterte die Besonderheiten des neuen Wegs rund um das malerisch gelegene Bärnfels. Foto: Franz Galster
 
von FRANZ GALSTER
Wer wissen will, wie alt manche Spuren an den Felsen rund um Bärnfels sind oder warum es keinen Skilift mehr im Trubachtal gibt, bekommt Antworten auf dem um Bärnfels- und Sportplatzroute erweiterten Trubachweg, der am Wochenende mit einem kleinen Festakt und einem rund einstündigen Rundgang eröffnet wurde. Die Singgruppe Bärnfels in ihren malerischen Trachten eröffnete unter Leitung von Heike Barthelmess am Plateau der Burgruine von Bärnfels bei herrlichem Wetter in schöner Natur die Veranstaltung mit zahlreichen Gästen.
"Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen", zitierte Bürgermeister Markus Grüner (CSU) den deutschen Dichter Johann Wolfgang von Goethe. Als die "Väter dieses Trubachwegs" begrüßte er Roman Koch und Rupert Bäumler vom Institut für Geographie in Erlangen. Viel beigetragen hätten aber auch Altbürgermeister Willi Müller oder der ehemalige Geschäftsführer der Gemeinde Obertrubach, Peter Helldörfer, der immer wieder finanzielle Lösungen zur Realisierung des Weges gefunden habe.
Landrat Hermann Ulm (CSU) fühlte sich sichtlich wohl in Gesellschaft seiner früheren Kollegen von der Universität und dem gebotenen Thema. "Ich bin jetzt von Kunreuth nach Bärnfels gefahren und dachte mir auf dem Weg ,Was für ein Privileg, in so einer wunderbaren Landschaft wohnen zu dürfen‘", sagte er. Die drei Themen Geologie, Kultur und Klettern bildeten hier einen schönen Dreiklang. Er sprach seinen Dank an Professor Koch aus. Hier werde Wissenschaft nicht für den Büroschrank, sondern für die Menschen betrieben.
"Die Landschaft hier ist ein Traum", meinte Sandra Schneider als Leiterin des Tourismusbüros Fränkische Schweiz. Projekte wie das jetzt eröffnete seien auch elementar für die touristische Attraktivität der Region, an die die Gäste Erwartungen auf hohem Niveau hätten.
Professor Koch drückte seine Freude aus, dass so viele Gäste zur offiziellen Eröffnung der Bärnfels-Route des Trubachweges Geologie-Kultur-Klettern gekommen sind. Das unterstreiche die Bedeutung des Weges für die regionale Identität. Koch versteht es, selbst dem Laien die komplizierten geologischen Zusammenhänge der Kalk- und porösen Dolomitfelsen im Zusammenspiel mit wasserstauenden Schichten und den besonderen hydrologischen Bedingungen im Karst einfach und verständlich, aber trotzdem spanndend zu vermitteln.
Anschaulich stellte er das Wechselspiel geologischer Bedingungen mit dem menschlichen Verhalten und die entsprechenden wechselseitigen Einflüsse dar. Wer wusste schon, dass beim hiesigen Klettersport, der auf Grund der natürlichen Gegebenheiten in der Fränkischen Schweiz einen guten internationalen Ruf genießt, maßgebliche Erfindungen von Mitgliedern der Siemens-Klettergruppe gemacht wurden? Dazu zählen Bühlerhaken, Sticht-bremse oder auch die Multisturzseile, die heute nicht mehr wegzudenken seien.

Ein Flyer als Begleiter

Fasziniert hörten die Besucher auf dem Rundgang zu, wenn Professor Koch Spuren an Felsen zeigte, die etwa 100 Millionen Jahre alt sind, oder wenn er zu speziellen Siedlungs- und Bewirtschaftsformen referierte, die durch Hirtenhäuser, Gemeinschafts-Backhäuser und den Flachsanbau gezeichnet sind.
Ein wichtiger Begleiter auf dem Rundweg kann der Flyer Geologie-Kultur-Klettern sein, der beim Tourist-Office Obertrubach aufliegt und zu Themen wie Landschaftsbild, Geologie und Morphologie sowie Kulturlandschaft Anregungen gibt.
Bei der Entstehung des Rundwegs war unter anderem der örtliche Wanderführer des Fränkische-Schweiz-Vereins, Erhard Ruder, ein wichtiger Helfer im Hintergrund. Er stand die ganze Zeit als Heimatkundiger mit Rat und Tat zur Seite. Die Burg beim Anstieg auch von der anderen Seite zu erleben oder die Bärnfelser Steilstube und den Knopfstein zu sehen nennt Ruder die besonderen Reize.
Man hat, so Ruder, den Weg mehrmals begangen, um die Plätze für die 29 Tafeln zu finden, die dem Wanderer Auskunft über die Pflanzen- und Tierwelt ebenso geben wie über die Geologie. Am früheren Skilift, der aus Schneemangel aufgegeben wurde, geht eine Tafel auf den Klimawandel ein.


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